Corona-Warn-App: Ab sofort zum Download verfügbar
In Deutschland steht nun die offizielle Tracing-App, die Corona-Warn-App der Bundesregierung, zur Verfügung. Wer die Applikation installiert und nutzt, bekommt eine Benachrichtigung, ob er sich in letzter Zeit in der Nähe einer Person mit COVID-19 aufgehalten hat.
Nach monatelanger Entwicklung ist die Corona-Warn-App der Bundesregierung kostenlos verfügbar. Die freiwillige Nutzung der Corona-Warn-App soll dazu dienen, die Infektionsketten besser nachvollziehen zu können. In anderen Ländern, etwa in Österreich, gibt es ebenfalls eine eigene Corona-App. Die deutsche Software steht für iPhones mit iOS-Version 13.5 oder höher zum Download bereit. So können die App prinzipiell alle Nutzer ab dem iPhone 6s oder neuer benutzen. Wer ein Android-Smartphone benutzt, muss mindestens Android 6.0 installiert haben, sowie ein Telefon mit Bluetooth LE verwenden. Der Google Play Store zeigt beim Aufruf der App-Detail-Seite an, ob das gerade verwendete Gerät mit der App kompatibel ist.
Risikobewertung von COVID-19-Infektion in Ampelfarben
Alle Nutzer der Corona-Warn-App erhalten eine Bewertung in den Ampelfarben. Grün steht dabei für kein Risiko, Gelb für mittleres Risiko und Rot für hohes Risiko. Dem Betroffenen wird nur der Tag mit dem hohen Risiko einer Infektion mit Sars-Cov-2 genannt, nicht aber die exakte Uhrzeit. Falls man eine rote Lampe innerhalb der App sieht, bedeutet das, dass man sich mit dem regionalen Gesundheitsamt in Verbindung setzen muss oder den Hausarzt beziehungsweise den Bereitschaftsdienst 116 117 anrufen sollte.
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Das lokale Gesundheitsamt prüft dann jeden gemeldeten Fall einzeln und telefoniert die Kontakte der Person in den letzten 14 Tagen ab, um zu ermitteln, wie intensiv der jeweilige Kontakt mit der positiv auf COVID-19 getesteten Person war. Ein Datenaustausch mit den Gesundheitsämtern findet nicht über die App statt. Nur, wenn möglichst viele Smartphone-Nutzer die Corona-Warn-App verwenden, kann diese einen wirkungsvollen Beitrag zur Nachverfolgung der Infektionsketten leisten.
Corona-Warn-App: Theoretische Verknüpfung von Daten mit Apple-ID oder Google-Konto möglich
Die Corona-Warn-App nutzt Bluetooth und erfasst die Kontakte mit anderen Smartphones, die diese App installiert haben und nutzen. Alle Kontakte werden ausschließlich lokal auf dem jeweiligen Telefon gespeichert. So soll der Datenschutz gewährleistet sein. Infizierte können über die App andere Nutzer informieren, mit denen sie in den letzten Tagen Kontakt hatten.
Wie das Robert-Koch-Institut schreibt, benötigt die Corona-Warn-App immer ein eingeschaltetes Bluetooth beim Smartphone. Zudem sollte die Standortfreigabe erteilt werden, um ermitteln zu können, wo genau der Kontakt zu anderen App-Nutzer stattgefunden hat. Auf Android-Smartphones erscheint hierzu eine Abfrage beim Start der App. Die Standortfreigabe kann zudem von Google-Diensten verwendet werden.
Die Nutzung der Corona-Warn-App ist auch dann möglich, wenn man nach dem Start der App die Ortungsfreigabe entzieht. So wird weiterhin im Hintergrund die Risikoermittlung durchgeführt, jedoch wird der Nutzer dazu aufgefordert, die Standortfreigabe zu erteilen, um die volle Funktionalität der App nutzen zu können. Auf iOS gibt es keine entsprechende Nachfrage. Die Nutzung der offiziellen APIs von Apple und Google ermögliche es theoretisch, dass beide Hersteller nach einer Änderung der Schnittstelle in der Lage sind, den "Tagesschlüssel und RPIs mit einer geräte- (z. B. Werbe-ID) oder nutzerspezifischen Kennung (z. B. Apple-ID oder Google-Konto)" zu verknüpfen, wie das Robert-Koch-Institut zugibt. Rein technisch sei dies vom RKI nicht verhinderbar, so das Institut.
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Fakten zur offiziellen Corona-Warn-App der Bundesregierung:
- Die Corona-Warn-App steht für iPhones mit iOS-Version 13.5 oder höher zum Download bereit. So können die App prinzipiell alle Nutzer ab dem iPhone 6s oder neuer benutzen. Wer ein Android-Smartphone benutzt, muss mindestens Android 6.0 installiert haben, sowie ein Telefon mit Bluetooth LE verwenden.
- Die Nutzung der Corona-Warn-App soll dazu dienen, die Infektionsketten besser nachvollziehen zu können.
- Jeder Bürger kann frei entscheiden, ob er die Corona-Warn-App nutzen möchte oder nicht.
- Die Corona-Warn-App nutzt Bluetooth und erfasst die Kontakte mit anderen Smartphones, die diese App installiert haben und nutzen. Alle Kontakte werden ausschließlich lokal auf dem jeweiligen Telefon gespeichert. So soll der Datenschutz gewährleistet sein.
- Als Ergebnis bekommen die Nutzer der App eine Risikobewertung in Ampelfarben angezeigt. Grün steht dabei für kein Risiko, Gelb für mittleres Risiko und Rot für hohes Risiko.
- Bei einer Änderung der API könnten allerdings sowohl Apple, als auch Google die gesammelten Daten mit der Apple-ID und dem Google-Konto verknüpfen, gibt das RKI zu.

Das war auch kein Trick von Google sondern das Ergebnis davon dass Google schon seit Android 4.0 bemüht ist möglichst viele Funktionen unabhängig von der OS-Version über den Play Store selbst aktualisieren zu können. Eben weil die OEMs OS-Updates ja eher nachlässig durchreichen.
Da die Play Services aber keine Sonderrechte haben müsste das Tracking bei Android tatsächlich auch ohne die Google API möglich sein. Am Ende können die Play Services nämlich auch nur OS-APIs ansprechen.
Overcoming the iOS background Bluetooth limitations . Issue #4 . opentrace-community/opentrace-ios . GitHub
Nicht initiieren war etwas zu kurz gegriffen, das was man ohne die neue API machen kann reicht aber tatsächlich nicht für die volle Funktion im Hintergrundbetrieb.
Google hat das cleverer gemacht und die notwendige Schnittstelle heimlich in den Google Play Service, der unbemerkt von den Nutzern aktualisiert wird, integriert.
Schau dir bitte mal genau an welche Updates Apple für iOS 12 herausgebracht hat (bevor die Corona-App veröffentlicht wurde!).
Diese ermöglichen den Austausch auch mit unbekannter UID
Overcoming the iOS background Bluetooth limitations . Issue #4 . opentrace-community/opentrace-ios . GitHub
Nicht initiieren war etwas zu kurz gegriffen, das was man ohne die neue API machen kann reicht aber tatsächlich nicht für die volle Funktion im Hintergrundbetrieb.