Apple iOS 13.7-Update und Android ab Version 6: Corona-Tracing direkt im Betriebssystem

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Apple iOS 13.7 & Android ab Version 6: Corona-Tracing direkt in neue Betriebssysteme eingebaut (1)
Quelle: Areamobile

Apple und Google haben das Tracing-Framework überarbeitet und bauen das Corona-Tracing direkt ins Betriebssystem ein. Künftig wird es in vielen Fällen nicht mehr notwendig sein, eine Corona-Warn-App zu installieren, da das die Smartphones - auf Wunsch - automatisch machen.

Die Corona-Warn-App nutzt Bluetooth und erfasst die Kontakte mit anderen Smartphones, die diese App installiert haben und nutzen. Aktuell nutzen mehr als 17 Millionen Menschen in Deutschland die offizielle Corona-Warn-App. Allerdings muss man diese eben erst einmal auf dem Smartphone installieren. Nun geht Apple mit iOS 13.7 einen anderen Weg und baut das Corona-Tracing direkt ins Betriebssystem ein. So braucht es gar keine eigene App mehr, stattdessen können Gesundheitsbehörden selbst eine Konfigurationsdatei an Apple oder Google schicken, die etwa Informationen zur Risikoeinschätzung enthält. Lediglich zur Übermittlung eines positiven Corona-Tests ist noch eine App notwendig, wenn die Region das neue Framework nutzt. Das neue Tracing-Framework von Apple und Google erstellt anhand der Konfigurationsdatei eine eigene App.

Tracing in iOS-Version 13.7 und bei Google Android 6 auch ohne App möglich

Aktuell beinhalten alle iPhones ab iOS-Version 13.7 und alle Android-Smartphones ab OS-Version 6 das neue Framework. Zunächst nutzen nur die amerikanischen Bundesstaaten Maryland, Nevada, Virginia und Washington D.C die neue Funktion. Es ist unklar, wann Länder in Europa folgen. In unterstützten Regionen werden Smartphone-Nutzer gefragt, ob sie am Tracing teilnehmen wollen. In iOS befindet sich die Einstellung zur Kontakteverfolgung im Punkt Begegnungsmitteilungen und müssen vom Nutzer aktiviert werden. Zudem gibt es die neue Funktion namens Reisestatus, die grenzüberschreitende Warnungen vor Corona-Kontakten ermöglichen soll. Mit dem neuen Framework sollen noch mehr Menschen gewarnt werden, wenn sie sich in unmittelbarer Nähe zu einer infizierten Person aufhalten. Allerdings muss jeder Nutzer selbst dafür sorgen, dass die offizielle Corona-Warn-App weiß, dass man mit Sars-Cov-2 infiziert ist und an Covid-19 leidet. Für die Warnung, dass man sich 15 Minuten lang in der Nähe eines Infizierten aufgehalten hat, benötigen Smartphone-Nutzer aber nicht mehr eine offizielle Corona-Warn-App.

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In Deutschland ist bis auf Weiteres die offizielle Corona-Warn-App notwendig, die SAP und die Deutsche Telekom zusammen entwickelt haben. Alle Kontakte werden ausschließlich lokal auf dem jeweiligen Telefon gespeichert. Alle 10 bis 20 Minuten werden neue zufällige IDs generiert, die mit Smartphones in der Bluetooth-Reichweite anonymisiert ausgetauscht werden. So soll der Datenschutz gewährleistet sein. Infizierte können über die App andere Nutzer informieren, mit denen sie in den letzten Tagen Kontakt hatten. Die Information muss aber direkt von der positiv auf COVID-19 getesteten Person kommen und geschieht nicht automatisch.

In Deutschland: Smartphone-Nutzer entscheiden, ob Gesundheitsämter Zugriff auf Daten bekommen

Nur nach erfolgter Autorisierung durch das Gesundheitsamt können die Schlüssel mit den zuletzt kontaktierten Smartphones auf die Server hochgeladen werden. Hierzu muss der jeweilige Smartphone-Nutzer eine TAN eingeben und kann dann anonymisierte Daten hochladen. Ein Datenaustausch etwa mit den Gesundheitsämtern findet über die Corona-Warn-App nicht statt. Das Ergebnis eines Corona-Tests kann nur mittels Zugangscodes eingesehen werden, vorausgesetzt, das jeweilige Labor ist befähigt, einen QR-Code auszustellen. Auch kann die App selbst nicht auf den Standort des Telefons zugreifen.

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Ebenfalls lesenswert: Corona-Warn-App der Bundesregierung in weiteren Ländern verfügbar

Sammlung zum Corona-Tracing in iOS 13.7 und Android 6 ohne Corona-App:

  • Das neue Tracing-Framework von Apple und Google erstellt anhand der Konfigurationsdatei von Gesundheitsbehörden eine eigene Corona-App. Eine eigene Corona-App ist somit in vielen Fällen überflüssig. Aktuell beinhalten alle iPhones ab iOS-Version 13.7 und alle Android-Smartphones ab OS-Version 6 das neue Framework.
  • Zunächst wollen nur einige US-Bundesstaaten die neue Technik nutzen.
  • In Deutschland muss man weiterhin die offizielle Corona-Warn-App installieren, um Tracing nutzen zu können. Nur nach erfolgter Autorisierung durch das Gesundheitsamt können die lokal auf dem Smartphone erstellten Schlüssel mit den zuletzt kontaktierten Smartphones auf die Server hochgeladen werden. Letztlich entscheidet dies aber der jeweilige Nutzer des Telefons.

Quellen: Apple, RKI, Tagesschau

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    • Kommentare (2)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Gast1753909804
        16 Posts und nur dumm?
      • Von Gast1753909804
        16 Posts und nur dumm?
      • Von Gast1659561002
        achtung, gleich gehts los - ich mach schonmal popcorn.
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