App für Ergebnisse des Corona-Tests mit Telekom-Cloud - mit Sicherheitsbedenken

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App für Ergebnisse des Corona-Tests mit Telekom-Cloud (1)
Quelle: Deutsche Telekom

BS Software Development hat mit Laboren sowie Ärzten eine App entwickelt, die Menschen schneller über ihr Testergebnis beim Corona-Test informieren soll. Die Ergebnisse werden auf Servern bei der Deutschen Telekom gespeichert. In ersten Gebieten Deutschlands ist die App bereits im Einsatz. Golem.de sorgt sich um die Sicherheit der App.

Um zu ermitteln, ob man sich mit dem Sars-Cov-2-Virus infiziert hat, gibt es ärztliche Tests. Allerdings dauert die Auswertung aktuell oft mehrere Tage und dann erst muss manuell etwa per Briefpost oder Anruf das Testergebnis mitgeteilt werden. Das kann durchaus lange dauern. Um diesen Prozess zu beschleunigen, hat das Unternehmen BS Software Development mit Testlaboren und Ärzten eine kostenlose App entwickelt. Hier können getestete Patienten einsehen, ob sie mit dem Coronavirus infiziert sind oder nicht. Aktuell sollen rund 20.000 Corona-Tests auf diesem Wege ausgewertet werden und die Menschen über ihr Ergebnis in Kenntnis setzen. Auf der offiziellen Homepage gibt es auch Infos, welche Labore bereits die Corona-Patienten-App im Einsatz haben.

Bis zu 8 Stunden schnelleres Ergebnis - aber Sicherheitsbedenken

Laut Auskunft des Herstellers soll die App die Arbeit der Labore so unterstützen, dass die Ergebnisse bis zu acht Stunden schneller bekannt werden, als beim manuellen Verfahren. Ein Test mit der App läuft so ab, dass sich der Patient zuerst bei seinem Hausarzt meldet und ihm seine Symptome schildert. Dieser entscheidet dann anhand der Vorerkrankungen des Patienten, ob es einen Corona-Test gibt oder nicht. Falls es zu einem Test auf Sars-Cov-2 kommt, druckt der Hausarzt zwei Etiketten aus, wovon eines an ein Testlabor geschickt wird und das andere zum Patienten. Nun wird der Patient an ein Testzentrum für Covid-19 vom Hausarzt überwiesen, die dann den Test durchführen und den genommenen Abstrich mit dem Etikett an ein Labor schicken. Hier wird der Barcode eingelesen und das Ergebnis in der Telekom Healthcare Cloud gespeichert. In Echtzeit - so das Versprechen der Telekom - erhält der Patient dann in der App sein Testergebnis. Die Nutzung des digitalen Services ist sowohl für Ärzte, als auch Labor und den Patienten kostenlos.

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Es gibt allerdings Bedenken hinsichtlich der Sicherheit der Datenübertragung, wie unsere Kollegen von Golem ermittelt haben. Der Geschäftsführer von BS Software Development, Jürgen Bucher, meinte dazu, dass "die gesamte Kommunikationskette via End-2-End verschlüsselt" sei und daher ein Man-in-the-Middle-Angriff nicht funktioniere. Diese Aussage können unsere Kollegen aber widerlegen. Im Test wurde das Corona-Testergebnis via HTTPS ohne Zertifikatsprüfung übertragen, sodass ein Hacker hier einfach sich dazwischen schalten und das Ergebnis selbst abfangen könnte. Eine Manipulation des Testergebnisses ist jedoch so nicht möglich.

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Fakten zur Corona-Test-App:

  • Die Firma BS Software Development hat gemeinsam mit Laboren und Ärzten eine Corona-Patienten-App entwickelt, die kostenfrei genutzt werden kann. So sollen die Patienten in Echtzeit ihr Testergebnis übermittelt bekommen.
  • Den Test auf Covid-19 muss weiterhin der Hausarzt anordnen und den Patienten dann an ein Testzentrum überweisen, die den Abstrich machen und nach dem Versehen der Probe mit einem Barcode an ein Testlabor schicken.
  • Das Labor speichert dann das Testergebnis in der Telekom Healthcare Cloud und übermittelt das Ergebnis - angeblich - in Echtzeit an den App-Nutzer.

Quellen: BS Software Development, Deutsche Telekom, Golem

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