Mobilfunkmasten wegen Corona-Verschwörungstheorie zerstört
In Großbritannien sind mehrere Mobilfunkmasten angezündet worden. Vorausgegangen war ein Bericht der Daily Star, die über eine angebliche Verbindung zwischen 5G und COVID-19 berichtet hatte.
Weltweit hält die Erkrankung COVID-19 die Menschen in Atem und Medienvertreter versuchen bestmöglich darüber zu berichten. Im Internet gibt es jedoch auch noch weitere Informationsquellen wie etwa etliche Youtube-Kanäle und Webseiten. Wie einflussreich die Meinungsmache sein kann, zeigt ein Blick nach Großbritannien. Ein Bericht der Daily Star behauptet, dass der neue Mobilfunkstandard etwas mit der Ausbreitung vom Coronavirus zu tun hätte. Manche Menschen scheinen diesem Bericht Glauben zu schenken und haben infolge dessen mehrere Mobilfunkmasten angezündet, wie etwa in einem als authentisch eingestuften Video ersichtlich ist. Die Polizei untersucht den Brand der Masten in Aigburth, wie der Nachrichtensender BBC berichtet.
Kein wissenschaftlicher Zusammenhang zwischen 5G-Mobilfunknetz und COVID-19
Eine Verbindung zwischen dem Mobilfunknetz und der Viruserkrankung ist nicht nachgewiesen. Es gibt bei Weitem nicht genug Energie, um irgendwie die menschliche DNA anzugreifen. Allerdings haben Verschwörungstheorien aktuell Hochkonjunktur und vor allem durch die sozialen Netzwerke eine ideale, weil einfache Möglichkeit, mit Millionen Menschen geteilt zu werden. Im vorliegenden Fall wird behauptet, dass 5G das Immunsystem der Menschen schwäche und daher habe es SARS-COV-2-Virus leichter, die Personen zu infizieren, wie Daily Star behauptet. Nun kämpft die britische Regierung gegen diese Fake News. Kabinettsminister Michael Gove sagte, es sei "gefährlicher Unsinn". Die Organisation zur Überprüfung von Fakten namens Full Fact, entkräftet ebenfalls die Verschwörungstheorie.
"Die Organisation Full Fact hat die Behauptungen der Daily Star mit zwei spekulativen Theorien untersucht. Die eine suggeriert, dass 5G das Immunsystem unterdrückt, die andere behauptet, das Virus nutze irgendwie die Funkwellen des Netzwerks, um zu kommunizieren und Opfer zu sammeln, und beschleunige so seine Verbreitung.
Obwohl 5G andere Funkfrequenzen als seine Vorgänger verwendet, ist es wichtig zu erkennen, dass das betroffene Wellenband noch immer "nicht-ionisierend" ist, d.h. es fehlt ihm genug Energie, um chemische Bindungen in der DNA in unseren Zellen aufzubrechen und so Schäden zu verursachen.
Die zweite Theorie scheint auf der Arbeit eines Nobelpreisträgers zu beruhen, der vorgeschlagen hat, dass Bakterien Radiowellen erzeugen könnten." - Leo Kelion, Chefredakteur der Technik-Abteilung der BBC.
Mikrowellen und 5G sollen dem Körper schaden so Verschwörungstheoretiker
Der neue Mobilfunkstandard 5G war auch schon vor dem Coronavirus immer wieder in der Kritik. Viele Menschen befürchten, dass die Strahlung Schäden anrichten könnte. Grund ist eine Aussage der Weltgesundheitsorganisation WHO, die bereits im Jahr 2011 Mikrowellen als möglicherweise krebserregend eingestuft. Allerdings müsste dazu die sogenannte Leckstrahlung über einem bestimmten Niveau liegen. Für alle auf dem Markt erhältlichen Geräte mit Mikrowellen gilt, dass diese in einem Abstand von fünf Zentimeter zum Gerät fünf Milliwatt Strahlung pro Quadratzentimeter nicht überschreiten dürfen. Das Bundesamt für Strahlenschutz führt immer wieder Test durch, die die Einhaltung dieser Vorschrift überprüfen.
Mikrowellen in der Küche sind entsprechend abgeschirmt, sodass dem menschlichen Körper nichts passieren kann. Hierbei ist es unerheblich, ob das Küchengerät einwandfrei funktioniert oder defekt ist, noch nie habe man eine zu große Leckstrahlung gemessen, so Rüdiger Mathes vom Bundesamt für Strahlenschutz. Selbst Smartphones halten sich an diese Emissionsvorgaben, wie immer wieder getestet wird. Der Wert der Absorption wird dann im sogenannten SAR-Wert für jedes Modell angegeben. Jedes Gerät muss diesen Test bestehen, ehe es weltweit in den Verkauf kommt. Bei Mobiltelefonen gibt der SAR-Wert die maximal erreichbare Sendeleistung an, die jedoch abhängig vom Empfang auch deutlich geringer ausfallen kann. Je mehr Sendemasten es in einer Region gibt, desto geringer fällt die Sendeleistung aus, bei besserem Empfang für den Nutzer. Auch schnurlose DECT-Telefone, TVs, Radios und WLAN-Netze benutzen Mikrowellen und müssen sich dementsprechend an die Vorgaben halten.
Allerdings genügt alleine die Bemerkung der WHO aus dem Jahre 2011, um darauf aufbauende Verschwörungstheorien im Zusammenhang mit Mobilfunk aufzustellen. Immerhin sei ja die zur Verfügung stehende Leistung bei 5G höher als bei bisherigen Mobilfunkstandards. Von toten Vögeln, die vom Himmel fallen bis hin zur angeblichen Gedankensteuerung, scheint nichts undenkbar mit 5G. Keine einzige dieser Verschwörungstheorien ist wissenschaftlich nachgewiesen. Aber manche Menschen fürchten sich vor neuer Technik und teilen ihre Sorgen mit der Welt. Fakt ist, dass zwar 5G eine schnellere Übertragung von Daten erlaubt als etwa der Vorgänger LTE, aber das Wellenband nicht stark genug ist, um irgendwelche Schäden an einer DNA zu verursachen. Bis heute wurden keine schädlichen gesundheitlichen Auswirkungen durch die Nutzung von Mobiltelefonen festgestellt, wie die Weltgesundheitsorganisation WHO mitteilt. Wer dennoch Angst hat, sollte das Mobiltelefon möglichst weit weg vom Körper benutzen und etwa mit einem kabelgebundenen Headset telefonieren.
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Fakten zu brennenden Mobilfunkmasten wegen des Coronavirus:
- In Großbritannien sind mehrere Mobilfunkmasten angezündet worden. Vorausgegangen war eine Verschwörungstheorie, wonach 5G etwas mit der Ausbreitung des Coronavirus zu tun hätte.
- Angeblich sei das menschliche Immunsystem durch die Strahlung geschwächt.
- Tatsächlich sind die verwendeten Frequenzbänder aber gar nicht leistungsfähig genug, um irgendwelche Schäden an der DNA verursachen zu können.
- Zudem werden alle erhältlichen Geräte, die mit Mikrowellen arbeiten, etwa vom Bundesamt für Strahlenschutz getestet, ob die Endgeräte die geltenden Grenzwerte der Leckstrahlung einhalten.
- So gibt es keinen wissenschaftlich nachgewiesenen Zusammenhang zwischen Mobilfunk und COVID-19.
Quellen: BBC, BR, Falter, Full Fact, Süddeutsche Zeitung, WHO


Das ist jetzt ganz schön off topic geworden, aber egal. Beachtenswert ist das Thema schließlich trotzdem.
Hans-Georg Maassen - Chronologie einer Affaere - Politik - SZ.de
Der Fisch stinkt zwar vom Kopf zuerst, aber nicht vom Kopf allein. Die Blindheit auf dem rechten Auge ist ein Geburtsfehler des Verfassungsschutzes und wurde dort durch sämtliche Generationen weitergereicht.
Der VS ist selbstverständliche eine große Behörde und ich möchte nicht denjenigen Unrecht zu tun, die dort engagiert gute Arbeit leisten. Das Problem dürfte wie üblich sein, dass vorgewärmte Sitze nach Stallgeruch vergeben werden - jemand, der Unruhe in jene Strukturen bringt, in welchen es sich Viele so kommod eingerichtet haben, hat einen schweren Stand.
Auch von Maaßen hat man sich ja nicht bereits nach den ersten Anzeichen getrennt, die ihn eigentlich bereits als Kopf des VS unmöglich machten, sondern erst, als es gar nicht mehr anders ging. Das ganze System ist unglaublich träge.
Der NSU-Skandal zeigt doch ganz deutlich die Unfähigkeit und Verfassungswidrigkeit des Haufens.
Firmen wollen mit den Daten Geld verdienen, aber was will letztendlich der Staat mit den daten? Seine Interessen vertreten? Welche Interessen sind das? Die der Wirtschaft?
Gruß, fly