Intel Haswell-E: Core i7-5820K mit 28 PCI-Express-3.0-Lanes inoffiziell bestätigt
Im englischen techpowerup.com-Forum sind kürzlich die Download-Links zu digitalen Handbüchern von sieben X99-Mainboards aus dem Hause Gigabyte aufgetaucht, welche mittlerweile wieder offline genommen wurden. Nichtsdestotrotz ließ sich dort unter anderem die Verteilung der PCI-Express-3.0-Lanes entnehmen; der Core i7-5820K soll tatsächlich "nur" 28 Bahnen besitzen.
Schon Ende Mai tauchte erstmals das Gerücht auf, dass der Core i7-5820K als kleinster kommender Haswell-E-Prozessor"lediglich" 28 statt der üblichen 40 PCI-Express-Lanes nach 3.0-Standard zur Verfügung stellen könne. Dies dürfte spätestens mit Gigabytes digitalen Handbüchern von sieben X99-Mainboards als bestätigt gelten, welche zwischenzeitlich auf dessen US-amerikanischen Servern vorzufinden waren.
Dort ließ sich eine Bemerkung zur Nutzung eines Core i7-5820K finden, laut welcher der zweite PCI-Express-Steckplatz nur noch mit acht und der dritte gar mit vier Bahnen versorgt wird, sofern entsprechende Steckkarten genutzt werden. In der Summe macht das genau 28 Lanes, wohingegen die beiden größeren Brüder auf die üblichen 40 (2 × 16, 1 × 8) kommen. Einen Screenshot aus der Verteilung, die glücklicherweise im techpowerup.com-Forum verewigt wurde, finden Sie rechts in der Bildergalerie.
Folglich bringt Intel mit dem Core i7-5820K erstmals eine in dieser Hinsicht abgespeckte "EN"-CPU in den Endkundenhandel. Auch wenn man so nicht mehr mit dem günstigsten Modell ein vollwertiges Crossfire- beziehungsweise SLI-Gespann fahren kann, dürften nur die wenigsten Anwender wirklich Nachteile spüren: Eine einzelne Grafikkarte lässt sich genauso vollwertig nutzen, wie beispielsweise eine PCI-Express-/M.2-SSD mit acht Lanes. Der Sockel 1150 müsste hier schon auf 2.0-Lanes des PCHs zurückgreifen, da die CPUs nur 16 Bahnen zur Verfügung stellen können. Den i7-5820K gibt es mittelweile auch im europäischen PCGH-Preisvergleich.
Quelle: techpowerup.com
hab ich mir fast gedacht. Aber so ein 6-Kerner, da könnte man wieder etwas basteln...
Solange du nur spielst lohnt das nicht.
Ich bin ja echt am überlegen vom meinem 3570k auf den 5820k (oder evtl. 4930k, die "Nachteile" sind mir bewusst) zu wechseln. Würde sich dies "lohnen"? Ich würde dann aber gerne wieder 16GB Ram haben, wie jetzt auch.
So aber verwischen die Grenzen zwischen Mainstream und High End immer mehr.
...
Brauche ich persönlich die Lanes? Nein. Brauchen 90% der Konsumenten die Lanes? Wahrscheinlich nicht. Ist es eine dumme Praktik seitens Intel, die dank ihres quasi Monopols in dem Segment eben treiben was sie wollen? Ich denke ja.
Das ist sicherlich Geschmackssache.
Die Trennung zwischen überteuertem Enthusiast- und beschränktem Mainstream-Segment aufzuweichen kommt klar den Kunden zu gute, deren Bedarf in der bisher klaffenden Lücke liegt. Sicherlich hast du Recht und <10% der Konsumenten brauchen mehr als 16 Lanes wirklich, aber es brauchen auch <10% der Konsumenten mehr als 4 Kerne. Während sich der eine einen Sockel-1150-Hexacore in der bestehenden Lücke wünscht, würden andere (z.B. ich) eine Quadcore-Ausführung des 5820 bevorzugen.
"Dumm" ist die derzeitige Produktpolitik für beide Gruppen, aber auch eine Folge der Produktpalette: Intel bietet seit langem die EN-Plattform, deren DIE sich von den E/EP durch einen vereinfachten PCIe-Controller und etwas weniger Kerne und Cache unterscheidet. Setzt man ein derartiges DIE auf ein Sockel-2011-Package, um einen Mittelklasse-Prozessor für Single-CPU-Systeme anzubieten, entsteht eben der 5820K und kein 6-kerniger "4799K". Alles andere hätte von Intel eine komplette, teure Neuentwicklung verlangt. Ich persönlich war überrascht, dass die EN-DIEs überhaupt einen funktionsfähigen vierten Speicherkanal haben.
Na ja , man bekommt wofür man bezahlt.