Intel Core i7-10700K und Core i5-10400F: Ober- und Mittelklasse von Intel im Hands-On

Inzwischen sind weitere Comet-Lake-Prozessoren in der PCGH-Redaktion eingetroffen. Die Testkandidaten, Intel Core i7-10700K und Intel Core i5-10400F, überzeugen dabei mit hoher Spieleleistung und effizienter Architektur. Im Hands-On verschaffen wir Ihnen eine Übersicht über die Performance und stellen Vergleiche mit Intels Vorgänger Coffee Lake und AMD Zen 2 an.

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Intel Core i7-10700K und Core i5-10400F: Ober- und Mittelklasse von Intel im Hands-On
Quelle: PCGH
Wir bedanken uns herzlich bei ZedUp, welche uns den Intel Core i7-10700K und Core i5-10400F zum Testen zur Verfügung gestellt haben.

Wir haben das Eintreffen des Intel Core i7-10700K und Core i5-10400F genutzt, um auch mit dem Intel Core i9-10900K und Intel Core i5-10600K weitere Tests zu erstellen. Wer die Ausgabe der PCGH Print (07/20) oder unseren Online-Test gelesen hat, ist über Comet Lake bereits bestens im Bilde. Wir beziehen uns im erweiterten Test daher hauptsächlich auf die beiden neuen Testkandidaten, Intel Core i7-10700K und Core i5-10400F, und schicken sie gemeinsam mit dem Core i9-10900K und Core i5-10600K durch den Benchmark-Parcours. Dieser Online-Test ist nur ein Hands-On. Den finalen Test inkl. Spezial-Benchmarks, darunter IPC-Benchmarks, eine RAM-Skalierung und SMT-Benchmarks mit dem Core i9-10900K, plus Wertung lesen Sie in der kommenden PCGH Print 08/20, welche ab dem 01. Juli an jedem Kiosk erhältlich ist.

Intel Core i7-10700K und Core i5-10400F: Was ist neu?

Intels Zehnkerner Core i9-10900K ist tatsächlich eine Neuentwicklung auf dem Desktop-Markt, denn zehn Kerne mit 5,3 GHz im Boost gab es bisher nicht. Die anderen Modelle mit acht und weniger Kernen hingegen sind eher als Refresh der Core-i-9000-Modelle zu sehen, auch was die Leistung angeht. Beginnen wir mit dem Achtkerner Intel Core i7-10700K. Mit einem Basistakt von 3,8 GHz und einem Singlecore-Boost von 5,1 GHz sollte Ihnen dieser Prozessor fast bekannt vorkommen. Vom Core i9-9900K trennen diese CPU nur 200 MHz beim Basis- und 100 beim Boost-Takt. Intel hat dem Core i7-10700K ebenso wie dem Core i9-10900K eine TDP von 125 Watt und eine Speicherfreigabe bis DDR4-2933 mit auf dem Weg gegeben. Zudem darf ein 10700K den Boost für 56 Sekunden (Tau) auf bis zu einer TDP von 229 Watt hochfahren (10900K: 250 Watt). In Sachen L3-Cache (16 MiB) und iGPU (UHD Graphics 630) ist ein Core i7-10700K dann identisch zum Core i9-9900K - allerdings rund 100 Euro günstiger. Dank des leicht höheren Boosts ist die CPU etwas schneller als sein Vorgänger, der PCGH-CPU-Index bescheinigt dem 10700K eine rund zwei Prozent höhere Performance in Spielen. In Anwendungen reicht es dann allerdings nur für das Niveau eines (viel günstigeren) AMD Ryzen 7 3700X, welcher sich in Sachen Spielleistung ebenfalls nicht verstecken braucht.
Schlanke Acht- und Sechskerner sind aktuell sehr beliebt, wie beispielsweise der Intel Core i7-10700K und Core i5-10400F. Quelle: PCGH Schlanke Acht- und Sechskerner sind aktuell sehr beliebt, wie beispielsweise der Intel Core i7-10700K und Core i5-10400F. Die Achillesferse des Core i5-9400F ist die fehlende Fähigkeit für SMT, was den Prozessor in Anwendungen und einigen Spielen langsam machte. Genau hier setzt der neue Core i5-10400F an. Mit SMT, 300 MHz mehr Takt im Allcore-Boost und 200 MHz mehr Takt im Singlecore-Boost, wird der Core i5-10400F konkurrenzfähig zum AMD Ryzen 5 3600. Auch preislich unterscheiden sich die beiden CPUs nicht wesentlich voneinander. Beachten Sie bitte, dass Sie die CPU nicht übertakten "dürfen", da es sich nicht um ein Modell mit K-Suffix handelt. Das bedeutet natürlich auch, dass Sie nicht zwingend in ein teures Mainboard mit Z490-Chipsatz investieren müssen, außer Sie möchten den Core i5-10400F mithilfe von schnellerem Arbeitsspeicher etwas auf die Sprünge helfen. Mit einer TDP von nur 65 Watt und ohne iGPU agiert die CPU sehr effizient und eignet sich am besten für reine Spiele-PCs. Gegenüber dem Core i7-10700K fühlt sich der Core i5-10400F viel eher nach einer neuen CPU an, da Schwächen des direkten Vorgängers angegangen und beseitigt wurden.

Intel Core i7-10700K und Core i5-10400F: Benchmarks

Exemplarisch zeigen wir Ihnen vier Spielebenchmarks und eine Anwendung. Die Ergebnisse sprechen eine deutliche Sprache, zeigen sie doch auf, dass bereits der "kleine" Intel Core i5-10400F ausreichend schnell in Spielen unterwegs ist, um selbst eine Nvidia Geforce RTX 2080 Ti zu befeuern. Der Vergleich in Assassin's Creed Odyssey zeigt eindrucksvoll auf, was SMT ausmachen kann, wenn die Engine darauf Zugriff hat. Das macht den Core i5-10400F auch in Battlefield 5 sehr stark. In Anwendungen kann sich Intels neuer Hexacore deutlich vom Vorgänger absetzen und ein Core i7-10700K legt sich mit den Zen-2-Octacores an.

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PCGH Plus: Jedes Jahr erscheinen neue CPUs, die ihre Vorgänger in den Schatten stellen. Doch oft sind die "alten" Modelle noch immer schnell genug. Wir vergleichen übertaktete CPUs mit aktuellen Modellen wie dem Core i9-9900K oder Ryzen 9 3900X. Der Artikel stammt aus PC Games Hardware 05/2020.

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Intel Core i7-10700K und Core i5-10400F: Fazit

Insbesondere der Core i5-10400F hat uns überzeugt. Diese CPU trifft genau den Sweet Spot zwischen Preis, Leistung und Effizienz. Intel hat damit (endlich) ein Konkurrenz-Produkt zum AMD Ryzen 5 3600 am Start. Letzterer bietet in Form eines X570-Mainboard inkl. PCI-E 4.0 aber nach wie vor die aktuellere Plattform. Der neue Achtkerner, Core i7-10700K, lässt hingegen etwas vermissen. Nämlich etwas, das ihn besonders macht. Es ist ein Core i9-9900K mit anderen Namen, das zeigen auch die Testwerte. Aber das bedeutet auch, dass es eine sehr gute Gaming-CPU mit OC-Fähigkeit ist. Egal, für welche CPU Sie sich am Ende entscheiden, Sie sollten ein paar Jahre Ruhe damit haben; das zeigt auch die Entwicklung kommender Low-Level-APIs, welche CPUs viel effizienter ausnutzen.

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    • Kommentare (118)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von sonny1606
        Zitat von Optiki
        Naja, man hätte auch ein neues B560 Board oder ein H570 nehmen können, dann wäre auch Ram OC möglich gewesen. Ohne Ram OC schlägt sich die Cpu etwas schlechter gegen einen optimierten Ryzen 3600, aber natürlich immer noch gut. Für Ryzen kannst du auch 3000er oder 3200er Ram nehmen, nur profitiert AMD, sowie wie jeder Intel von schnellem Ram, deswegen wird 3600 CL16 empfohlen.

        Ob in 5 Jahren ein 11700kf auf einem H470 sinnvoll ist, ich glaube eher nicht. Lieber dann einen aktuellen 8 Kerner, auf aktueller Plattform kaufen.
        Stimmt aber h570 gab's da noch nicht. Und je nach Test Webseite ist mal der Intel schneller mal der Ryzen, im Mittel ergibt dies, das bei etwas gleich schnell sind. Daher habe ich mich für die Sparversion entschieden. Die 100€ Differenz investiere ich dann lieber in ein Tausch meiner gtx1070 gegen rtx3060 sobald die verfügbar ist. Derzeit spiele ich eh nur 2 Games, Post Sqriptum,da ist cpu+gpu schnell genug, und Star Citizen da läuft die CPU auf 50% die gpu auf 100%. Also muss ne neue gpu ran. Cpu ist vorerst Wurschd.
      • Von sonny1606
        Zitat von Optiki
        Naja, man hätte auch ein neues B560 Board oder ein H570 nehmen können, dann wäre auch Ram OC möglich gewesen. Ohne Ram OC schlägt sich die Cpu etwas schlechter gegen einen optimierten Ryzen 3600, aber natürlich immer noch gut. Für Ryzen kannst du auch 3000er oder 3200er Ram nehmen, nur profitiert AMD, sowie wie jeder Intel von schnellem Ram, deswegen wird 3600 CL16 empfohlen.

        Ob in 5 Jahren ein 11700kf auf einem H470 sinnvoll ist, ich glaube eher nicht. Lieber dann einen aktuellen 8 Kerner, auf aktueller Plattform kaufen.
        Stimmt aber h570 gab's da noch nicht. Und je nach Test Webseite ist mal der Intel schneller mal der Ryzen, im Mittel ergibt dies, das bei etwas gleich schnell sind. Daher habe ich mich für die Sparversion entschieden. Die 100€ Differenz investiere ich dann lieber in ein Tausch meiner gtx1070 gegen rtx3060 sobald die verfügbar ist. Derzeit spiele ich eh nur 2 Games, Post Sqriptum,da ist cpu+gpu schnell genug, und Star Citizen da läuft die CPU auf 50% die gpu auf 100%. Also muss ne neue gpu ran. Cpu ist vorerst Wurschd.
      • Von Optiki Software-Overclocker(in)
        Zitat von sonny1606
        Nicht nur Kühler, CPU war 63€ günstiger, H470Board war 10€ günstiger als b550, 3000er ram noch fast 30€ als der nötig 3600er für Ryzen. Sind in der Summe über 100€ Differenz und das wo Intel sogar in vielen Games schneller ist. Und wenn der mal in 5 Jahren am Limit ist, dann setz ich noch ne 11700kf drauf. Und pci3.0 reicht für eine rtx3080 auch locker aus. Aktuell habe ich ne gtx1070 und bin zufrieden.
        Denke die nächsten 7 Jahre reicht das. Hatte vorher einen I7 870...bin da sehr genügsam. In 7-10 Jahren springen ich dann auf ryzen 8600x und NV Rtx7060 16gb mit pci5.0 und DDR6.
        Naja, man hätte auch ein neues B560 Board oder ein H570 nehmen können, dann wäre auch Ram OC möglich gewesen. Ohne Ram OC schlägt sich die Cpu etwas schlechter gegen einen optimierten Ryzen 3600, aber natürlich immer noch gut. Für Ryzen kannst du auch 3000er oder 3200er Ram nehmen, nur profitiert AMD, sowie wie jeder Intel von schnellem Ram, deswegen wird 3600 CL16 empfohlen.

        Ob in 5 Jahren ein 11700kf auf einem H470 sinnvoll ist, ich glaube eher nicht. Lieber dann einen aktuellen 8 Kerner, auf aktueller Plattform kaufen.
      • Von sonny1606
        Zitat von Rainer B. Trug
        Also nur wegen einem Kühler sich für oder gegen eine Architektur zu entscheiden, finde ich jetzt zwar etwas blöde, aber dennoch ist der 10400 eine gute Wahl.

        Ich hatte hier vor knapp einem Jahr geschrieben, ne gute Brot-und-Butter-CPU und das ist sie heute bei 129€ mehr denn je. Und habe ich was gekauft? Nö, immer noch nicht. Meine Alternative wäre jetzt nur der 5600x gewesen, um einen kleinen Bums zu kriegen, aber 200-250€ Mehrkosten bei ~20% Mehrleistung fand ich auch affig (mal abzüglich der Mobo-Kosten beider Systeme). Oder doch vielleicht der 10600 für'n Fuffi mehr? Oder 10700 für 120€ mehr? Auch keine schlechte Alternative. Und dann guckste, was kommt denn überhaupt raus, was ich unbedingt spielen möchte? Was habe ich denn auf der Platte, was mit dem alten nicht mehr vernünftig läuft? Nichts.. deswegen bis heute nichts neues gekauft. Deswegen macht die Kiste hier jetzt in vier Wochen das sechste Jahr voll und geht in's siebte.

        Im Moment wird es aber wieder etwas konkreter bei mir und wenn es jetzt wirklich nochmal Intel werden würde, dann wirklich der 10700f. Schon mit dem 10400er würde ich wieder alles bis 2026 spielen können, aber die 8 Kerne ermöglichen vielleicht irgendwann bessere Minimum-Werte oder verlängern die Lebensdauer vielleicht sogar auf noch mehr Jahre. Immerhin daddele ich hier mit einem 4c/4t, von dem man mir schon 2015 abgeraten hat.
        Nicht nur Kühler, CPU war 63€ günstiger, H470Board war 10€ günstiger als b550, 3000er ram noch fast 30€ als der nötig 3600er für Ryzen. Sind in der Summe über 100€ Differenz und das wo Intel sogar in vielen Games schneller ist. Und wenn der mal in 5 Jahren am Limit ist, dann setz ich noch ne 11700kf drauf. Und pci3.0 reicht für eine rtx3080 auch locker aus. Aktuell habe ich ne gtx1070 und bin zufrieden.
        Denke die nächsten 7 Jahre reicht das. Hatte vorher einen I7 870...bin da sehr genügsam. In 7-10 Jahren springen ich dann auf ryzen 8600x und NV Rtx7060 16gb mit pci5.0 und DDR6.
      • Von Rainer B. Trug Freizeitschrauber(in)
        Also nur wegen einem Kühler sich für oder gegen eine Architektur zu entscheiden, finde ich jetzt zwar etwas blöde, aber dennoch ist der 10400 eine gute Wahl.

        Ich hatte hier vor knapp einem Jahr geschrieben, ne gute Brot-und-Butter-CPU und das ist sie heute bei 129€ mehr denn je. Und habe ich was gekauft? Nö, immer noch nicht. Meine Alternative wäre jetzt nur der 5600x gewesen, um einen kleinen Bums zu kriegen, aber 200-250€ Mehrkosten bei ~20% Mehrleistung fand ich auch affig (mal abzüglich der Mobo-Kosten beider Systeme). Oder doch vielleicht der 10600 für'n Fuffi mehr? Oder 10700 für 120€ mehr? Auch keine schlechte Alternative. Und dann guckste, was kommt denn überhaupt raus, was ich unbedingt spielen möchte? Was habe ich denn auf der Platte, was mit dem alten nicht mehr vernünftig läuft? Nichts.. deswegen bis heute nichts neues gekauft. Deswegen macht die Kiste hier jetzt in vier Wochen das sechste Jahr voll und geht in's siebte.

        Im Moment wird es aber wieder etwas konkreter bei mir und wenn es jetzt wirklich nochmal Intel werden würde, dann wirklich der 10700f. Schon mit dem 10400er würde ich wieder alles bis 2026 spielen können, aber die 8 Kerne ermöglichen vielleicht irgendwann bessere Minimum-Werte oder verlängern die Lebensdauer vielleicht sogar auf noch mehr Jahre. Immerhin daddele ich hier mit einem 4c/4t, von dem man mir schon 2015 abgeraten hat.
      • Von sonny1606
        Habe lange überlegt ob ich 3600 oder 10400f kaufen soll. Vorteil bei intel für mich war, dass ich meinen 10 Jahre alten und noch sehr guten scythe mugen 1.0 verwenden konnte. Konnte dann noch einen b-ware 10400f für 117 ergattern, damit war ryzen dann raus. Er läuft im allcore boost bei 4006mhz. Bin bisher sehr zufrieden mit intel.
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