Core Ultra 9 285K: Linux-Webseite testet Performance ein Jahr nach Release
Mehr als zwölf Monate nach dem Release des Intel Core Ultra 9 285K schaut sich eine Linux-Webseite die Performanceverbesserungen genauer an, die der Hersteller mit zahlreichen Patches erbracht haben will.
Vor etwas mehr als einem Jahr debütierte mit dem Core Ultra 9 285K das Spitzenmodell der neuen Arrow-Lake-Serie von Intel, die die sprichwörtliche Brechstange der vorigen Generationen wieder einpackte. Stattdessen verschrieb sich der Hersteller einer verbesserten Effizienz, die sich aber erst Monate später in ersten Nachtests richtig zeigte.
Auch die Webseite Phoronix hat sich nun einem solchen Nachtest verschrieben und sich die Performance des Core Ultra 9 285K unter Linux genauer angesehen. Abgesehen vom vorhandenen Linux-Fokus des Portals erfreut sich dieses Betriebssystem angesichts fragwürdiger Microsoft-Strategien aktuell ohnehin immer größerer Beliebtheit, sodass eine zeitgemäße Bewertung des Intel-Flaggschiffs folgerichtig erscheint.
Ein Jahr an Updates bringt spürbare Vorteile
Als Vergleichswert zieht Phoronix die mehr als 240 Linux-Benchmarks heran, die zum Launch des Core Ultra 9 285K im Oktober 2024 durchgeführt werden. Für möglichst aussagekräftige Ergebnisse veränderten die Tester hardwareseitig nichts: Die einzigen Unterschiede "bestehen auf Software-Seite mit dem neuesten Linux-Stack sowie dem Update auf das aktuelle BIOS für das Asus ROG Maximus Z890 Hero als Mainboard".
- In den zahlreichen Benchmarks des Core Ultra 9 285K ist ein Trend deutlich sichtbar: Intel ist es gelungen, die Performance des Arrow-Lake-Flaggschiffs spürbar anzuheben - Phoronix spricht von einer Leistungsverbesserung um durchschnittlich etwa 9 Prozent.
- Zeitgleich sank die benötigte Leistung: Statt durchschnittlich etwa 136 Watt benötigte der Core Ultra 9 285K für den Testparcours nur noch etwa 116 Watt. Die Tester führen dies auf Arbeiten am Zusammenspiel zwischen P- und E-Kernen im Kernel sowie weitere Optimierungen (etwa bei Thermald) zurück, die zu der verbesserten Energieeffizienz beitragen.
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Quelle: Phoronix

NICHT bei 250W Vollast oder Maximaltaktraten! Am Limit hat sich nichts geändert.
Die CPUs sind im Alltag schneller und effizienter geworden. Es werden aber weder höhere Maximaltaktraten erreicht noch hat sich an der TDP/PLimit irgendwas geändert.
Das ist etwas, was klassische Benchmarks (die nur Maximalleistung messen) in der Regel nicht abbilden können.
EDIT: Hier, es geht um sowas:
[Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]
Das ist klassische kleinere Teillast auf vielen Threads. In früheren Microcode-Versionen waren da die Auslastungen über die Kerne (siehe Grafik oben links) sehr zufällig verteilt, die Boosts und Spannungen höher, die Leistungsaufnahme höher.
Jetzt unterscheidet die CPU klar zwischen Hauptthreads und Nebenthreads, legt die mit viel Workload auf die P-Kerne (2 oben, 4 mitte, 2 unten im Diagramm), taktet diese so hoch dass sie gut ausgelastet sind aber nicht mit Gewalt höher und nutzt E-Kerne für nebensächlichere Aufgaben und das wenn möglich alle 16 Kerne in niedrigen effizienten Betriebspunkten.
Das Ergebnis ist in meinem Fall, dass die CPU für die gleiche Aufgabe wie früher noch 50-90W schwankend verbraucht statt 100+W, dabei um die 50-55°C rum bleibt, die Betriebsspannung unter einem Volt verharrt und all das ist genauso schnell, eher schneller als davor als übertrieben gesagt ein einzelner P-Kern bei 5,7 GHz und 90°C versuchte die Welt zu retten oder, bei angepassten Settings, die CPU schlicht nicht mehr über 3 GHz takten wollte/konnte.
Nicht alles davon ist Intel alleine "Schuld", da muss natürlich auch der Windows Scheduler mitmachen und ein paar Randbedingungen richtig eingestellt sein, ich wollte sowas nur mal zeigen zum verständnis worums im Alltag geht.
Das sind die Dinge die in der Realität wichtig sein können aber die so detailliert sind, dass sie in Benchmarks und Balken nie gezeigt werden.
Damit will ich sagen das das OC Potential doch auch mindestens um 10% höher sein sollte als vor den Updates?
In dem einen Spezialfall, wo ein zu kleiner Kühler dazu führt, dass selbst bevor der Maximaltakt (ab Werk) erreicht wird schon die Temperatur limitiert - ja. Dann kannste mit verringerter Leistungsaufnahme bei Teillast (denn nur darum gehts hier) höher kommen.
In allen anderen Fällen hat das hier mit OC-Potential rein gar nix zu tun. Weder ist die Leistungsaufnahme bei Vollast geringer, noch werden/wurden irgendwelche Grenzen von Maximaltaktraten oder dazu nötigen Spannungen verschoben.
das heißt es ist noch mehr Leistung drin.
wäre schon interessant zu wissen, inwieweit der Unterschied jetzt zwischen den zwei topprozessoren ist