Intel 200S Boost mit Core Ultra 5 265K im Test: Mehrleistung für alle?
Intel hat den sogenannten Intel 200S Boost für seine CPUs der Serie Core Ultra 200S ("Arrow Lake-S") mit K/KF-Suffix vorgestellt. Wir haben uns kurzerhand einen Intel Core Ultra 5 265K geschnappt, um dessen Auswirkungen auf die Leistung festzuhalten. Lohnt sich der Intel 200S-Boost für Spieler?
Intel 200S Boost im Test
Intel hat den sogenannten Intel 200S Boost für seine Hybrid-Prozessoren der aktuellen Serie Core Ultra 200S ("Arrow Lake-S") mit K/KF-Suffix, welche in unserem Nachtest eine exzellente Figur gemacht hatten, vorgestellt. Dieser soll bereits vorhandene OC-Features in einem neuen BIOS-Profil bündeln und unter Berücksichtigung der von Intel eingezogenen Limits innerhalb der Garantiebedingungen angewandt werden. Doch lohnt sich der Intel 200S Boost für Spieler?
Wie funktioniert der Boost?
Der Intel 200S Boost erhöht gewisse Parameter der CPU, ohne dabei aber die Taktfrequenz der Prozessorkerne anzutasten. Speicher-OC mit bis zu 8.000 MT/s, das entsprechend über Intel XMP 3.0 realisiert werden kann, ist jetzt erstmalig auch von der Herstellergarantie abgedeckt und verspricht erfahrungsgemäß die größten Leistungszuwächse.
Es ist das erste Mal, dass Intel eine Garantieabdeckung anbietet, welche offiziell auch Schäden an der CPU abdeckt, welche von einem Intel XMP ("Extreme Memory Profile") oder anderen OC-Features verursacht werden könnten. Der Intel 200S Boost erhöht dabei nicht nur den Speichertakt auf bis zu 8.000 MT/s, sondern übertaktet auch andere Parameter, wie die NGU ("Next Generation Uncore") und den Die-to-Die-Takt ("D2D") sowie den im Prozessor integrierten Speichercontroller, den sogenannten IMC ("Integrated Memory Controller").
Quelle: Intel
Intels neues "1-Klick-OC-Feature" erhöht den sogenannten Die-to-Die-Takt ("D2D"), welcher als Brücke zwischen den Compute- und SoC-Tiles dient, von 2,1 auf bis zu 3,2 GHz, während die NGU ("Next Generation Uncore"), welche für die Kommunikation zwischen verschiedenen Chip-Elementen wie den Prozessorkernen und Speichercontrollern verantwortlich ist, entsprechend um 600 MHz übertaktet wird. Das funktioniert ausschließlich mit entsprechenden Hauptplatinen mit Intel Z890-Chipsatz und BIOS-Update.
Der Boost besitzt klare Grenzen
Um den OEM-Partnern und Mainboardherstellern nicht zu viel Spielraum zu geben, zieht Intel auch entsprechende Leitplanken und Limits ein. Die entsprechenden Spannungsobergrenzen für VccSA (1,2 Volt), VDD2 (1,4 Volt), VDDQ (1,4 Volt) und VDD (1,4 Volt) können dabei nicht überschritten werden. Passiert das dennoch, wird der Intel 200S Boost deaktiviert und der Anwender findet sich im händischen OC-Modus wieder, ohne Garantie, versteht sich.
Der Intel 200S Boost ist dementsprechend für sich gesehen kein neues Overclocking-Feature, sondern bündelt die bereits vorhandenen OC-Funktionen in einem Featureset und verpasst diesem entsprechende Leitplanken, sodass Intel hierauf mit gutem Gewissen seine Herstellergarantie geben kann. Wunder sind also weniger zu erwarten.
Was leistet der Boost?
Um zu evaluieren, was der neue Intel 200S Boost imstande ist zu leisten, haben wir einen Intel Core Ultra 5 265K in insgesamt fünf aktuellen Spielen einem kleinen Kurztest unterzogen. Die Average-Fps stiegen dabei um 3 bis 5 Prozent, während die P1-Fps in der Spitze maximal um bis zu 6 Prozent anziehen konnten. Das ist ganz nett, aber nicht wirklich weltbewegend.
Mit dem neuen Intel 200S Boost können wir bis zu fünf Prozent mehr Fps messen. Da diese Werte im Rahmen der Herstellergarantie erreicht werden und diese entsprechend erhalten bleiben, ist das ein netter, kleiner Bonus, mehr aber auch nicht.
Unter dem Strich bleiben die Unterschiede jedoch so gering, dass man als Spieler keinen Unterschied bemerkt. Manuelles Tuning und händisches Overclocking sind und bleiben der Königsweg zur Optimierung der Leistung, gleichwohl theoretisch einhergehend mit dem Verlust der Herstellergarantie. - PCGH -
Auf die Leistungsaufnahme der CPU unter Last hat der Boost nur geringe bis gar keine Auswirkungen. Wir haben maximal fünf Watt zulasten des Boost-Modus gemessen, was absolut vernachlässigbar ist.
Fazit zum Intel 200S Boost
Spieler, welche die im Durchschnitt um 3 bis 5 Prozent höheren Fps "kostenlos" mitnehmen wollen und dabei ohnehin bereits über ein zumeist sündhaft teures DDR5-Speicherkit mit 8.000 MT/s verfügen, können den neuen Intel 200S Boost bedenkenlos aktivieren. Die Garantiebedingungen werden dabei nicht angetastet und der Anwender ist damit weitestgehend abgesichert. Händisches OC bleibt aber weiterhin der König.
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Viel interessanter wäre es gewesen was die Leute an Performance bekommen wenn man diesen Boost aktiviert und das mit bereits vorhandenen 8000er XMP vergleicht, wie es in der Praxis normalerweise vorkommt.
Niemand wird ein 8000er Kit kaufen und XMP nicht aktivieren und das dann mit JEDEC laufen lassen. Das passiert nur Leuten die nichtmal wissen wie sie XMP aktivieren - die wissen aber auch nichts von diesem Boost und wie man ihn aktiviert. Oder Leuten dessen 8000er XMP nicht stabil ist, daran ändert dann aber auch dieses Boost Ding nichts.
Insofern würde ich mir noch ein 8000er XMP im Vergleich wünschen neben diesem Boost. Dann kann man sagen was dieser Boost eigentlich bringt unabhängig vom im Regelfall sowieso bereits aktiviertem XMP.
Seit dem letzten IPO update soll ja PL2 jetzt bei 350w liegen bei Core Ultra 200S.
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