[Update: Battleforge wird abgestöpselt] EA schließt deutsches Studio Phenomic: Aus für den Spellforce-Erfinder
Electronic Arts hat laut Medienberichten das Studio Phenomic geschossen, das zuletzt an Command & Conquer: Tiberium Alliances gearbeitet hat. 60 Mitarbeiter werden neue Jobs suchen, während sich die Frage stellt, wie es mit dem Browsergame weitergehen wird.
Update vom 06.09.2013
Schon vor einigen Tagen gab es ein Update zum Thema Phenomic bzw. Battleforge. Electronic Arts gab bekannt, das Sammelkarten-Strategiespiel am 31. Oktober 2013 zu schließen und alle Dienste abzuschalten. Bei einem reinen Multiplayer-Titel bedeutet das natürlich, dass Battleforge ab Ende Oktober nicht mehr spielbar ist.
In der Stellungnahme heißt es: "Die Entscheidung, ältere Spiele aufzugeben, ist niemals einfach. Wir hoffen, euch hat Battleforge genauso viel Freude bereitet, wie es uns bei der Entwicklung bereitet hat. Wir möchten uns recht herzlich bei all unseren leidenschaftlichen und engagierten Spielern bedanken, welche Battleforge in den letzten vier Jahren unterstützt haben". Das Team von Battleforge empfiehlt noch vorhandene Ingame-Währung bis zum 31. Oktober auszugeben. Die Aussage von Mitte Juli haben wir Ihnen noch einmal gefettet hervorgehoben.
Update vom 16.07.2013
Der Global Community Manager David Erhard hat eine Stellungnahme im Forum von Battleforge veröffentlicht, das wir an dieser Stelle in voller Länge abdrucken: "Leider ist es wahr, dass Phenomic von der internen Umstrukturierung seitens EA getroffen wurde und den Betrieb unter EA einstellen wird. Wir möchten euch jedoch versichern, dass EA plant, BattleForge, Lord of Ultima und C&C: Tiberium Alliances nicht abzuschalten und weiterhin betrieben möchte. Das Phenomic-Team unterstützt EA hierbei, so gut es kann. Die genauen Details des weiteren Vorgehens sind zu diesem Zeitpunkt noch nicht bekannt und werden sich in den kommenden Wochen herauskristallisieren. EA hat jedoch keinerlei Ambitionen, sich komplett aus dem Free-to-Play-Bereich zurückzuziehen. Wir halten euch natürlich auf dem Laufenden, sobald sich die Dinge im Laufe der kommenden Wochen geklärt haben. Uns von Phenomic erweist ihr die größte Ehre, wenn ihr einfach weiter BattleForge genießt!"
Randnotiz: Auf der Webseite von Phenomic wird übrigens immer noch nach neuen Mitarbeitern gesucht.
Originalartikel vom 12.07.2013
EA hat das deutsche Studio Phenomic geschlossen, wie Games Industry unter Berufung auf zuverlässige Quellen berichtet. Das Studio mit 60 Angestellten wurde 2006 von Electronic Arts übernommen und entwickelte unter deren Aufsicht Battleforge, Lord of Ultima und Command & Conquer: Tiberium Alliances. Zuvor machte man sich mit der Spellforce-Serie einen Namen. Phenomic gehört zu den wenigen deutschen Studios, die auch international bekannt geworden sind. Zwar gibt es keine Details zur Schließung des Studios, aber Phenomic ist gewiss Opfer der Sparmaßnahmen, die EA nach dem schlechten letzten Geschäftsjahr angekündigt hat. Der Publisher schrieb tiefrote Zahlen und kündigte Umstrukturierungen an. Sogar der CEO räumte seinen Posten.
Die 60 Angestellten von Phenomic, nahe Ingelheim am Rhein zuhause, werden sich nun neue Arbeitsplätze suchen müssen. EA wollte die Situation nicht kommentieren, dementierte aber auch nicht. Man verweist lediglich auf das Maßnahmenpaket, das EA profitabler machen soll. Offenbar hat man auch keine internen Stellen für das Personal offen. Wie es mit Command & Conquer: Tiberium Alliances weitergeht, ist ebenfalls nicht geklärt. EA will auch in Zukunft F2P-Spiele anbieten, aber neue Inhalte dürfte es für den C&C-Titel kaum geben, da bereits der F2P-Nachfolger in den Startlöchern steht. Der wird dann aber nicht mehr im Browser laufen - EA setzt auf die Frostbite-Engine des ursprünglich als Retail-Titel geplanten Strategiespiels.
Quellen: 24/7, Games Industry
In der Galerie: Made in Germany: Die wichtigsten PC-Spiele aus Deutschland

Echt Schade um Phenomic. Hoffentlich setzen sich die Jungs zusammen und gründen ein neues Studio.
Battleforge ist außerdem ein richtig gutes Spiel. Schade, dass es keinen Nachfolger geben wird...
es wird zeit das die deutsche entwickler-szene reagiert.
es kann nicht sein das internationale publisher die deutschen studios aufkaufen, ausbluten lassen und dann schließen und die leute auf die straße setzen!
ein deutscher publisher, der als gGmbH arbeitet (der gewinn fließt nahtlos in neue spiele...) sammelt einfach alle deutschen studios unter einem dach und vertreibt ihre spiele. egal ob crytek oder ein indi-entwickler, der allein von zu haus aus arbeitet. die vermarktung im ausland können ja partnerfirmen vor ort übernehmen. das würde die großen "ubischrott", "(E)cht! (A)bgang?" und andere flachzangen n bissl ausbremsen.
DEUTSCHE COMPUTERSPIELE SIND DEUTSCHES KULTURGUT UND MÜSSEN AUCH SO BEHANDELT UND GEFÖRDERT WERDEN!
Meine Güte...EA hat mittlerweile dermaßen schlechtes Karma....wenn wir in einem Rollenspiel wären, müsste jedes vernunftbegabte Wesen mit guter Gesinnung das EA Management sofort auf Sichtkontakt angreifen
EA = elegant abserviert
überrascht mich nicht, da geht auch nix mehr vorwärts...