C&C Remastered im Techniktest mit CPU-Benchmarks: Alte Liebe, frisch geschminkt [Update: 10900K, 10700K, 10400F]
Jetzt aktualisiert: Die C&C Remastered Collection ist auf Steam und Origin erschienen. Electronic Arts und Westwood-Veteranen spendieren dem Strategie-Klassiker eine grafische Frischzellenkur, belassen jedoch das Kern-Gameplay beim Alten. Das Paket kostet knapp 20 Euro und umfasst neben C&C 1 auch Red Alert plus alle drei Erweiterungen - inklusive Boni wie Galerien mit unveröffentlichtem Videomaterial sowie über 7 Stunden der neu gemasterten Musik von Frank Klepacki. Wie viel vom alten C&C steckt noch im Remaster? PCGH hat's getestet und präsentiert außerdem Benchmarks.
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Update vom 08.06.2020: Comet Lake-S ist eingetroffen - wir haben den Intel Core i9-10900K, Core i7-10700K, Core i5-10600K und Core i5-10400F zu den CPU-Benchmarks hinzugefügt. Die Ergebnisse zeigen, dass eine erhöhte Taktfrequenz sowie niedrige CPU-interne Latenzen die Framerate noch weiter steigern können, obwohl die Engine mit mehr als vier Threads nicht umgehen kann. Sie finden die Werte wie gewohnt weiter unten.
Willkommen zurück, Commander. Mit diesen Worten begrüßt Sie EVA - und alte Fans bekommen glasige Augen. In der C&C Remastered Collection sind Command & Conquer: Der Tiberiumkonflikt, Command & Conquer: Alarmstufe Rot und die drei dazugehörigen Erweiterungen (Der Ausnahmezustand, Gegenangriff und Vergeltungsschlag) enthalten. EA bezeichnet die Remastered Collection als "Gemeinschaftsprojekt von EA und einigen der damaligen Westwood-Teammitglieder, die jetzt bei Petroglyph arbeiten". Des Weiteren sind die Missions-CDs von den Konsolen-Versionen enthalten, Sie dürfen sich als PC-Spieler also erstmalig auf unbekannte Pfade begeben. Der Remaster wurde vom Studio Petroglyph realisiert, welche auch für Spiele wie Star Wars Empire at War und Grey Goo verantwortlich zeichnen.
Die treue C&C-Community war laut EA "maßgeblich an den geforderten Verbesserungen beteiligt", wie der überarbeiteten Benutzeroberfläche, der modernisierten Steuerung und einem Karteneditor. Der Mehrspielermodus soll komplett neu entwickelt worden sein, um ein modernes Online-Erlebnis zu garantieren. Benutzerdefinierte Spiele, 1-gegen-1-Gefechte, Elo-basierte Spielersuche, Bestenlisten, Replays und vieles mehr stehen zur Verfügung. Um der Community Rechnung zu tragen, enthält die Collection sehr viel Bonusmaterial, welches sich durchs Spielen freischalten lässt. Sie erwarten Original-Aufnahmen der Schauspieler für die ersten C&C-Teile und weitere Goodies, welche wir Ihnen nicht verraten möchten.
Quelle: PCGH
Die Übersichtskarte bei Alarmstufe Rot. Auch hier wurde die Grafik verbessert.
C&C Remaster: Das neue Gameplay (für alte Hasen)
Das Wichtigste zuerst: Das Gameplay, das Spielgefühl, ist unverändert. Wenn Sie den Remaster zum ersten Mal starten, sehen Sie bereits das komplett neu modellierte, aber originalgetreue Intro, das neue Hauptmenü und die Optionen. Sobald Sie die Kampagne starten, folgt das gewohnte Briefing und dann finden Sie sich plötzlich im Originalspiel von 1995 wieder. Verwundert schicken Sie die ersten Einheiten Die PCGH-C&C-Veteranen sind entzückt!
umher, dann blinkt unten eine Anzeige auf, die uns bittet, die Leertaste zu betätigen, was wir prompt erledigen. Von jetzt auf gleich erstrahlt das Spiel in der Remaster-Optik. Felsen und Bäume wirken dank glaubhafter Schattierung deutlich plastischer, Soldaten haben jetzt sichtbare Augen, wo sich vorher drei Pixel (es sind wirklich nur drei Pixel!) zeigten, Gebäude zeigen feine Details, die vorher nicht sichtbar waren, und sämtliche Animationen laufen viel flüssiger ab. Die Entwickler haben sich dabei bemüht, den originalen Look beizubehalten und diesen sinnvoll zu erweitern. Die PCGH-C&C-Veteranen sind entzückt! Weitere Dinge wurden im Detail verändert: Flugeinheiten erscheinen nun auf dem Radar, Credits werden in 1-Schritten und nicht wie vorher in 25-Schritten gutgeschrieben und es vor dem Start jeder Mission möglich, einen Schwierigkeitsgrad in drei Stufen auszuwählen.
Vergleich Original vs. Remaster
Vergleich Original vs. Remaster 2
Vergleich Original vs. Remaster 3
Es gibt neue Funktionen, die vor allem für mehr Komfort sorgen. Dazu gehört vor allem das Scrollen mit gedrückter rechter Maustaste und das Zoomen, wie man es aus vielen modernen Strategiespielen kennt. Wer möchte, lässt sich auf Wunsch die Gesundheit der Einheiten permanent anzeigen und aktiviert zudem die Einheiten-Warteschlange. Der Remaster lässt sich aber auch vollständig im klassischen Modus spielen. Das gilt sowohl für den Tiberiumkonflikt, als auch für Alarmstufe Rot. Beide Teile nutzen die gleiche Engine und haben die gleiche Verbesserung erfahren. Im Kern-Gameplay sind beide Spiele aber noch immer wie damals. Einige der Bugs haben es sogar ins Remaster geschafft, beispielsweise wenn eigene Einheiten dem Angriffsbefehl nicht folgen wollen. Und ja, die Sammler sind immer noch so ungeschickt und fahren blindlinks ans Ende des Tiberiums- beziehungsweise Erz-Feldes, oder in die Hände der Gegner.
C&C Remaster: Systemanforderungen
Die offiziellen Systemvoraussetzungen für die C&C Remastered Collection sind relativ human. Lediglich der nötige Speicherplatz auf dem Datenträger fällt mit 32 GByte recht üppig aus. Ansonsten sollen minimal und empfohlen schon 4 GiByte Arbeitsspeicher ausreichen. Auch bei der Grafikkarte kriegt man keine schlaflosen Nächte; Minimal werden Radeon HD 5570 bzw. Geforce GT 420 genannt, empfohlen werden Radeon HD 7850 bzw. Geforce GTX 660. Lediglich bei den Prozessoren wird es teilweise neuzeitlich: Während minimal noch ein Athlon 64 X2 4600 bzw. ein Core 2 Duo E4600 reichen, lauten die Empfehlungen Ryzen 7 1700 bzw. Core-i5 4690K. Als API kommt modernes Direct X 11 mit GPU-Beschleunigung und Vsync-Option zum Einsatz - und nicht etwa ein DOS-Wrapper, wie ihn sich vielleicht so mancher Retro-Fanatiker gewünscht hätte. ;-)
C&C Remaster: Benchmarks
Die PCGH-Redaktion hat sich im Vorfeld Gedanken gemacht, ob Benchmarks bei einem im Kern derart alten Spiel sinnvoll sind. Nach einigen Tests an verschiedenen Rechnern haben uns dann allerdings dafür entschieden, da nicht nur die Kampagne, sondern auch ein neuer Online-Multiplayer enthalten ist. Da das Spiel selbst in der Ultra-HD-Auflösung noch CPU-limitiert ist, haben wir in dieser Auflösung die Daten erhoben. Als Benchmark dient uns eine Nod-Mission der Erweiterungs-CD "Der Ausnahmezustand", namentlich "Belagerungszustand". Diese Mission eignet sich gut, da wir von feindlichen Einheiten umstellt sind und viele Mittel zur Verfügung haben, um eigene Soldaten auf die Beine zu stellen. Mit einer kleinen Armee greifen wir dann den Gegner an. Die ursprüngliche Idee, eine via Map Editor selbst erstellte Karte mit reichlich Ressourcen für eine gigantische (Worstcase-)Schlacht heranzuziehen, mussten wir leider verwerfen, da C&C Remastered hier das Speichern (aus unbekannten Gründen) verwehrt.
Die verbaute Geforce RTX 2080 Ti ist selbst bei über 800 Fps noch nicht am Limit, sodass die CPUs ihr volles Potenzial zeigen können. Da es sich um ein Spiel mit Nostalgie-Faktor handelt, haben wir das CPU-Lager auf den Kopf gestellt und ein paar alte Prozessoren zum Vergleich hinzugefügt. Mehr als vier CPU-Kerne kann die Engine nicht benutzen, was zählt ist eine möglichst hohe Taktfrequenz. Wer allerdings noch immer auf einen sehr alten PC setzt, wird mitunter einige Ruckler in Kauf nehmen müssen. Wir empfehlen mindestens einen Prozessor ab der zweiten Core-Generation zu nutzen, dann sind Sie auf der sicheren Seite. Bei AMD entspricht das den von den Entwicklern empfohlenen Ryzen-Prozessoren der ersten Generation.
Interessant: Mit einem CPU-Kern startet das Spiel zwar, läuft dann jedoch miserabel. Die Ergebnisse des Core 2 Duo E6600 und Core 2 Quad Q6600 zeigen, dass die überarbeitete Engine tatsächlich mit bis zu vier Threads skaliert. Dennoch ist das Spiel, wie bei den Minimalanforderungen angegeben, mit einem 15 Jahre alten Dualcore spielbar. Blickt man hingegen auf die Top-CPUs im Benchmark, fällt noch etwas auf: Der Ryzen 9 3900X unterliegt dem Ryzen 3 3300X. Letzterer liefert C&C Remastered genau das, was es braucht: vier schnelle Kerne und einen hohen Turbo. Der große 3900X boostet einerseits nicht so hoch und krankt in Sachen Min-Fps an der Latenz, welche zwischen den via Infinity Fabric verbundenen Chiplets auftritt - das ist jedoch nur eine Vermutung und absolut nicht spielentscheidend.
Des Weiteren hat uns interessiert, wie eine im Verhältnis zur RTX 2080 Ti schwache Grafikkarte im Remaster performt. Wir haben dazu eine GTX 1050 eingebaut. Wie Sie in den Benchmarks oben sehen, erreicht ein AMD Ryzen 7 3700X mit der RTX 2080 Ti rund 255 Bilder pro Sekunde. Dieser Wert fällt mit der GTX 1050 auf rund 179 Fps zurück - in UHD wohlbemerkt. Sie brauchen sich also um die GPU-Anforderungen der C&C Remastered Collection keine Gedanken zu machen.
Quelle: PCGH
Für den Abschluss einer Mission erhalten Sie eine Belohnung in der Bonusgalerie. Hier haben die Entwickler mühevoll altes Videomaterial aufgearbeitet und zur Verfügung gestellt.
C&C Remaster: Fazit
Wir hatten beim Spielen des Remaster viel Spaß und geben jede Form der Entwarnung. Egal, ob Sie den Tiberiumkonflikt oder Alarmstufe Rot spielen, Sie bekommen mit der C&C Remastered Collection den gleichen Spielspaß wie schon vor 25 Jahren, allerdings im neuen grafischen und sehr hübsch anzusehenden Gewand. Die Bonusgalerie motiviert zum Weiterspielen und die zusätzlichen Missionen liefern frischen Wind neben den Kampagnen. In der Bildergalerie unterhalb haben wir noch weitere Eindrücke für Sie festgehalten, dennoch raten wir allen Fans und solchen, die sich fragen, was die alten Herren da anbeten, dazu, die fairen 20 Euro zu investieren. Dabei ist die Steam-Variante vorzuziehen, denn diese bietet Workshop-Support und somit komfortablen Zugriff auf einen unendlichen Vorrat an neuen Maps und Mods. In diesem Sinne: Wiederseh'n, dankeschöön!
P.S.: Wir brauchen Silos!

Auch wenn ich die unzensierte Version habe, aber mega altbacken sie trotzdem und verdient auch ein Remaster/Remake.
C&C Generals FTW!
Aber bei den Einheiten empfinde ich die Wegfindung nicht mal als Bug, sondern vielmehr als Herausforderung um den Unterschied zwischen guten und schlechten Spielern zu beweisen. Es kommt eben darauf an, dass man es nicht nur mit der Maus kann, sondern auch die ganzen Tastaturbefehle beherrscht, Gruppenbildung, Ansicht auf Gruppe und dann die Koordination des ganzen. Klar, wenn man mal mit 5 Schützen die Karte erkunden will, dann wäre es schöner sie laufen intelligentere Wege, aber gerade bei Angriff und Verteidigung empfand ich dies (für mich) immer als Vorteil, wenn ich gleichzeitig zwischen den Truppen hin und herspringen konnte, Einheiten zu Gruppen und in festen Formationen auflaufen lassen konnte. Bspw. die von Mammuts umkreisten V2 Raketenwerfer, die so massig Schaden anrichten konnten, da sie eben in einer guten Formation außerhalb der Reichweite der gegnerischen Panzer waren. Ach, ich merk schon wieder, das lange Wochenende wird sich wohl lohnen
Sehr gut ist die neue HD-Grafik und dass man auch mit Leertaste "live" umstellen kann. Ich stell durchaus öfter mal auf "Retro". Macht auch Spaß, vor allem weil man ja trotzdem die hohe Auflösung behält und von "weit weg" draufschauen kann (was noch wichtiger ist als die HD-Texturen aus meiner Sicht).
Einzige Verbesserungsmöglichkeit die ich mir noch gewünscht hätte wäre eine OPTIONALE verbesserte KI der Einheiten. Gut, der Sammler darf von mir aus gerne auch weiterhin in die gegnerische Basis fahren... das ist ja quasi Kult... aber wenn ich 20 Einheiten markiere und über eine Brücke schicke dann fände ich es schon schön wenn die alle ihren Weg finden und nicht 5 Einheiten anfangen außenrum zu fahren. In diesem Punkt muss ich sagen waren meine an damals Erinnerungen wohl etwas verklärt... oder war das damals "normal"... ich glaube man war damals so vom Spiel an sich geflasht dass einem das gar nicht negativ aufgefallen ist. Es war ja damals schon wahnsinn, dass man 20 Einheiten gleichzeitig markieren konnte (ohne Witz, die jüngeren hier können sich das wohl gar nicht vorstellen... ja, das "Rahmen-Ziehen" um Einheitenverbände war damals noch relativ neu und es gab Spiele, die diese Funktion NICHT hatten)...
Ansonsten alles super, da hat EA ein super Paket geschnürt. Fairer Preis, viel Spiel für relativ wenig Geld, super Sound-Remix in High Definition, gut überarbeitete Videosequenzen, nicht zu viel verfälscht und nicht zu wenig verbessert (bis auf KI), Bonusmaterial motiviert auch zum weiterspielen...
WOW, ich hätte nicht gedacht, dass ich EA mal für irgendwas loben werde...
Ja, geil das sie das Spiel neu aufgelegt haben und es scheint technisch ja wirklich vernünftig umgesetzt zu sein. Endlich werden CPUs ausgelastet und ich habe es bisher, trotz schon einiger Mammuts und Teslas auf großen Karten nicht in einen echten C&C typischen SlowDown geschafft. Die API scheint erstmal sehr gut zu sein.
Aber von echten 4K Auflösungen habe ich mir dann doch etwas mehr erhofft. Klar sieht alles viel schöner aus und vieleicht mag es auch gute Gründe geben, warum es eben nicht besser aussieht. Aber ich muss ganz ehrlich sagen, dass mich im direkten Vergleich, der wirklich schön umzusetzen ist (Leertaste drücken reicht ja schon) die angebliche 4K Auflösung jetzt nicht so flasht, wie ich erwartet hatte. Vieleicht waren aber auch meine Erwartungen zu hoch.
Aber dennoch freue ich mich auf wilde LANs und Multiplayer Gefechte auf eigens erstellten Karten, dabei fällt mir ein, dass ich noch zu tausenden Maps habe, kann man die eigentlich nutzen? Denkbar wäre es ja, da die Maps ja nur aus "Bausteinen" bestehen und so die Texturen grds. vorhanden sein müssten. MaxMoney und 2 vs 1 Maps waren immer mein Lieblingssetting, Schwiegervater und Onkel als Gegner waren auch schaffbar, insbesondere wenn man es geschafft hat, einen Alliertenbauhof zusätzlich zu seinem Sowjet zu ergaunern oder in einer Kiste zu finden. Wir haben immer ohne Superwaffen gespielt und da waren schon einige sehr geile und vor allem gefühlt unendlich lange Schlachten dabei. Das werden wir diesen Sommer auf jeden Fall wiederholen, wenn dann endlich die Engine hält haben sich die 60 EUR für drei Exemplare auf jeden Fall sofort gelohnt