Comet Lake S: Vier Modelle in Asien gebencht
Zu Comet Lake S wurden vier Modelle in Asien gebencht. Allerdings sollte man mit den Werten vorsichtig sein, denn es sind vor allem Engineering Samples ohne finale Taktraten. Ob die 10. Generation im April kommt oder nicht, ist derzeit schwer zu sagen.
Mit Comet Lake S will Intel noch dieses Jahr eine neue Generation von Desktop-Prozessoren auf den Markt bringen. Wann die kommen, kann in Zeiten der Corona-Krise wohl außer Intel noch niemand so genau sagen. Dass es die Prozessoren gibt, zeigen nun aber Benchmarks aus Asien, wo gleich mehrere Modelle vorliegen. Das Problem bei den Benchmarks ist, dass sie kaum aussagekräftig sind. Die in Asien umlaufenden Modelle sind teils Engineering Samples mit anderen Taktraten als die Retail-Produkte.
Es zeigt aber, dass es durchaus Silizium gibt, dessen Release im Sommer über die Bühne gehen könnte. Gebencht wurde auf einem Dell-Mainboard mit B460, 16 GiB DDR4-4133 (@2666) und Windows 10. Für die integrierte UHD 730 soll es derzeit keine Treiber geben. Da sich kaum etwas zur UHD630 geändert haben wird, käme man wohl auch mit alten Treibern weg, aber das ist am Ende dann auch wieder nicht aussagekräftig.
Die Bencher teilen zudem ein paar Erkenntnisse aus dem Testlauf mit dem Comet Lake S - es sind die Modelle 10400, 10500 ES, 10600K und 10700 ES. Interessant ist der Blick auf den 10400, um ihn etwa mit dem beliebten 9400F zu vergleichen. Mehrwert ist Hyper Threading und in finalen Produkt etwas mehr Takt neben den üblichen Architektur-Optimierungen. Wobei man fairerweise eigentlich beide F-Modelle vergleichen sollte. Das was an der Architektur passiert ist, zeigt der 10700, der schon beim 9900K anklopft. Man sollte auch noch nicht die Substratdicke final bewerten, aber offenbar gibt es auch Modelle mit noch dünnerem Substrat als das von Coffee Lake.
Auch lesenswert: Comet Lake-S doch schon im April? Neue Gerüchte zu Vorstellung und Release des Ryzen-3000-Gegners
Letzte Gerüchte sagten, dass es im April losgehen soll. Ob es dabei bleibt, wird sich zeigen. Die Fertigung der Prozessoren dürfte nicht das große Problem sein. Mehr schon die neuen Mainboards. Und davon abgesehen ist es auch eine ökonomische Entscheidung, in der Corona-Krise eine neue Generation Prozessoren zu bringen. Im Endkundenmarkt, gerade bei Enthusiasten, wird es einigermaßen laufen. Im Mainstream-OEM-Markt und im Geschäftsumfeld wird man so seine Mühe haben.

Wo ist denn jetzt das Problem?
klar, die CPU kann übertaktet werden - und weiter? Ja viel Spaß damit, dann sauft sie extrem viel für nix.
Da kann man genauso gut sagen ein Ryzen 3600 darf 250W unbegrenzt fressen - man muss halt schon Flüssigstickstoff nehmen und heftig OCen - aber hey, wenn man schon OC-Werte nimmt.
Comet Lake-H: Intel setzt fuer Notebooks auf Takt, Takt und Takt - ComputerBase
MfG Föhn.
Wo ist denn jetzt das Problem?
Es wurde vor kurzem erst hier veröffentlicht, das der 9900K in Spielen nur marginal mehr verbraucht als ein ZEN 2 8 Kerner, mit weniger Spieleleistung.
Also ist das ganze Verbrauchsthema eigentlich viel zu stark vom Einsatzzweck abhängig! Meiner Meinung nach. Ist ja nicht wie bei GPUs die in Spielen im Idealfall quasi immer am Anschlag laufen.
Ich meine auch nicht einen Maximalverbrauch. Dazu gehören dann schon Tests in verschiedenen Szeanrien.
Außerdem war jetzt auch nicht zu erwarten, das Intel zaubern kann. Aber im Desktop werden wir sehen, wie sich die Realverbräuche verhalten, bei verschiedenen Aufgaben. Wie viel Cache bekommt der 10 Kerner eigentlich? Wie schnell ist der Ram spezifiziert? 20MB und 2666MHz...
Beim Speicher hätte Intel ruhig höher ansetzen können, im Idealfall auch bei 3200MHz, dann hätte man in den Tests mal eine guten Vergleich gehabt
Wenn der schnellste 5,3GHz Boost schafft und mit OC vielleicht 5,4, oder gar 5,5GHz relativ oft schafft, ist das doch auch eine extrem potente CPU.
Comet Lake-H: Intel setzt fuer Notebooks auf Takt, Takt und Takt - ComputerBase
MfG Föhn.
Warum sollen diese CPUs ein scherz sein?
Erstmal sieht die Leistung doch gut aus, ist nur die Frage wie hoch der Verbrauch ist und der Preis.
Wenn der schnellste 5,3GHz Boost schafft und mit OC vielleicht 5,4, oder gar 5,5GHz relativ oft schafft, ist das doch auch eine extrem potente CPU. Immer die Frage, was wer wofür sucht.
Danach müsste nur noch ZEN3 zeigen, ob man die IPC weiter steigert und wie sich die Taktraten weiter entwickeln.
Gemessen an ZEN2 wäre dann der schnellste Comet Lake für mich der Topverdächtige. Einfach weiterhin, weil mein privates System halt nicht zum Arbeiten ist und für Spiele, auch für meine Flugsim, einfach nur Leistung pro Kern zählt.
Auf der anderen Seite, soll die wohl in den nächsten 18 Monaten vermutlich auf Vulcan umgestellt werden und dann ist auch plötzlich wieder mein oller 4 Kerner ganz weit vorne.
So richtig glauben kann ich das jedoch nicht; ich würde hier eher von -1 bis -3 Mrd. US$ ausgehen, denn bspw. Cooper Lake SP hat man nun (nicht ganz unerwartet) zusammengestaucht und Ice Lake SP soll erst recht spät in 2020 erscheinen.
Unabhängig davon geht es auf dem Weltmarkt jedoch (derzeit) nicht ohne Intel, denn AMD kann das benötigte Volumen nicht liefern.