Cebit 2017: Neue Kühler, Netzteile, Mainboards und Monitore im Überblick

Auch wenn die Cebit nicht mehr die Strahlkraft bei PC-Komponenten hat, die sie vielleicht noch vor einigen Jahre hatte, so gibt es doch noch das eine oder andere spannende Gamer-Produkt, das erstmals auf der Messe in Hannover zu sehen war. Wir fassen zusammen, was die PCGH-Redakteure Torsten, Manuel und Alexandros auf der Cebit erlebt haben.

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Cebit 2017: Neue Kühler, Netzteile, Mainboards und Monitore im Überblick
Quelle: PC Games Hardware

Cebit 2017: Super Micro

Super Micros C7Z270-CG-M soll dank Micro-ATX-Format preislich attraktiv ausfallen. Ungewöhnlich für den Formfaktor sind SLI- und Dual-M.2-Ausstattung, dank Z270 ohne Lane-Sharing. Quelle: PC Games Hardware Super Micros C7Z270-CG-M soll dank Micro-ATX-Format preislich attraktiv ausfallen. Ungewöhnlich für den Formfaktor sind SLI- und Dual-M.2-Ausstattung, dank Z270 ohne Lane-Sharing. Der amerikanische Mainboard- und Serverspezialist hält sich bislang aus dem AM4-Geschäft heraus, die einzige Messeneunheit ist somit ein Nischenangebot für Sockel-1151-Käufer. Das C7Z270-CG-M ist der kleine µATX-Bruder der bereits bekannten Modelle C7Z270-CG und -CG-L. Trotz des kleineren Formates behält Super Micro die SLI-/Crossfire-Fähigkeit bei und verbaut einen zweiten über die CPU angebunden PEG (×8/×8 im Mutli-GPU-Betrieb), zusätzlich zu einem ×4-Slot, der vom PCH versorgt wird. Die reichlich verbleibenden Ressourcen des Z270 fließen unter anderem in zwei sharing-freie M.2-×4-3.0-Steckplätze und in die Anbindung eines standesgemäßen USB-3.1-Zusatzcontrollers. Laut eigener Aussage will Super Micro für die umfangreiche Ausstattung im Kleinformat keinen "Kompaktaufschlag" verlangen, sondern sieht die kleinere Platine im Gegenteil als Spaßmaßnahme die einen Preis von um die 180 Euro ermöglichen soll.

Cebit 2017: Cooler Master

Als kleineres Gegenstück zur bereits länger verfügbaren Kompaktwasserkühlung Master Liquid Pro hat Cooler Master die Master Liquid (ohne Zusatz) entwickelt, ist dabei aber etwas über das Ziel hinausgeschossen. Mit ummantelten Schläuchen und einer farbneutral weißen Beleuchtung (Master Liquid Pro: Blau) ist die Sparausgabe optisch attraktiver und soll eine unverändert gute Leistung bieten. Nur auf eine in die Lüfter integrierte Begrenzung der Maximaldrehzahl muss der Käufer verzichten. Aufgrund des günstigeren Preises der Master Liquid rechnet Cooler Master dennoch damit, dass die Master Liquid Pro bald von der hauseigenen Konkurrenz vom Markt gedrängt wird beziehungsweise einen besseren Nachfolger nötig hat. Bereits verfügbar ist dieser am unteren Kompaktwasserkühlungs-Marktsegment: Hier ersetzt die Master Liquid Light (nur als 1×120-mm-Variante) die alte Cooler Master Seidon.

Cooler Masters Masterair Pro4 lässt sich mit verschiedenen Zubehör-Top-Covern individuell gestalten. Die rechte Ausführung wird es auch mit indirekter Beleuchtung geben. Quelle: PC Games Hardware Cooler Masters Masterair Pro4 lässt sich mit verschiedenen Zubehör-Top-Covern individuell gestalten. Die rechte Ausführung wird es auch mit indirekter Beleuchtung geben. Weiteren Neuzuwachs gibt es bei der Luftkühlung: Der Masterair Pro 4 ist Cooler Masters neues 120-mm-Mittelklasse-CPU-Kühler-Modell und soll vor allem mit optionalen Top-Covers in verschiedenen Designs begeistern. Bislang sind diese nur als reine Zierblenden erhältlich, später soll aber eine Ausführung mit einer regelbaren, indirekten RGB-LED-Beleuchtung folgen. Das würde zum neuen Masterfan Pro 120 RGB passen: Dieser Lüfter, der beispielhaft auf dem Masterair Pro 4 montiert war (eine entsprechende Serienausführung des Kühlers folgt in rund 2 Monaten) verfügt ebenfalls über eine RGB-Beleuchtung, die über eine eigen Buchse (das Kabel ist zugunsten einer ordentlichen Optik mit der Stromversorgung des Lüfters zusammengefasst) an einem beliebigen RGB-LED-5050-Header angeschlossen werden kann, wie sie mittlerweile auf vielen Mainboards zu finden sind. Wer noch nicht über einen derartigen Anschluss für LED-Streifen verfügt, kann alternativ einen extra Controller erwerben oder den Masterfan Pro 120 RGB über einen Schalter an der Lüfternarbe dauerhaft auf Rot oder Blau schalten.

Darüber hinaus hat Cooler Master natürlich auch noch mehrere PC-Gehäuse mit auf die Cebit gebracht. Das vollkommen aus Acryl bestehende Masterbox 5 Light Midi-Tower-Case wird mit anklippbaren Farbakzenten ausgeliefert und erweckt den Anschein, es wäre aus Metall gefertigt. Das im unteren Budget-Segment angesiedelte Gehäuse wird 50 Euro kosten und die MSI-Edition schlägt mit weiteren zehn Euro zu Buche. Außerdem wird das halb durchsichtige Frontpanel RGB- und Farbrauschenthusiasten mit schmalem Geldbeutel erfreuen.

Nicht mehr ganz "neu", aber immer noch brandaktuell und äußerst interessant: Das MasterWatt Maker 1200 'Made In Japan'. Dieses Hochleistungsnetzteil kann 1200 Watt ausgeben, besteht zu 80 Prozent aus japanischen Komponenten von denen 20 speziell von Murata für dieses Netzteil entwickelt worden und entstand ursprünglich aus einem Forschungsprojekt. Dieses Stück japanischer Ingenieurskunst lässt sich Cooler Master mit 999€ bezahlen.

Cebit 2017: Antec

Auch Antec war auf der Cebit mit neuen Kühllösungen und Netzteilen zu Gast. Bei Letzteren soll die EA-Gold-Pro-Baureihe neue Preisregionen für Stromversorgungen mit 80-Plus-Gold-Effizienz erschließen. Für erwartete 15 bis 20 Euro unter der aktuellen Edge- Die Antec Mercury (240) wirkt optisch hochwertiger als die alte H1200 Pro. Quelle: PC Games Hardware Die Antec Mercury (240) wirkt optisch hochwertiger als die alte H1200 Pro. Baureihe gibt es hier immerhin noch ein teilmodulares Kabelsystem. Die neuen Mercury-Kompaktwasserkühlungen (240 oder 360 mm), die Ende des zweiten Quartals verfügbar sein werden, sind dagegen eher eine Aufwertung gegenüber den alten Antec-Wasserkühlungen. So wurde die Beleuchtung der Lüfter jetzt deutlich eleganter integriert und auch die Pumpe überarbeitet. Beleuchtete Lüfter verkauft Antec in Form der neuen Rainbow 120 RGB LED auch einzeln. Diese bieten, wie mehrere andere Angebot am Markt auch, einen integrierten Controller, über den einige vorprogrammierte Farben und Effekte ausgewählt werden können. Auffällig beim Cebit-Ausstellungsstück war die gut sichtbare Beleuchtung, obwohl der Lüfter nur mit einer 5-V-USB-Powerbank betrieben wurde. Im Gegensatz zu manch anderem LED-Lüfter sollte hier also eine analoge Regelung über einen weiten Spannungsbereich möglich sein, ohne dass die Optik zu sehr leidet. Abgeschlossen wird Antecs Kühlungs-Offensive vom C400-Towerkühler, der zu einem Marktpreis von aktuell 33 Euro eine harte Konkurrenz für manch anderes 120-mm-Modell werden könnte. Ein vorerst klarer Pluspunkt des Niedrigpreis-Ansatzes ist auf alle Fälle die einfach gehaltene Klammerhalterung - unproblematische Montage auf allen AM4-Systemen würde manch anderer Hersteller dieser Tage auch gerne versprechen können.

Cebit 2017: Seasonic

Der taiwanesische Hersteller von PC-Netzteilen präsentiert in Hannover die neuen Modelle der Prime-Serie: das Prime Gold und das Prime Platinum. Die beiden neuen Vertreter besitzen natürlich Das Prime Gold und Prime Platinum Netzteil Quelle: PC Games Hardware Das Prime Gold und Prime Platinum Netzteil eine entsprechende 80-Plus-Zertifizierung mit einer Effizienz von 90 Prozent bzw. 92 Prozent bei halber Volllast: Nicht ganz so effizient wie der große Bruder Prime Titanium, welches mit einem Wirkungsgrad von 94 Prozent und maximal 1.000 Watt die Modellreihe anführt. Die neuen Mitglieder in der Prime-Familie können je nach Modell 650 bis 1.200 Watt leisten, werden zwischen 120 und 150 Euro kosten und erhalten - wie alle anderen Prime-Modelle auch - unglaubliche zwölf lange Jahre Garantie. Das Innenleben der neuen Netzteile unterscheidet sich kaum vom Spitzenreiter, besitzt einen flüssigkeitsgelagerten Lüfter mit Hybrid-Lüftersteuerung, verzichtet weitestgehend auf innere Kabel und ist natürlich vollkommen modular.

Cebit 2017: Chieftec

Auch Chieftec stellt auf der Cebit 2017 gleich mehrere neue Netzteile vor, darunter auch mehrere 80-Plus-Gold zertifizierte Exemplare. Das neue Navitas kann mit 1.250 Watt Leistung und über 90 Prozent Effizienz sicherlich Enthusiasten begeistern, aber auch die Smart-Power Serie bekommt Zuwachs. Das matt-schwarz gehaltene Netzteil hat eine gebürstete Oberfläche und wird in drei verschiedenen Wattzahlen von 450 bis 650 Watt angeboten, ist teilmodular und liefert vier PCI-Express-Anschlüsse mit. Das 80-Plus-Gold zertifizierte PSU wird ab Ende April, Anfang Mai verfügbar sein. Für kleine PC-Lösungen wird Chieftec ein weiteres Netzteil im SFX-Formfaktor auf den Markt bringen, das vollmodular ist, einen 80 mm temperaturgesteuerten Lüfter besitzt und bei 650 Watt Leistung sechs PCI-Express-Anschlüsse.

Cebit 2017: LG Electronics

LG 32UC99: Der erste HDR-Monitor auf dem Markt Quelle: PC Games Hardware LG 32UC99: Der erste HDR-Monitor auf dem Markt Der LG 32UD99 soll ab Mai der erste HDR-Monitor sein - zum stolzen Preis von 1.099 Euro. Das 32-Zoll-IPS-Panel mit UHD-Auflösung unterstützt Freesync zwischen 50 und 75 Hz. Mit 550 cd/m² ist das Display heller als die meisten Monitore - die Leuchtdichte wird auch für die HDR10-Darstellung benötigt. Hohe Farbraumabdeckung und Hardwarekalibrierung sprechen eher Grafiker, als Gamer an. Die USB-C-Buchse überträgt nicht nur Daten, sondern auch das Displayport-Signal. Zudem lädt sie ein Notebook mit bis zu 60 Watt. Leider hat LG auf der Cebit den Monitor ohne HDR-Content präsentiert.

Cebit 2017: AOC

AOC Agon AG352QCX: Ultrawide-Monitor mit Freesync und 200 Hz Quelle: PC Games Hardware AOC Agon AG352QCX: Ultrawide-Monitor mit Freesync und 200 Hz AOC hingegen hatte einen dedizierten Gaming-Monitor am Start: Der Agon AG352QCX ist mit einem 35 Zoll großen, gekrümmten (2000R) MVA-Panel ausgestattet. Das Bild löst mit 2.560 × 1.080 Pixeln bei satten 200 Hz auf - es handelt sich also um einen 21:9-Ultrawide-Monitor. Mit Freesync bietet er außerdem eine dynamische Bildwiederholrate schon ab 30 Hz. Die Anschlüsse werden wieder im Monitor und nicht im Standfuß integriert, darunter Displayport 1.2a, HDMI, DVI, D-Sub und ein USB-3.0-Hub.

Mit einer Reaktionszeit von mindestens 4 ms ist er sicherlich etwas langsamer als TN-Panels, dafür dürfte die Bildqualität mit dem guten Kontrastverhältnis von 2.000:1 auch etwas besser sein. Der Monitor ist schon seit Ende letzten Jahres auf dem Markt und kostet aktuell ca. 700 Euro.

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    • Kommentare (3)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von hoffgang BIOS-Overclocker(in)
        AW: Cebit 2017: Neue Kühler, Netzteile, Mainboards und Monitore im Überblick

        Zitat von SirChris
        Einen HDR-Monitor ohne HDR-Content zu präsentieren ist aber auch wie Porsche fahren in der Fußgängerzone.
        Man kann damit Frauen beeindrucken?
        Will sagen, letzteres hat wenigstens noch Nebeneffekte.
      • Von hoffgang BIOS-Overclocker(in)
        AW: Cebit 2017: Neue Kühler, Netzteile, Mainboards und Monitore im Überblick

        Zitat von SirChris
        Einen HDR-Monitor ohne HDR-Content zu präsentieren ist aber auch wie Porsche fahren in der Fußgängerzone.
        Man kann damit Frauen beeindrucken?
        Will sagen, letzteres hat wenigstens noch Nebeneffekte.
      • Von SirChris PC-Selbstbauer(in)
        AW: Cebit 2017: Neue Kühler, Netzteile, Mainboards und Monitore im Überblick

        Einen HDR-Monitor ohne HDR-Content zu präsentieren ist aber auch wie Porsche fahren in der Fußgängerzone.
      • Von FreiherrSeymore Software-Overclocker(in)
        AW: Cebit 2017: Neue Kühler, Netzteile, Mainboards und Monitore im Überblick

        Ich war heute auch da, es ist diesmal wirklich klein gewesen. Hoffentlich wird das wieder besser.
        Auch schade dass es keine neue VR Hardware gab
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