Tot bei Ankunft: Wie schlimm steht es um COD wirklich?
Zwei Wochen vor Release sorgt Call of Duty: Black Ops 7 für Stirnrunzeln: Kein Hype, keine Charts, kaum Interesse. Hat die Erfolgsserie ihren Glanz verloren - oder steckt mehr hinter der ungewohnt stillen Vorfreude?
Nur zwei Wochen vor dem Release von Call of Duty: Black Ops 7 macht sich bei Fans und Analysten Verwunderung breit: Der Shooter taucht weder in den Steam-Top-100 noch unter den meistgewünschten Spielen auf. Für ein Franchise, das sonst Rekorde bricht, ist das ein mögliches Warnsignal - zumal es dieses Jahr in direktem Wettbewerb zu Battlefield 6 steht.
Seit Jahren gilt Call of Duty als Synonym für Massenandrang und Marketing-Dauerfeuer. Selbst Antifans nehmen sich jedes Jahr viel Zeit, um die neueste Ausgabe schlechtzureden. Doch dieses Mal bleibt der große Hype aus. Auch interne Zahlen von PCGH legen nahe, dass Battlefield 6 dieses Jahr der frühe Gewinner des Schlagabtausches werden könnte. Im Vorfeld der Berichterstattung zu den Shootern fand sich für den EA-Titel stets reges Interesse, während man das von COD bisher nicht sagen konnte. Selbst auf Social Media ist die Resonanz auffallend verhalten.
Ein ungewohnt stiller Hype
Auf Steam liegt Black Ops 7 laut SteamDB nicht einmal unter den 150 meistgewünschten Titeln - ein Novum für eine Serie, die regelmäßig Millionen Spieler mobilisiert. Zugegeben, die Zahlen sind nur bedingt belastbar, weil COD eine ganze Zeit lang nur über battle.net gespielt werden konnte und daher Vergleichswerte fehlen. Außerdem kommt noch der Effekt des Xbox Game Pass hinzu, seitdem Microsoft das Zepter in der Hand hält. Dennoch wurde COD in den vergangenen Jahren trotz häufiger Häme intensiv gespielt.
Woran liegt's? Einerseits könnte sich Ermüdung breitmachen: Jährliche Veröffentlichungen mit ähnlicher Formel lassen die Luft raus. Andererseits sorgt Konkurrenz wie Battlefield 6 oder Ark Raiders für frischen Wind, während COD-Trailer und Beta-Phasen augenscheinlich kaum Begeisterung entfacht haben. Viele Spieler scheinen schlicht zu warten, ob sich der Kauf lohnt.
Ein Warnsignal für Activision
Für Activision dürfte das mehr als nur ein Schönheitsfehler sein. Wunschlisten- und Vorbestellerzahlen gelten in der Branche als Frühindikatoren für den Markterfolg. Wenn die Community bereits vor dem Launch zurückhaltend ist, drohen schwächere Verkaufsstarts - gerade auf dem PC, wo Steam-Zahlen öffentlich sichtbar sind.
Zwar wird man darauf verweisen, dass es noch den Game Pass und die Konsolen gibt. Und klar, Steam bildet für COD nicht den Gesamtmarkt ab - doch einen Eindruck vermitteln die Zahlen trotzdem, wenngleich die Serie auf Konsolen sehr stark ist. Der Game Pass wird zudem für Grundrauschen sorgen, weil man so die Abonnenten ohne Mehrkosten ins Spiel ziehen kann.
Auch inhaltlich wirkt Black Ops 7 bisher nicht wie ein Befreiungsschlag: bekanntes Setting, altbekannte Mechaniken, wenig frische Ideen. Statt "Next-Gen-Shooter" scheint hier eher "Next Iteration" zu dominieren. Das könnte in einem Umfeld mit starker Konkurrenz wie dieses Jahr zum Problem werden.
Uns bleibt immer noch nächstes Jahr
Noch ist allerdings nicht alles verloren - Call of Duty hat schon öfter bewiesen, dass starke Post-Launch-Phasen vieles retten können. Bei Battlefield 6 schwindet die Zustimmung bereits wegen potenziell gebrochener Versprechen, etwa beim Thema Skins.
Black Ops 7 könnte aber aufgrund des Wettbewerbs dieses Jahr Probleme bekommen. Dann wird man schnell zum nächsten Jahr blicken - wenn man das nicht ohnehin schon tut. Manche Beobachter meinen zudem festzustellen, dass die Marketingmühen dieses Jahr verhaltener sind.
Wen favorisieren Sie dieses Jahr? Nutzen Sie die Kommentarfunktion und teilen Sie uns Ihre Meinung mit. Zum Kommentieren müssten Sie eingeloggt sein. Sollten Sie noch keinen Account haben, könnten Sie über eine Registrierung nachdenken, die viele Vorteile mit sich bringt. Beachten Sie beim Kommentieren aber bitte die Forenregeln. Folgen Sie uns außerdem für Neuigkeiten in der Hardware-Welt oder unsere exklusiven Inhalte gern auf Whatsapp und X. Unsere Video-Inhalte (oftmals gewürzt mit einer Prise Humor) finden Sie bei Youtube, Instagram und Tiktok.

Ich rede von der Current Gen. COD kommt immer noch für die PS4 und Xbox One Generation. Dass COD kein Next Gen Spiel wird, sollte klar sein. GTA 6 wird Cross Gen.
Cross Gen ist so ne Sache. Auf der alten PS5 wird es bestimmt kartoffelig.
Aber gibt natürlich geile Zahlen, wenn man den PC Release macht und es den Playsi Boys NOCHMAL für die PS6 verkaufen kann.
Herzlichen Glückwunsch.
Viele Probleme wurden hier aber auch gerade wieder angesprochen, z.B. Crossplay und AimAssist auf den Konsolen.