Assassin IV VC Vision im Test und Fazit
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Assassin IV VC Vision
Die VC-Variante des Assassin IV besticht durch die schon erwähnte Vapor Chamber, den zusätzlichen Bildschirm sowie einen neu konstruierten Mittellüfter - das Design ist sonst gleich geblieben. Wie von Deepcool gewohnt, ist der Lieferumfang groß. Nicht nur liegt eine 1,5-g-Tube Wärmeleitpaste bei, mit der ein mehrfaches Verbauen des Kühlers kein Problem ist, auch findet sich ein Putztuch und ein mysteriöser Keil aus Silikon wieder, den wir am ehesten als Auftragehilfe für die Wärmeleitpaste identifizieren können. Die englische Anleitung ist weitgehend piktografisch und erklärt ausführlich, wie der Kühler auf unterschiedlichen Plattformen montiert werden soll. Neben den aktuellen Sockeln 1851 und AM5 von Intel respektive AMD, werden bis zu Intels 115x und AMDs AM4 alle Consumer-Sockel unterstützt. Auch auf Intels HEDT-LGA-20xx-Sockel kann der Assassin IV VC genutzt werden. Die Backplate und Montagekonstruktion wurde neu entwickelt und unterscheidet sich stark von der des originalen Assassin IV.
Details und Design
"VC"
Der Namenszusatz "VC" steht für Vapor Chamber. Denn zwischen den sieben Heatpipes - die wie bei jedem anderen Kühler die Hitze zu den Lamellen transportieren - und CPU-Heatspreader liegt die erwähnte Vapor Chamber, die die Temperatur besser aufnehmen, verteilen und weitergeben soll. Dabei ist die eigentliche Auflage, die den Heatspreader berührt, etwas nach oben ausgeprägt und wurde vernickelt und nachbearbeitet. Für Intel-CPUs wichtig: Die Bodenplatte hat eine leichte konvexe Wölbung, um auf durchgebogenen CPUs eine immer noch gute Auflagefläche zu erreichen. Doch es lassen sich auch kleine Probleme an der Ausführung der Bodenplatte erkennen, so bringt die Vapor-Chamber-Konstruktion eine etwas unebene Oberfläche, die potenziell auch die Kühlung minimal beeinflussen könnte. Und damit kommen wir zur Leistung des neuen Assassin. Der Kühler ist laut Hersteller für CPUs mit einer Wärmeabgabe von bis zu 300 Watt bestimmt. Kann das Modell den Erwartungen gerecht werden?
Leistung
Die Leistung der VC-Variante ist in unserem standardisierten lautheitsnormierten Test gut und liegt dank des verbesserten Lüfters und der Vapor Chamber auf einem höheren Niveau als bei der Standard-Variante. Circa ein Kelvin trennen die beiden Geschwister voneinander. Im High-End-Luftkühler-Bereich durchaus ein deutlicher Unterschied. Damit schafft es das Modell auf eine Leistungsnote von 1,2 und liegt somit auf dem 5. Platz der Leistungsrangliste der Luftkühler. Auch wenn es sich dabei um eine gute Platzierung handelt, gibt es ein Problem. Das günstigere Modell von Deepcool, der AK620 Digital Pro, schneidet im Test besser ab. Und das trotz kompakterer Maße und günstigerem Preis. Die Temperaturdifferenzen sind hier niedriger und die Lautstärke geringer. Doch warum?
Die Lüfter des Kühlers sind hörbar und messbar lauter als die des kleineren AK620. Außerdem bringt die Vapor Chamber die wie schon erwähnte imperfekte Oberfläche mit sich. Zum anderen ist die quadratische Fläche, die den Heatspreader bedeckt, kleiner als der eigentliche Heatspreader einer Intel-CPU jenseits der Alder-Lake-Generation. Damit wird direkt potenzielle Leistung verschenkt. Auch überzeugt die kleine Schwester, der AK620, mit sehr eng gestaffelten Heatpipes in der Bodenplatte, während beim Assassin der Weg über die Vapor Chamber zu einer größeren Fläche führt, auf der die Heatpipes angeordnet sind. Für eine Abwärme von 150 Watt, bei der wir im Normalfall unsere Luftkühler testen, ist der Assassin IV VC Vision nicht der optimale Kühler. Doch wie verhält sich das Modell im optimierten Bereich bei um die 300 Watt? Um dies zu testen, haben wir den Kühler wieder auf unseren 12900K gepackt und diesmal die CPU getunt, sodass sie weit über 300 Watt bei korrekter Kühlung erreichen würde.
Das System darf nun einfach ins Temperaturlimit laufen, während der Kühler unter voller Lüfterdrehzahl betrieben wird. Wie viel Watt der Prozessor dabei noch verbraucht, zeigt an, wie viel Hitze der Kühler beiseiteschaffen kann. Und siehe da: Der Kühler kommt bei voller Lüfterdrehzahl mit ca. 293 Watt auf eine enorme Hitzeabfuhr. Dabei wird allerdings auch eine Lautstärke von 3,7 Sone abgegeben. Und dabei handelt es sich auch um das Hauptproblem. Denn der kleinere AK620 kommt mit einer maximal abführbaren Abwärme von 287 Watt sehr nah an den großen Bruder heran und ist unter Lüfter-Volllast mit 2,6 Sone wesentlich leiser. Diese Erkenntnis hat einen weiteren Test notwendig gemacht: eine lautheitsnormierte Messung bei 0,2 Sone. Hier kann der AK620 256 Watt abführen, während der Assassin IV VC lediglich 244 Watt bewältigen kann. Warum genau der kleine Kühler besser performt, lässt sich nur schätzen, es handelt sich wohl um eine Kombination aus mehreren Faktoren.
| Luftkühler | AK620 Digital Pro | Assassin IV VC Vision |
|---|---|---|
| Hersteller (Webseite) | deepcool.com | deepcool.com |
| Link zum PCGH-Preisvergleich | www.pcgh.de/preis/3363070 | www.pcgh.de/preis/3362090 |
| Aktueller Preis/Preis-Leistungs-Verhältnis | Ca. 95 Euro/Note: 2 | Ca. 140 Euro/Note: 3 |
| Ausstattung (20 %) | 1,82 | 1,78 |
| Anschluss/Entkoppelung | 4-Pin-PWM/ja | 4-Pin-PWM/ja |
| Konstruktion | Dual-Tower | Dual-Tower |
| Enthaltene Lüfter | 2× 120 mm | 1× 140 mm, 1× 120 mm |
| Montierbare Lüfter | 3× 120 mm | 1× 140 mm, 2× 120 mm |
| Lamellendichte Kühlkörper | 12 FPI | 12 FPI |
| Ausführung Boden | Kupfer, vernickelt | Vapor Chamber, Kupfer, vernickelt |
| Wärmeleitmittel/Lüftersteuerung/Extras | Deepcool/PWM/Schraubendreher | DM9/PWM/Schraubendreher, Putztuch |
| Eigenschaften (20 %) | 1,49 | 1,36 |
| Abmessungen (H × B × L), Gewicht mit Lüftern | 162 × 129 × 138 mm, 1.491 g | 172 × 144 × 147 mm, 1.780 g |
| Lüfterdrehzahl (Frontlüfter, bei Spannungsregelung) min. –max. |
885 – 1.770 U/min | 790 – 1.871 U/min |
| Lüfterdrehzahl-Regelbereich (%) | 50 | 58 |
| Sockelunterstützung AMD | AM5, AM4 | AM5, AM4 |
| Sockelunterstützung Intel | 1851, 1700, 1200, 115x | 1851, 1700, 1200, 115x |
| Montageaufwand 1700/AM5 | Leicht/leicht | Leicht/leicht |
| Garantie | 3 Jahre | 6 Jahre |
| Leistung (60 %) | 1,05 | 1,20 |
| Temperatur-Differenz (Umgebung/CPU-Kerne) bei: 0,2|0,3|0,5|1,0|2,0 Sone|Volllast (Standard) |
38,2|37,5|36,0|34,8|33,5|32,6 Kelvin | 40,2|39,1|37,3|35,1|33,6|32,1 Kelvin |
| Wärmeabfuhr (W) bei 0,2 Sone/Volllast | 256/287 | 244/293 |
| Lautheit unter Volllast | 2,7 | 3,6 Sone |
| Fazit | ➕ Sehr hohe Leistung ➕ Preis-Leistung | ➕ Maximalleistung ➖ Laut |
| Wertung | 1,29 | 1,35 |
Fazit
Beide Modelle sind gute und sinnvolle Upgrades der bestehenden Kühlerpalette von Deepcool. Obwohl die verbauten Bildschirme erst einmal die herausstechenden Features sind, wurden beide Kühler in vielen Punkten verbessert. Beim AK620 Digital Pro können die neuen Lüfter überzeugen, während der Assassin IV VC Vision neben neuen Lüftern über eine Vapor Chamber und eine neue Montage verfügt und damit das alte Modell in den Schatten stellt.
Der Deepcool Assassin IV VC ist ein guter, der AK620 ein besserer Kühler. Zwar liegt die Leistung des Assassin bei maximaler Drehzahl minimal höher als die der kleinen Schwester, diese kann jedoch im lautheitsnormierten Test besser abliefern, denn das Modell ist deutlich leiser im Betrieb, dennoch extrem leistungsstark und deutlich günstiger.
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Theoretisch muss es ja nicht mal so ein Dual-Tower-Kühler sein, um eine CPU für's Gaming leise zu kühlen.. Wer keine etwas ältere Intel [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen] CPU hat, kann wohl auch auf günstigere und kleinere Luftkühler-Alternativen zurückgreifen ...
Auch wenn ich so einen Monster-Kühler habe, bin ich da eher bei [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen] und [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen] . Hätte damals bei Auswahl und Kauf nicht so übertreiben sollen. Ein Freund hat einen Alpenföhn Matterhorn und der läuft auf seinem 8700K leise ...