Be Quiet Dark Rock (Pro) 6: Leistung und Fazit
Wir prüfen die Leistung des Dark Rock (Pro) 6 im lautheitsnormierten Test und ziehen ein Fazit.
Inhaltsverzeichnis
Leistung
Die neuen Modelle reihen sich ganz im Sinne der statistischen Extrapolation in die Dark-Rock-Serie ein - im Positiven und Negativen. Die Pro-Variante der sechsten Iteration schlägt minimalst die Vorgänger-Generation, so auch der Single-Tower Dark Rock 6. Das ist erst einmal positiv, denn die Reihe entwickelt sich weiter und erhält eine erwartete Leistungssteigerung. Im Falle des Dark Rock 6 kann man diese Leistung aber auch negativ sehen, denn der Vorgänger, der Dark Rock 5, war vom Grundkonzept her schon nicht der durchdachteste Kühler. Ein Single-Tower mit einem Lüfter ist meist nicht optimal leistungstechnisch aufgestellt. Und so konnte der Dark Rock 5 im Test schon nicht wirklich überzeugen und wurde von Kandidaten wie dem Arctic Freezer 36 geschlagen.
Dabei war die Leistung noch das geringere Problem, denn der Preis war nicht zu rechtfertigen. Und das setzt sich bei der neuen Version genauso fort. Im Handel ist der Dark Rock 6 für 85 Euro zu haben, einem Preis, für den man schon viele Hochleistungs-Dual-Tower bekommt. So können einige Kühler in ihrer Preis-Leistung deutlich mehr überzeugen - und auch Be Quiet konkurriert sich selbst mit dem Pure Rock Pro 3, der nur minimal hinter dem teuren Dark Rock 6 liegt, für den allerdings nur rund die Hälfte des Preises aufgerufen wird. Die Positionierung des Kühlers in der Oberklasse scheint ungünstig gewählt zu sein, nicht zuletzt durch die etwas billig wirkende Kunststoff-Konstruktion.
Der Dual-Tower Dark Rock Pro 6 ist zwar etwas weniger problematisch, muss aber auch um Relevanz kämpfen. Auch er hat eine kleine Leistungssteigerung erfahren und setzt sich damit zwischen Dark Rock Pro 5 und Dark Rock Elite. Das Modell ist damit definitiv in der Kühler-Oberklasse, auch wenn das Leistungstreppchen noch von Corsair, Noctua und Deepcool gehalten wird. Der Oberklasse-Anspruch wird aber auch am Preis von über 100 Euro klar. Und hier liegt wieder einmal das Problem: Die Konkurrenz schläft nicht und so gibt es einen regen Schlagabtausch zwischen dem Dark Rock Pro 6 und dem Arctic Freezer 36 - dies wird auch durch die nahezu identische Leistungsnote der beiden Modelle klar.
Im Silent-Bereich hat der Be-Quiet-Kühler die Nase vorn, bei etwas höheren Lärmpegeln zieht der Freezer 36 vorbei. Bei der Maximalleistung unterscheidet die beiden lediglich ein Zehntel Kelvin. Dem 100-Euro-Dark-Rock-Pro-6 stellt sich damit ein 25-Euro-Kühler entgegen und leistet Ähnliches. Einen deutlichen Leistungssprung bekommt man mit einem Deepcool AK620 Digital Pro. Der Kühler belegt den dritten Platz in der Gesamtwertung und kostet dabei lediglich um die 75 Euro.

Durch das Chiplayout und Heatspreaderform, sind die oft nicht mit Intel CPUs vergleichbar und hinken hinterher.
Davon ab stören mich hier aber auch, die Bauweise, die nicht wirklich austauschbaren Lüfter und die heftigen Preise, wo man schon bessere AiOs oder andere Luftis bekommt... zumal es dazu quasi keine nennenswerten Fortschritte gibt, was die Performance angeht.