Be Quiet Dark Rock 6 und Dark Rock Pro 6: Neue Single- und Dual-Tower-Luftkühler im Test
Be Quiets High-End-Luftkühler-Serie bekommt ein neues Update. Mit dem Dark Rock 6 und Dark Rock Pro 6 erscheinen Single- und Dual-Tower-Versionen. Wie wurde die Serie weiterentwickelt? Wir haben es im Test herausgefunden.
Inhaltsverzeichnis
Neue Serie, neues Glück: Mit dem Dark Rock 6 und Dark Rock Pro 6 erscheint eine weitere Evolutionsstufe im Be-Quiet-Sortiment. Die Kühler unterscheiden sich von den Vorgängern vor allem durch das Design. Die grundlegende Unterteilung in Dual- und Single-Tower-Modell ist geblieben. Wir haben geprüft, was die neue Serie ausmacht und ob sich ein Upgrade lohnt.
Ausstattung
Beide Dark Rocks kommen sauber verpackt im Karton, mit Beilagen, die heutzutage nicht mehr selbstverständlich sind. Dabei sind eine ausführliche, gedruckte Anleitung auf Deutsch und Englisch, ein passender Spezialschraubendreher - der aber auch konstruktionsbedingt notwendig ist - und eine kleine Tube Wärmeleitpaste. Es lässt sich also auch der Kühler wechseln, ohne extra nachkaufen zu müssen. Die Montage ist von der Vorgängerserie übernommen: Standoffs und zwei Montageplatten, die mittels Schrauben an letzteren montiert werden. Der Kühler lässt sich schließlich dank des langen Schraubendrehers auf den Montageplatten verschrauben. Unterstützt werden alle relevanten Sockel: Intels 1851 und 1700, aber auch ältere 1200- und 115x-Versionen sowie AMDs AM5 und AM4. Der Pro-Variante wurden zwei Lüfter spendiert, ein 120-mm- und ein 135-mm-Gebläse. Die Standard-Version verfügt dagegen über einen einzelnen 135-mm-Lüfter. Die Blattgeometrie ist an die der Silent-Wings-Serie angelehnt, das Format ist jedoch proprietär und in der Abdeckung integriert.
Handhabung und Verarbeitung
Etwas enttäuschend ist die grundlegende Materialqualität. Beim Kühlkörper, der Bodenplatte und der Montage kann man sich hier nicht beschweren, dafür aber bei den Lüftern und den Abdeckungen. Sowohl Dark Rock 6 als auch die Doppelturm-Pro-Variante sind mit einem Kunststoff-Deckel und Seitenteilen versehen. Die Deckel bestanden beim Vorgänger noch aus Metall, die Seitenteile konnte man gar nicht vorfinden. Die neuen Varianten setzen auf Design und Funktionalität - mit etwas gespaltenem Ergebnis. Mit dem Schienensystem, das neuerdings beide Dark Rock 6 bekommen haben - ähnlich dem Dark Rock Elite -, sollte Letztere eigentlich verbessert werden. Doch auch wenn man relativ simpel nun die Position des Frontlüfters verschieben kann, beispielsweise bei zusätzlichem RAM-Platzbedarf, fühlt sich die Konstruktion nicht besonders hochwertig an. Beim Dark Rock 6 halten beispielsweise zwei kleine Plastiklaschen das Schienensystem an Ort und Stelle. Auch gibt es keine Option, zusätzliche Lüfter zu verbauen. Das System ist proprietär und kann auch nicht mit anderen Lüftermodellen genutzt oder erweitert werden.
Was soll der Schalter?
Beide neuen Modelle wurden mit einem Schalter am Kunststoffdeckel versehen. Dieser dient dem Umschalten zwischen Performance- und Quiet-Modus. Doch was macht der Schalter genau und wem bringt das etwas? Anders als bei anderen Herstellern bleiben bei den Be-Quiet-Kühlern die Maximal- und Minimaldrehzahl in beiden Modi ungefähr gleich. Was sich hingegen ändert, ist das Verhalten der PWM-Regelung. So konnten wir beim Dark Rock 6 im Performance-Modus eine Minimaldrehzahl von 409 U/min bei 1 % PWM messen. Im Quiet-Modus bleiben die Lüfter bis circa 45 % PWM aus und starten erst dann mit einer Drehzahl von 425 U/min. Damit wird die vom Mainboard hinterlegte Lüfterkurve durch den Schalter praktisch gestaucht.
Alles unter 45 Prozent sorgt für einen Semi-Passiv-Betrieb, jedes Prozent darüber sorgt für einen etwas steileren Drehzahlanstieg bis zur Maximaldrehzahl bei 100 Prozent. Dieses Verhalten kann dann Sinn ergeben, wenn die im Mainboard standardmäßig hinterlegten Lüfterkurven ohne händische Anpassungen genutzt werden. Denn dann wird der Kühler tatsächlich durch die Maßnahme leiser. Wer jedoch Lüfterkurven wie empfohlen anpasst, hat eher einen Nachteil durch die gröbere Drehzahlabstufung zwischen 45 und 100 Prozent. Hier ist der Performance-Modus mit vollem Prozent-Spektrum die richtige Wahl.

Durch das Chiplayout und Heatspreaderform, sind die oft nicht mit Intel CPUs vergleichbar und hinken hinterher.
Davon ab stören mich hier aber auch, die Bauweise, die nicht wirklich austauschbaren Lüfter und die heftigen Preise, wo man schon bessere AiOs oder andere Luftis bekommt... zumal es dazu quasi keine nennenswerten Fortschritte gibt, was die Performance angeht.