Be Quiet Dark Rock (Pro) 6: Leistung und Fazit
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Be Quiet Dark Rock (Pro) 6: Leistung und Fazit

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Wir prüfen die Leistung des Dark Rock (Pro) 6 im lautheitsnormierten Test und ziehen ein Fazit.

Testmethodik

Für unseren Test kommt wie immer die Erfassung der lautheitsnormierten Kühlleistung und der Maximalleistung zum Einsatz. Vorerst wird jeder der zu testenden Kühler der Lautheitsnormierung unterzogen. Die Lüfterdrehzahl der im Kühler verbauten Gebläse wird mithilfe einer Aquaero-6-Pro-Steuerung so lange per Pulsweitenmodulation justiert, bis unser Lautheitsmessgerät - ein Cortex Analyzer NC10 - in 50 cm Abstand zur Nabe des vorderen Lüfters fünf festgelegte Werte erfasst.

0,2 Sone: Ultra-Silent
0,3 Sone: Silent
0,5 Sone: Normaler Betrieb
1,0 Sone: Last
2,0 Sone: Hohe Last

Jeder Messpunkt repräsentiert ein Anwendungsszenario. Die dabei anliegenden Drehzahlen werden notiert und anschließend auf unserem Testsystem unter Last nachgestellt. Letzteres besteht aus einem Intel Core i9-12900K, der auf einem Gigabyte-Z790-Tachyon-Mainboard sitzt. Die CPU wurde im BIOS auf 150 Watt festgesetzt. Das Benchmark-Tool Cinebench R23 in Dauerschleife sorgt für massive CPU-Last und reizt die festgelegte Leistungsaufnahme vollkommen aus. Nach einer 20-minütigen Einpendelphase wird mit Hwinfo die durchschnittliche Temperatur der CPU-Kerne sowie der Umgebung erfasst. Letztere wird im klimatisch gesteuerten Raum mittels vier verteilter Sensoren genau erfasst. Die Differenz zwischen den beiden Temperaturwerten liefert ein Ergebnis in Kelvin, das als Anhaltspunkt für die Kühlleistung genutzt werden kann. Je niedriger der Wert ausfällt, desto besser ist die Kühlleistung im Verhältnis zur dabei abgegebenen Lautstärke.

Zum lautheitsnormierten Test gesellt sich der Test der Maximalleistung. Hier werden die verbauten Lüfter schlicht auf die maximal mögliche Drehzahl gestellt und anschließend die Lautstärke und die CPU-Kerntemperaturen erfasst.

Leistung

Die neuen Modelle reihen sich ganz im Sinne der statistischen Extrapolation in die Dark-Rock-Serie ein - im Positiven und Negativen. Die Pro-Variante der sechsten Iteration schlägt minimalst die Vorgänger-Generation, so auch der Single-Tower Dark Rock 6. Das ist erst einmal positiv, denn die Reihe entwickelt sich weiter und erhält eine erwartete Leistungssteigerung. Im Falle des Dark Rock 6 kann man diese Leistung aber auch negativ sehen, denn der Vorgänger, der Dark Rock 5, war vom Grundkonzept her schon nicht der durchdachteste Kühler. Ein Single-Tower mit einem Lüfter ist meist nicht optimal leistungstechnisch aufgestellt. Und so konnte der Dark Rock 5 im Test schon nicht wirklich überzeugen und wurde von Kandidaten wie dem Arctic Freezer 36 geschlagen.

Dabei war die Leistung noch das geringere Problem, denn der Preis war nicht zu rechtfertigen. Und das setzt sich bei der neuen Version genauso fort. Im Handel ist der Dark Rock 6 für 85 Euro zu haben, einem Preis, für den man schon viele Hochleistungs-Dual-Tower bekommt. So können einige Kühler in ihrer Preis-Leistung deutlich mehr überzeugen - und auch Be Quiet konkurriert sich selbst mit dem Pure Rock Pro 3, der nur minimal hinter dem teuren Dark Rock 6 liegt, für den allerdings nur rund die Hälfte des Preises aufgerufen wird. Die Positionierung des Kühlers in der Oberklasse scheint ungünstig gewählt zu sein, nicht zuletzt durch die etwas billig wirkende Kunststoff-Konstruktion.

Der Dual-Tower Dark Rock Pro 6 ist zwar etwas weniger problematisch, muss aber auch um Relevanz kämpfen. Auch er hat eine kleine Leistungssteigerung erfahren und setzt sich damit zwischen Dark Rock Pro 5 und Dark Rock Elite. Das Modell ist damit definitiv in der Kühler-Oberklasse, auch wenn das Leistungstreppchen noch von Corsair, Noctua und Deepcool gehalten wird. Der Oberklasse-Anspruch wird aber auch am Preis von über 100 Euro klar. Und hier liegt wieder einmal das Problem: Die Konkurrenz schläft nicht und so gibt es einen regen Schlagabtausch zwischen dem Dark Rock Pro 6 und dem Arctic Freezer 36 - dies wird auch durch die nahezu identische Leistungsnote der beiden Modelle klar.

Im Silent-Bereich hat der Be-Quiet-Kühler die Nase vorn, bei etwas höheren Lärmpegeln zieht der Freezer 36 vorbei. Bei der Maximalleistung unterscheidet die beiden lediglich ein Zehntel Kelvin. Dem 100-Euro-Dark-Rock-Pro-6 stellt sich damit ein 25-Euro-Kühler entgegen und leistet Ähnliches. Einen deutlichen Leistungssprung bekommt man mit einem Deepcool AK620 Digital Pro. Der Kühler belegt den dritten Platz in der Gesamtwertung und kostet dabei lediglich um die 75 Euro.

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    • Kommentare (28)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von KingShotgunHobo Freizeitschrauber(in)
        Problem für mich war nie Qualität, Preis oder Leistung, sondern immer die Angst vor dem Montagesystem. Musste bei nem Dark Rock Pro 4 mal an die Schrauben.... hab eines Tages gesagt, ne danke, verkauft, Thermalright drauf, fertig. Mittlerweile gehts ja, aber ich sehe nun nurnoch bei Thermalright gutes Preis Leistungsverhältnis.
      • Von KingShotgunHobo Freizeitschrauber(in)
        Problem für mich war nie Qualität, Preis oder Leistung, sondern immer die Angst vor dem Montagesystem. Musste bei nem Dark Rock Pro 4 mal an die Schrauben.... hab eines Tages gesagt, ne danke, verkauft, Thermalright drauf, fertig. Mittlerweile gehts ja, aber ich sehe nun nurnoch bei Thermalright gutes Preis Leistungsverhältnis.
      • Von HardWareFresser87 BIOS-Overclocker(in)
        Hier zahlt man wirklich nur für den Markennamen. Es gibt bessere und günstigere Alternativen, wie der Test zeigt. Ich nutze derzeit meinen Deepcool, der leise ist, ausreichend Leistung bietet und mir alle CPU-Werte anzeigt. Wer möchte, kann sich natürlich so einen Kühler zulegen, aber für mich ist das nichts.
        Zitat von blautemple
        Sowas sollte meiner Meinung nach viel härter abgestraft werden. Lüfter sind Verschleißteile. Der Kühler ist also mit Ansage in einigen Jahren, ohne Modding, unbrauchbar.
        Das finde ich auch, so etwas geht gar nicht und sollte auch im Test bestraft werden.
      • Von Cosmas BIOS-Overclocker(in)
        Was mich immer interessiert: Wie performen die Dinger auf AMD CPUs?
        Durch das Chiplayout und Heatspreaderform, sind die oft nicht mit Intel CPUs vergleichbar und hinken hinterher.

        Davon ab stören mich hier aber auch, die Bauweise, die nicht wirklich austauschbaren Lüfter und die heftigen Preise, wo man schon bessere AiOs oder andere Luftis bekommt... zumal es dazu quasi keine nennenswerten Fortschritte gibt, was die Performance angeht.
      • Von Xarador Schraubenverwechsler(in)
        Der P/Q-Schalter ist ne nette Idee. Aber für den Preis hätte ich mehr erwartet und unpraktisch ist es auch noch. Mein Arctic Freezer lacht da nur. Kunststoff-Abdeckungen beim Pro 6 für 110€? Nein danke. 🙄
      • Von blautemple Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von PCGH_Jan
        Die Lüfter lassen sich nicht einfach durch Standardmodelle austauschen, man muss also bei einem Schaden auf Ersatzteile von Be Quiet setzen. Würde schon sehr viel Bastelarbeit benötigen, um andere Lüfter zu verbauen
        Sowas sollte meiner Meinung nach viel härter abgestraft werden. Lüfter sind Verschleißteile. Der Kühler ist also mit Ansage in einigen Jahren, ohne Modding, unbrauchbar.
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