Rund statt eckig: Konzept zeigt interessanten CPU-Passivkühler und sucht Unterstützung
Die auf passive PC-Kühlung spezialisierte Webseite Fanlesstech.com hat ein Konzept eines ungewöhnlichen Turmkühlers in runder Form für lüfterlosen Betrieb vorgestellt.
Fanlesstech.com sucht immer wieder nach neuen Möglichkeiten für die möglichst effiziente Passivkühlung von PC-Komponenten und hat dabei auch schon interessante Konzepte selbst realisiert. In einem aktuellen Beitrag wurde jüngst ein bereits 2018 erdachter Entwurf mithilfe von Renderbildern des deutschen Grafikers Noah Beerstecher neu vorgestellt. Dieser "Traumkühler" könnte den CPU-Passivkühlermarkt laut der Webseite theoretisch zwischen dem 110 US-Dollar teuren Noctua NH-P1 und dem 15 Dollar kostenden Alpine 12 Passive im Preisbereich von 80 Dollar bereichern.
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Das ungewöhnliche Design mit 18 runden Aluminiumlamellen und Lochstruktur setzt auf fünf 8-mm-Heatpipes, die zu einem Kupferblock mit weiteren Kühlrippen zusammenlaufen. Der in der Theorie einen Kilogramm auf die Waage bringende Turmkühler soll für 65-Watt-Prozessoren geeignet sein. Dabei räumt Fanlesstech.com ein, dass sich die Herstellung aufgrund der Ausformung schwierig gestalten könnte. Wahrscheinlich müsste der Kühler dem Wortlaut nach neben den Heatpipes peripher verstärkt werden, um die "strukturelle Integrität zu bewahren". Dennoch könnte ein solcher Kühler den eigenen Vorstellungen nach ein "Game Changer" werden.
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Umsetzung wird angestrebt
Durch die in den meisten Gehäusen waagerechte statt senkrechte Positionierung von CPU-Kühlern, könnten die Vorteile der löchrigen Perforierung mit Hinblick auf die thermische Konvektion allerdings womöglich nicht aufgehen, wie die Kollegen von Computerbase.de anmerken. Dort hat man Fanlesstech.com auch eine Anfrage zur Ernsthaftigkeit der Umsetzungsabsicht des Kühlerkonzepts hin zu einem fertigen Produkt gestellt, wonach man "es definitiv versuchen" wolle, "doch versprechen könne man noch nichts". Zuvor hatte Fanlesstech.com bereits auf Twitter augenzwinkernd um Herstellerinteresse geworben.

Aber ein Turbo ist da nicht drin.
Ein schön aussehendes CAD-Modell muß nicht immer gut kühlen.
Und ein bißchen in der Praxis testen sollte man schon mal, da die Strömungstechnik mit 3 dimensionalen Vektorfeldern, Quell- und Wirbeldichte und verschiedenen Operatoren "rechnet".
Ich hab das zwar immer als Schätzung empfunden, aber unser Dozent hat immer gesagt: "man berechnet ... ".
Wenn dann eine Randbedingung nicht stimmte, ging das Ganze vor'n Baum.
Manche Dozenten haben dann bei falschem Vorzeichen einfach die Integralgrenzen getauscht, aber da hat auch der unaufmerksamste Student laut gelacht.
Solange man kein komplett anderes Grundkonzept nimmt (wie Nofan), steckt Optimierungspotenzial eher in Heatpipeform, -typ, -anordnung und -anbindung, was leider schnell zu hohen Fertigungskosten und/oder Mainboard-Inkompatibilitäten führt. Aber an den Lamellen kann man jenseits eines großzügigen Abstands einfach wenig machen. Fläche ist durch nichts zu ersetzen und "senkrecht stellen" eine recht einfaches Konzept. Die Fanless-Tech-Idee mit den Löchern sieht zwar cool aus, wird aber nur bei liegendem Mainboard einen Vorteil bieten, der bei weitem nicht ausreichen kann, um Kühler mit 90° gedrehter Lamellenorientierung wie den NH-P1 zu schlagen. So hat man dann einen Kühler, der für alle Montagearten mäßig geeignet ist und wenn man nicht gerade als Heimwerker an die Sache geht (wo "Löcher bohren" oft die einzige maschinelle Bearbeitungsmöglichkeit ist), dann wird auch die Fertigung überproportional teuer.
Eine eckige Grundform würde mehr Kühlfläche bei gleichbleibenden Außenmaßen bedeuten.
Eine eckige Grundform würde mehr Kühlfläche bei gleichbleibenden Außenmaßen bedeuten.