Captherm MP1120: Phasenwechsel-CPU-Kühler für 249 US-Dollar - Metallverbindungen durch C4-Explosionen
Das kanadische Startup Captherm hat auf der CES 2014 erstmals den CPU-Kühler MP1120 präsentiert. Dabei kommt das Prinzip des Phasenwechsels zum Tragen, bei dem eine Flüssigkeit an der Hitzequelle verdampft, automatisch durch den höher liegenden Radiator läuft, dort abkühlt und als Flüssigkeit wieder zur Hitzequelle zurückkehrt. Ab März soll die Auslieferung beginnen, preislich werden 249 US-Dollar fällig.
Aktuell sind im Computer-Bereich fast ausschließlich Luftkühlungen üblich, sei es im Mobile-, Desktop- oder Server-Bereich. Einen Bruchteil machen noch Wasserkühlungen aus, wobei deren Verbreitung durch die All-in-One-Kits in letzter Zeit stark zugenommen haben dürfte. Captherm will das Angebot nun auch um eine Phasenwechsel-Kühlung erweitern, an der das Unternehmen nach eigenen Angaben acht Jahre lang entwickelt hat. Diese Zeit dürfte vor allem den verwendeten Materialien gewidmet worden sein, deren Geheimnis bisher noch nicht gelüftet wurde. Das komplette Konstrukt besteht aus mehreren Metallen, die sich nicht miteinander verschweißen lassen sollen. Folglich werden die Metalle mit C4-Sprengstoff verbunden und anschließend als Block verarbeitet. Das klingt abenteuerlich, aber es gibt dazu auch ein Video.
Des Weiteren wird eine Flüssigkeit eingesetzt, die bereits bei Hautkontakt verdampfen soll. Diese sitzt in einem Behältnis über der CPU, wo sie ähnlich der Vapor-Chambers beim Betrieb verdampft und durch eine "Vapor-Tube" in den Radiator gelangt. Dieser dient gleichzeitig als Kondensierer, indem sich der Dampf durch die Abkühlung wieder verflüssigt. Durch die "Liquid-Tube" gelangt die Flüssigkeit wieder zur Hitzequelle, wo der Kreislauf von Neuem beginnt. Der Vorgang soll laut eigenen Angaben 10 Mal effizienter arbeiten als jede Luft- respektive Wasserkühlung.
Einen Lüfter sieht Captherm offensichtlich nicht vor. Demnach sollte der Wärmeübergang zwischen Dampf und Radiator sowie Radiator und Luft ausreichend sein, um die Flüssigkeit unter Körpertemperatur kühlen zu können. Schließlich reicht eine Handberührung aus, um diese verdampfen zu lassen. Der Vorgang kann durch ein beleuchtetes Sichtfenster an der CPU beobachtet werden. Im Vorfeld wurden bereits die CES Innovations- und Engineering Awards verliehen. Im kommenden März soll die Auslieferung des MP1120 beginnen, dessen Preisempfehlung bei 249 US-Dollar liegt. Umgerechnet inklusive Mehrwertsteuer also knapp 217 Euro. Wir sind gespannt, wie sich das Produkt in der Praxis schlägt.
Quelle: Tweaktown, Digitaltrends




Eine Kompressorkühlung unterscheidet sich grundsätzlich, weil sie das Arbeitsmedium unter Drucker verflüssigt, nicht (allein) durch Abkühlung. Dadurch sind ganz andere, vor allem auch negative, Temperaturgradienten möglich.
In was für einer Forschung willst du hier was verwenden
Irgendwann geht einem schlichtweg die Flüssigkeit aus. Und auch vorher kann die Temperatur des Gesamtsystems einfach eine unerwünschte Höhe erreichen.
Heatpipes auf den richtigen Arbeitspunkt abzustimmen ist einer der wenigen Punkte, an dem Kühlerhersteller noch echte Optimierungsarbeit leisten können.
Sprengplatieren nutzt man nicht wegen Festigkeit oder Dichtigkeit der Verbindung, sondern wegen der verwendeten Materialien. Einige lassen sich flächig halt nicht anders verbinden.
Die Frage hier ist halt nur:
Warum sollte man solche Materialien überhaupt nutzen?
Die Wärme geht vom IHS in den Kühlerboden, von da in die Flüssigkeit, von der in die Rohre bzw. Lamellen. Alles andere dient nur als Gehäuse, ohne besondere Anforderungen.
An Rohren und Lamellen kann man nun nichts sprengplattieren - das geht nur auf ebenen Oberflächen, alles drum rum würde weggerissen. Bei den Übergängen in und aus der Flüssigkeit kann man auch nichts fest verbinden - ist schließlich flüssig. Bliebe die Bodenplatte als solche. Hier ist die einzige Anforderung: Bestmögliche Wärmeleitung.
Die erreicht man aber mit homogenen Stoffen, eine Schichtung ist eigentlich immer schlechter -> Sprengplattieren sinnlos. Noch eindeutiger wird es mit den naheliegenden Materialien:
Kohlenstoffnanoröhren, Graphen, Diamant, Reinsilber und Kupfer. Mal von den Preisen ganz abgesehen: Die ersten drei halten es nicht aus, die letzten beiden kann man gut löten -> Sprengplattieren sinnlos.
Sinnvoll wäre Sprengplattieren dagegen z.B. bei Titan. Das verbindet sich mit vielen Stoffen schlecht bis gar nicht und wenn dann nur bei Temperaturen, die kaum ein Unternehmen erzeugen kann. Aber Titan ist schweine teuer und iirc ein sehr schlechter Wärmeleiter.
Sprengplattieren jetzt titan
ich selber schweiße alu titan
das schöne daran wen die naht regenbogenfarben aufweist ist sie Perfekt
bei V2A sind z.b regenbogenfarben (verfärbungen) nicht wünschens wert
der Vorteil einer Wakü ist aber auch dass sie für den Preis recht schnell noch erweiterbar ist. Diese 250,- sind quasi CPU-only.
Nichtdestotrotz finde ich es sehr gut dass mal wieder eine neue Richtung ausgelotet wird, anstelle immer nur neue Farben und Lamellenformen von Tower-Kühlern.
Ich hoffe dass man mal über kurz oder lang ein paar Testergebnisse von dem Ding zu Gesicht bekommt.
Den Bastelspaß meiner Wakü kann das Ding jedoch definitiv nicht ersetzen
Irgendwie erinnert mich die Captherm MP1120 and die CO2 Kühlung von Danfoss
CO2 Phasenwechsel - Danfoss
und der kritische Punkt bei 31C° ist auch passend
Edit: Etwas bessere Qualität
Die Aggregatszustände von Kohlendioxid - YouTube
Ansonsten bleibt es ja im Gasförmigen Zustand.
Schon mal ein Gasfeuerzeug in der Hand gehabt? Da ist Butangas drin mit einem Siedepunkt von knapp unter Null Grad Celsius. Trotzdem ist ein Großteil des Stoffes im Feuerzeug flüssig, selbst wenn er deutlich wärmer wird. Das liegt am Druck. Weil der Druck im Feuerzeug höher als der atmosphärische Druck ist (1 Bar auf Ozeanlevel), steigt der Siedepunkt. Ich gehe mal schwer davon aus, dass der Druck im Kühler deutlich höher ist, daher liegt auch der Siedepunkt der geheimnisvollen Flüssigkeit (vielleicht Äther bzw. Dietylether?) höher.
Andersrum geht's natürlich auch, auf dem Mount Everest kocht Wasser zum Beispiel schon deutlich unter 100°C. Im Vacuum reicht sogar Zimmertemperatur. Flüssigkeiten machen komische Sachen wenn Druck mit ins Spiel kommt
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Naja, ne Wakü ist eigentlich schon relativ wartungsarm. Einmal gemacht, läuft sie sehr lange. Je nach AGB größe muss man alle paar Monate bis Jahre mal etwas Wasser nachfüllen.
Und einen Luftkühler sollte man in ähnlichen Abständen auch mal von Staub befreien.
Je nach Pumpe ist eine Wakü im Idle praktisch nicht zu hören und mit entsprechend großen Radis bleibt das auch unter Last so. Leiser als jede HDD ist sowieso kein Problem.