AMD Thuban im Test: Phenom II X6 1090T und 1055T: Benchmarks und Fazit
Was leisten der Phenom II X6 1090T und der X6 1055T im Test? Mit dem Thuban schickt AMD seine ersten Sechskerner ins Desktop-Rennen. PC Games Hardware testet die neuen Hexacores im Vergleich zu Intels und AMDs aktuellen CPUs.
Quelle: PC Games Hardware
Anno 1404 profitiert bei den Min-Fps durch sechs Kerne
Thuban-Leistung in Spielen
AMDs bisheriges Topmodell taktet alle vier Kerne mit 3,4 GHz - der 1090T kommt auf "nur" sechsmal 3,2, der 1055T auf 2,8 GHz. In Anwendungen überkompensieren die beiden zusätzlichen Kerne die niedrigere Frequenz problemlos, in Spielen springt unter anderem "Turbocore" in die Bresche - mehr zu "Turbocore" finden Sie in der kommeden PCGH 06/2010.
Zumindest Anno 1404 kitzelt aus den sechs Kernen des 1090T trotz geringerem Takt mehr Fps heraus als aus dem 965BE, sogar der 1055T - welcher wohlgemerkt 600 MHz langsamer taktet - zieht knapp an der Deneb-CPU vorbei. Damit erreichen die beiden Thubans "nur" die Gefilde eines Core i7-870 und Core i5-750, sind aber deutlich schneller als die bisherigen AMD-Prozessoren. Auffällig: Die minimalen Fps, also der Worst Case beim Spielen, liegen bei den X6-CPUs erfreulich hoch. Bei Call of Duty Modern Warfare 2 bremst die Radeon HD 5870 die schnellsten Prozessoren, der Phenom II X6 1090T kommt mit dem drohenden Grafiklimit aber am besten klar und setzt sich an die Spitze. Der Phenom II X6 1055T knabbert an den Resultaten des Phenom II X4 965 BE. Bei Colin McRae Dirt 2 schließlich befinden sich jegliche Phenom II X4/X6 in der Spitzengruppe, erneut bedingt dadurch, dass die Architektur im Grafiklimit offenbar einen Tick besser abschneidet.
Detaillierte Anleitungen samt Videos zu unseren Spiele-Benchmarks finden Sie im FAQ: So bencht PCGH Spiele (How-to-Benches inside).
Thuban-Leistung in Anwedungen
Im eher Intel-lastigen Cinebench R10 liegt der große Thuban auf dem Niveau des weitaus teureren Core i7-870/i7-960, der 1055T für 200 Euro ist praktisch so schnell wie der Core i7-860. Truecrypt ist dagegen eher AMD-freundlich, daher muss der i7-975 XE sogar den 1055T ziehen lassen.
Übertaktungsergebnisse
Bereits vor dem Erscheinen des ersten Phenom II kursierten im Internet bemerkenswerte Übertaktungsergebnisse, die von Übertaktern mit Flüssigstickstoff erreicht wurden. Das Spiel wiederholte sich beim neuen Hexacore 1090T, der bis zum Redaktionsschluss bereits auf über 6,5 GHz bewegt werden konnte.
In unserem Extrem-Übertaktungstest mit einer Kompressorkühlung (Details in der kommenden Ausgabe 06/2010) gelang uns eine CPU-Z-Validierung bei über 4,9 GHz. Um die 5-GHz-Hürde zu nehmen, mussten wir zu einem Trick greifen. Wir erreichten kurzzeitig 5.060 MHz, dann war das Limit erreicht. Mit Luftkühlung waren uns 4,1 GHz bei 2,6 GHz Northbridge-Takt möglich, im Cinebench steigt die Leistung des 1090T dadurch um knapp 30 Prozent. Wie beim Deneb gilt: Die NB sollte mit übertaktet werden, nicht nur die Kernfrequenz.
Leistungsaufnahme
Unser Testrechner (1090T mit der erwähnten Asus-Platine und einer Radeon HD 5870) kam im Leerlauf auf eine Leistungsaufnahme von knapp 76 Watt. Ein Core i7-975 XE kommt auf 96 Watt, der Core i7-980X schrammt knapp an der 100-Watt-Marke vorbei (jeweils komplette Rechner). Unter Last werden die Differenzen größer: Wird der Cinebench R10 in der 64-Bit-Variante auf allen Kernen ausgeführt, bleibt der Core i7-860 am sparsamsten - aber nur, solange der Turbo inaktiv ist. Der X6 1090T nimmt klar weniger Leistung auf als die beiden Core i7 für LGA1366 und ist liegt wenige Watt hinter dem vierkernigen 965 BE.
Fazit
Die Ära der bezahlbaren Sechskerner hat begonnen - insbesondere in Anwendungen bieten die Thuban-CPUs ein hervorragendes Preis-Leistungsverhältnis. Für Spieler lohnt sich ein sparsamer Phenom II X6 derzeit nur bedingt, da erst wenige Spiele von mehr als vier Kernen profitieren. Das könnte sich aber schon bald ändern, wenn neue und entsprechend optimierte Spiele auf den Markt kommen. Für Aufrüster ist es erfreulich, dass sich der Prozessor auch auf AM2(+)-Boards einsetzen lässt. Der Nutzen des Turbo-Modus ist abhängig von der Anwendung respektive dem Spiel.
Wichtig: In der kommenden PCGH 06/201, die am 05.05.2010 erscheint, finden Sie mehr als 13 Seiten zu den neuen Sechskernern von AMD. Darunter unter anderem weitere Benchmarks, mehr zu "Turbocore", spezielle Matrizen zum exzellenten Preis-Leistungsverhältnis, OC-Details und Listen der Kompatibilität mit beliebten AM2+/AM3-Boards.
Passend zum Thema empfehlen wir:
• Intels Gulftown-CPU im Test: Core i7-980X auf Westmere-Basis
• Intel- und AMD-CPUs: Test-Übersicht und aktuelle Kauf-Tipps mit Spiele- plus Anwendungs-Index (April 2010)


Und für Amd,s Sechskerner muss ich mir nicht mal ein neues Board kaufen.
weiters kann der 1090T nicht mal mit 4.1 ghz mit dem 980x @ stock mithalten, den preis mal außer acht gelassen
Und für Amd,s Sechskerner muss ich mir nicht mal ein neues Board kaufen.
AMD Phenom II X6 1055T 2.80GHz AM3 9MB BOX - Computer Shop - Hardware, Notebook
Und wenn ich mir dann noch das Datenblatt zur Hand nehme, so würd ich fast meinen, dass man entweder durch den hohen Multiplikator easy n paar MHz drauflegen kann oder unter Normtakt ans Undervolten denken könnte.
Die Preisdifferenz zum 1090er empfinde ich im Vergleich zur Mehrleistung als zu hoch. Gerade weil man mit einfachen Mitteln die Leistung des großen Bruders erreichen kann.
Selbst ich als Intelfreund (der aber nicht drauf fixiert ist) finde nach anfänglichen Bedenken, dass der kleinere Vertreter doch eine der markanteren Vertreter der CPUZunft ist. Zumal die im Netz zu finden OC-Werte ja schon vielversprechend sind.