Xeon 600 for Workstation gegen Threadripper: Intel mit 86 P-Kernen, Octa-DDR5-8000 & 128× PCIe 5.0

Intel gibt die Workstations nicht auf: Rund ein Jahr nach dem Server-Launch tritt Granite Rapids jetzt auch in diesem Markt an. Viel RAM, viel PCIe und viele Kerne (aus der Meteor-Lake-Generation) sollen die Lücke zu AMDs Threadripper (Pro) 9000 schließen.

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Xeon 600 for Workstation gegen Threadripper: Intel mit 86 P-Kernen, Octa-DDR5-8000 & 128× PCIe 5.0
Quelle: Intel

Der Markt für enthusiastische Privatnutzer wird zwar schon lange nicht mehr von gesonderten HEDT-Plattformen, sondern von Core 9 und insbesondere Ryzen 9 in Mainstream-Sockeln bedient. Oberhalb dieser bleibt aber eine Lücke zu den kleinsten Server-Systemen. AMD verkauft hier seit 2017 diverse Threadripper-Ausbaustufen, Intel hält mit Xeon-W dagegen. Letztere "Workstation"-Angebote erhalten nun ein Update von der seit 2023 verkauften "Sapphire Rapids"-Technik auf die noch aktuelle "Granite Rapids"-Generation.

(Relativ) alte Architektur

"Neu" ist diese nur im genannten Markt; sein Server-Debüt feierte Granite Rapids dagegen bereits vorletztes Jahr als Teil von "Xeon 6". Im Gegensatz zu den ein Quartal früher erschienenen "Sierra Forest"-Modellen mit bis zu 288 E-Kernen setzt Granite Rapids dabei ausschließlich auf P-Kerne, in der größten Server-Konfiguration bis zu 128. Deren Redwood-Cove-Architektur kennt man aus den bereits 2023 vorgestellten "Meteor Lake"-Mobile-CPUs. Sie unterscheidet sich primär durch einen auf 64 KiB verdoppelten L1-Befehls-Cache von den aus Core-i-13000- und -i-14000-CPUs bekannten "Raptor Cove"-Kernen - ihrerseits nahezu identisch zum "Golden Cove"-Vollausbau der jetzt abgelösten Sapphire Rapids.

Intel Xeon 600 for Workstation Launch-Präsentation (5): Xeon 600 ist für Intel nur ein Puzzlestück, oft reicht heute bereits Desktop- oder Mobile-Hardware für eine 'Workstation'. Quelle: Intel Intel Xeon 600 for Workstation Launch-Präsentation (5): Xeon 600 ist für Intel nur ein Puzzlestück, oft reicht heute bereits Desktop- oder Mobile-Hardware für eine "Workstation".

Wie diese enthalten auch die aktuellen Server- und neuen Workstation-Xeons erweiterte Ausführungseinheiten und Befehlssätze: Um AVX-Berechnungen kümmern sich in den Xeon drei Pipelines statt in Desktop-/Mobile-"Cores". Die ersten beiden lassen sich zu einer AVX512-Einheit bündeln, während die zusätzliche, dritte Einheit, sogar vollständig 512-Bit-tauglich ist. Trotz nominell gleicher Architektur verfügt ein Granite-Rapids-Kern mit zweimal AVX512 also über eine 50 bis 100 Prozent höhere Rohleistung pro Takt als sein Meteor-Lake-Mobile-Pendant mit zweimal AVX2 - wenn die richtigen Befehlssätze genutzt werden. Neben dem auch von Core i-11000 sowie AMDs Ryzen bekannten AVX512 sind insbesondere Intels Xeon-exklusive Advanced Matrix Extensions erwähnenswert. Sie werden mit Granite Rapids um FP16-Befehle für die massiv parallele Verarbeitung relativ grober Daten erweitert, also für typische Lasten bei der Ausführung (nicht dem Training) von KI-Routinen.

(Relativ) neue Fertigung & Multi-Chip-Aufbau

Ein weiterer Vorteil von Granite Rapids gegenüber Core-i-Desktop-Prozessoren respektive dem ähnlich alten Sapphire Rapids ist die verwendete Fertigung: Die aktuellen Server- und kommenden Workstation-Prozessoren laufen in Intel 3 vom Band, einem verfeinerten Ableger von Meteor Lakes Intel-4-Prozess. Dieser ist seit 2023 zwar ebenfalls in die Jahre gekommen, bereits für die 2024 vorgestellten, aktuellen Core-Ultra-200-Desktop-CPUs kaufte Intel lieber N3-Silizium bei TSMC ein. Verglichen mit den in Intel 7 gefertigten Vorgängern machen die neuen Workstation-Xeons dennoch einen großen (Effizienz-)Schritt. Intel verspricht bis zu 61 Prozent Mehrleistung bei einer TDP von 350 statt bislang 385 W. AMDs konkurrierende Threadripper (Pro) 9000 stehen mit TSMC N4 zudem auf einem vergleichbaren Entwicklungsstand.

Intel Xeon 600 for Workstation Launch-Präsentation (6): Der Aufbau mit zwei I/O- und einem oder zwei Compute Tiles entspricht älteren 'Xeon 6' Granite Rapids für LGA4710. Quelle: Intel Intel Xeon 600 for Workstation Launch-Präsentation (6): Der Aufbau mit zwei I/O- und einem oder zwei Compute Tiles entspricht älteren "Xeon 6" Granite Rapids für LGA4710.

Ihnen gegenüber punktet Intel weiterhin mit einer guten Kern-Vernetzung: AMDs relativ kleine Chiplets zu je acht Kernen müssen viele Daten über Leiterbahnen auf dem CPU-Substrat und einen zentralen IOD austauschen, in dem auch der Speichercontroller sitzt. Intel dagegen platziert letzteren zusammen mit bis zu 48 Kernen auf monolithischen Tiles, in denen ein Mesh alle Funktionseinheiten direkt verbindet - erfahrungsgemäß nicht so schnell wie der Ringbus in Intel-Desktop-CPUs, aber flotter als mehrere Sprünge in AMDs Infinity-Fabric-Netzwerken. Auch die Top-Xeon-Workstation-Modelle mit zwei 44-Kern-Tiles versprechen mit "quasi monolithischen" EMIB-Silizium-Brücken eine engere Vernetzung. Weniger latenzkritische I/O-Funktionalität, insbesondere PCI-Express, lagert Intel dagegen auf zwei I/O-Tiles neben dem Compute-Silizium der Neuvorstellungen aus.

"Neuer" Sockel 4710 & W880

Platz findet all das in einer LGA-Fassung mit 4710 Kontakten, die 1:1 von kleineren Xeon-6-Servern übernommen wird. Während Xeon 6900 mit zwölf Speicherkanälen und bis zu 128 aktiven Kernen auf drei Compute-Tiles ein großes LGA7529-Package erfordern, nutzen Xeon 6500 und 6700 mit bis zu 86 Kernen und Octa-Channel-RAM schon lange den Sockel 4710. Ähnlich wie längere Zeit bei AMDs Threadripper ist die Workstation-Plattform also ein einfacher Rebrand des Server-Designs - gleiche Kerne, gleiches Package, gleicher Sockel und nahezu identisches Schnittstellenangebot. Kompatibel sind die Prozessoren hier wie dort dennoch nicht. Laut Intel kann man zwar einen Xeon 6 in ein Xeon-600-Mainboard einbauen und umgekehrt, ohne dass es zu Schäden kommt, ein identisches Pin-Out wurde explizit bestätigt. Das System wird aber, genau wie ein Epyc- im Threadripper-Sockel, nicht booten.

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  1. Seite 1 Architektur und interner Aufbau
  2. Seite 2 Plattform-Features & SKU-Stack
  3. Seite 3 Leistung, Auslieferung und Fazit
    • Kommentare (12)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von PCGH_Torsten Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von Pokerclock
        CPU- und VRM-Kühlung ist tatsächlich weniger das Problem. Es geht eigentlich immer nur um den RAM, der selten direkten Luftstrom in Desktop-Gehäusen abbekommt, aber dringend benötigen würde. Es gibt bis dato dazu keine Lösung. Ein übergroßer Topblower-Kühler wäre eine. Den hat aber keiner im Programm. Die Mainboards selbst haben ihre ATX- und EPS-Kabel meistens wild irgendwo im Luftstrom verteilt. Also nicht einmal ein Rack wäre eine Lösung diese Workstation-Boards wie das Asus Sage.
        Also bei den Platinen, die ich bislang in der Hand hatte, konnte man die Stromkabel, Führung in der Nähe des Mainboard-Trays statt quer über allem baumelnd vorausgesetzt, leicht aus dem Luftstrom für den RAM raushalten und bei den größeren 8-Channel-Plattformen sind die Slots auch nahezu immer in Ost-West-Richtung orientiert, sodass Frontlüfter dazwischen blasen können. Falls diese zu schwach sein sollte, gibt es weiterhin RAM-Luftkühler, auch wenn die scheinbar kein Händler mehr an Geizhals reportet. (Im Gegensatz zu Wasserkühlern.)

        Zitat
        Es gibt mehr als genug Anwender, die keinen Nutzen aus 1851/AM5 ziehen können, mangels Lanes und Steckplätzen. Aus 4677 bzw. WRX80/WRX90 sehr wohl. Aktueller Geheimtipp ist hier WRX80 mit einem 3945WX. Billigster DDR4-RAM bis 128 GB möglich, aber mal eben 7 Capture-Karten einbauen oder 4 Dual-Slot-Workstation-Grafikkkarten? Gar kein Problem! Mit DDR5-RDIMM darf man erst einmal tausende Euros investieren, ohne irgendeinen Nutzen davon zu haben.
        Wieso sind für Anwender, denen 128 GiB oder weniger DDR4 reichen, die Preise für 256 GiB RDIMM ein Problem? Nur weil die CPU ggf. Octa-Channel hat, muss man doch nicht alle acht Slots bestücken. Ich gebe zu, dass 1.700 Euro (günstigstes Angebot im Moment des Postens) für 4× 16 GiB alles andere als günstig sind. (Ich habe dafür im Sockel 1151 mal 260 Euro bezahlt.^^) Aber wenn wir von einem professionellen System mit 600-1.000 Euro für die CPU, 400-800 Euro für das Mainboard und 2.000-8.000 Euro an Capture-Karten reden, denen sicherlich noch eine SSD-Ausstattung in ähnlicher Größenordnung gegenüberstehen, dann sind die 1.000 Euro Mehrkosten gegenüber UDIMM auch "nur" 5-15 Prozent Aufpreis, trotz unserer extremen Zeiten.

        Das ist dann der saure Apfel, in den man als Nischennutzer beißen muss. Niemand entwickelt eine Plattform exklusiv für "7 Capture Karten, die ihre Anbindung voll Auslasten, nebst Massenspeicher, aber keinen Platz mehr für Bildausgabe". 3-4 4.0-×4-Karten laufen auch auf normalen Desktop-Plattformen (sechs auch und mit aktiven Risern sogar noch mehr, aber dann kriegt man nicht mehr genug Laufwerke für die aufaddierte Datenrate bei Volllast unter). Die nächst höhere Klasse reicht eben auch bis zu Leuten, die 1+-TiB-RAM und 60 Kerne für Software-Raytraycing suchen. Sowas ist für Käufer am unteren Ende eines Bereichs immer blöd – frag mal Leute die nur ein billiges Office-System mit 70-Euro-Mainboards ala 1150 suchen, heute aber einen Sockel AM5 designed für 16-Kerner, Multi-High-End-SSD & Co bezahlen müssen.

        Zitat von peru3232
        Ich darf da kurz nachhaken. Das war einer der größten Vorteile der letzten wirklich interessanten HEDT Plattform von Intel. Es war zwar kaum bekannt, aber von mir sehr gerne genutzt: Die XEONs liefen ebenso auf den X99er Boards - und zwar natürlich auch mit RDIMMs. Sicher waren diese Singlecore wesentlich schwächer, aber das war für mich irrelevant - vor allem im Gebrauchtmarkt tummelten sich die Speichermodule, die man problemlos für weniger als die Hälfte wie für normale DIMMs bekam...
        Kurz gesagt, die Plattform X99 unterstützte beides - ebenso davor X79, der Bruch kam erst mit X299
        Vielleicht habe ich etwas mit Fully Buffered vermischt (umgekehrt wird Registered aber auch oft mit ECC in einen Topf geworfen, letzteres ist definitiv flexibler), entsprechende Specs scheinen erstaunlich selten zu sein. Meine "ich kann mich nicht erinnern"-Aussage hat aber trotzdem Bestand.^^
      • Von PCGH_Torsten Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von Pokerclock
        CPU- und VRM-Kühlung ist tatsächlich weniger das Problem. Es geht eigentlich immer nur um den RAM, der selten direkten Luftstrom in Desktop-Gehäusen abbekommt, aber dringend benötigen würde. Es gibt bis dato dazu keine Lösung. Ein übergroßer Topblower-Kühler wäre eine. Den hat aber keiner im Programm. Die Mainboards selbst haben ihre ATX- und EPS-Kabel meistens wild irgendwo im Luftstrom verteilt. Also nicht einmal ein Rack wäre eine Lösung diese Workstation-Boards wie das Asus Sage.
        Also bei den Platinen, die ich bislang in der Hand hatte, konnte man die Stromkabel, Führung in der Nähe des Mainboard-Trays statt quer über allem baumelnd vorausgesetzt, leicht aus dem Luftstrom für den RAM raushalten und bei den größeren 8-Channel-Plattformen sind die Slots auch nahezu immer in Ost-West-Richtung orientiert, sodass Frontlüfter dazwischen blasen können. Falls diese zu schwach sein sollte, gibt es weiterhin RAM-Luftkühler, auch wenn die scheinbar kein Händler mehr an Geizhals reportet. (Im Gegensatz zu Wasserkühlern.)

        Zitat
        Es gibt mehr als genug Anwender, die keinen Nutzen aus 1851/AM5 ziehen können, mangels Lanes und Steckplätzen. Aus 4677 bzw. WRX80/WRX90 sehr wohl. Aktueller Geheimtipp ist hier WRX80 mit einem 3945WX. Billigster DDR4-RAM bis 128 GB möglich, aber mal eben 7 Capture-Karten einbauen oder 4 Dual-Slot-Workstation-Grafikkkarten? Gar kein Problem! Mit DDR5-RDIMM darf man erst einmal tausende Euros investieren, ohne irgendeinen Nutzen davon zu haben.
        Wieso sind für Anwender, denen 128 GiB oder weniger DDR4 reichen, die Preise für 256 GiB RDIMM ein Problem? Nur weil die CPU ggf. Octa-Channel hat, muss man doch nicht alle acht Slots bestücken. Ich gebe zu, dass 1.700 Euro (günstigstes Angebot im Moment des Postens) für 4× 16 GiB alles andere als günstig sind. (Ich habe dafür im Sockel 1151 mal 260 Euro bezahlt.^^) Aber wenn wir von einem professionellen System mit 600-1.000 Euro für die CPU, 400-800 Euro für das Mainboard und 2.000-8.000 Euro an Capture-Karten reden, denen sicherlich noch eine SSD-Ausstattung in ähnlicher Größenordnung gegenüberstehen, dann sind die 1.000 Euro Mehrkosten gegenüber UDIMM auch "nur" 5-15 Prozent Aufpreis, trotz unserer extremen Zeiten.

        Das ist dann der saure Apfel, in den man als Nischennutzer beißen muss. Niemand entwickelt eine Plattform exklusiv für "7 Capture Karten, die ihre Anbindung voll Auslasten, nebst Massenspeicher, aber keinen Platz mehr für Bildausgabe". 3-4 4.0-×4-Karten laufen auch auf normalen Desktop-Plattformen (sechs auch und mit aktiven Risern sogar noch mehr, aber dann kriegt man nicht mehr genug Laufwerke für die aufaddierte Datenrate bei Volllast unter). Die nächst höhere Klasse reicht eben auch bis zu Leuten, die 1+-TiB-RAM und 60 Kerne für Software-Raytraycing suchen. Sowas ist für Käufer am unteren Ende eines Bereichs immer blöd – frag mal Leute die nur ein billiges Office-System mit 70-Euro-Mainboards ala 1150 suchen, heute aber einen Sockel AM5 designed für 16-Kerner, Multi-High-End-SSD & Co bezahlen müssen.

        Zitat von peru3232
        Ich darf da kurz nachhaken. Das war einer der größten Vorteile der letzten wirklich interessanten HEDT Plattform von Intel. Es war zwar kaum bekannt, aber von mir sehr gerne genutzt: Die XEONs liefen ebenso auf den X99er Boards - und zwar natürlich auch mit RDIMMs. Sicher waren diese Singlecore wesentlich schwächer, aber das war für mich irrelevant - vor allem im Gebrauchtmarkt tummelten sich die Speichermodule, die man problemlos für weniger als die Hälfte wie für normale DIMMs bekam...
        Kurz gesagt, die Plattform X99 unterstützte beides - ebenso davor X79, der Bruch kam erst mit X299
        Vielleicht habe ich etwas mit Fully Buffered vermischt (umgekehrt wird Registered aber auch oft mit ECC in einen Topf geworfen, letzteres ist definitiv flexibler), entsprechende Specs scheinen erstaunlich selten zu sein. Meine "ich kann mich nicht erinnern"-Aussage hat aber trotzdem Bestand.^^
      • Von peru3232 Komplett-PC-Aufrüster(in)
        Zitat von PCGH_Torsten
        Ich kann mich nicht erinnern, dass jemals ein Registered-oder-Unbuffered-Speichercontroller veröffentlicht wurde. Entweder eine Plattform unterstützt das eine oder das andere. Da einer der Selling-Points dieser Systeme die riesige RAM-Ausstattung ist, setzt man hier zu Recht auf "das eine", also RDIMMs. 256 GB UDIMM dagegen kann man dagegen auch im Mainstream verbauen*; dafür braucht niemand eine große Plattform zu kaufen.
        Ich darf da kurz nachhaken. Das war einer der größten Vorteile der letzten wirklich interessanten HEDT Plattform von Intel. Es war zwar kaum bekannt, aber von mir sehr gerne genutzt: Die XEONs liefen ebenso auf den X99er Boards - und zwar natürlich auch mit RDIMMs. Sicher waren diese Singlecore wesentlich schwächer, aber das war für mich irrelevant - vor allem im Gebrauchtmarkt tummelten sich die Speichermodule, die man problemlos für weniger als die Hälfte wie für normale DIMMs bekam...
        Kurz gesagt, die Plattform X99 unterstützte beides - ebenso davor X79, der Bruch kam erst mit X299
      • Von HardWareFresser87 BIOS-Overclocker(in)
        Intel macht deutlich: Workstations leben, und sie sind fest entschlossen, AMDs Vorsprung nicht länger hinzunehmen. Der Abstand zum Threadripper Pro 9000 schrumpft spürbar – und in manchen Workloads könnte Intel sogar die Nase vorn haben. Mehr Kerne, mehr Speicherbandbreite, mehr PCIe‑Lanes, bessere Effizienz.
        Zitat von Misanthrop68
        Wenn ich immer die Anzahl an PCIe-Lanes lese, bei den Workstation. Bekomme ich das Heulen, was die Desktop Systeme so zu bieten haben.
        Ich fühl’s total. Wenn man sich die Workstation‑Plattformen mit 128 PCIe‑5.0‑Lanes, teils sogar mehr über CXL, anschaut und dann auf AM5 oder LGA1700/LGA1851 zurückblickt, fühlt sich das wie zwei komplett unterschiedliche Welten an.
        Zitat von PCGH_Torsten
        Nur weil das verlinkte Board oben sechs Slots hat und nicht einmal näher angeben muss, dass die 5.0 und elektrisch ×16 sind, weil sich das von selbst versteht.^^ (Wohlgemerkt auf einer Platine, die sich primär an die "kleinen" Quad-Channel-SKUs richtet.)
        Das ist genau der Punkt, der einem als Desktop‑User fast schon weh tut: Auf diesen von Workstation‑ oder Server‑Plattformen abgeleiteten Systemen ist Vollausstattung einfach Standard. Niemand muss extra erwähnen, dass die sechs PCIe‑5.0‑×16‑Slots auch elektrisch voll angebunden sind – alles andere wäre dort schon fast ein Designfehler.

        Und dann der eigentliche Hammer: Das Board, auf das du dich beziehst, ist nicht einmal für die „Monster‑CPUs“ gedacht, sondern für die kleineren Quad‑Channel‑Xeons. Also nicht mal die Top‑Tier‑Workstation‑Modelle – und trotzdem bekommst du eine I/O‑Ausstattung, die im Desktop‑Bereich wie Science‑Fiction wirkt.

        Das zeigt einfach, wie extrem die Segmentierung inzwischen geworden ist.
        Zitat von Pokerclock
        CPU- und VRM-Kühlung ist tatsächlich weniger das Problem. Es geht eigentlich immer nur um den RAM, der selten direkten Luftstrom in Desktop-Gehäusen abbekommt, aber dringend benötigen würde. Es gibt bis dato dazu keine Lösung. Ein übergroßer Topblower-Kühler wäre eine. Den hat aber keiner im Programm. Die Mainboards selbst haben ihre ATX- und EPS-Kabel meistens wild irgendwo im Luftstrom verteilt. Also nicht einmal ein Rack wäre eine Lösung diese Workstation-Boards wie das Asus Sage.
        Du sprichst ein zentrales Problem dieser „Consumer‑Workstation‑Boards“ an – und es schwingt auch in deinem Tab deutlich mit: Diese Plattformen sind elektrisch gesehen Workstations, aber mechanisch eher Desktops, und genau hier prallen zwei Welten aufeinander. Der RAM ist dabei tatsächlich der Engpass, nicht die CPU oder die VRMs.
      • Von Pokerclock Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von PCGH_Torsten
        Also wir hatte mit unseren Asus- und Asrock-Boards für Sapphire Rapids und Threadripper keine Probleme. Klar: Bei CPU-Peak-Verbräuchen von über 400 W muss man auf ausreichend Belüftung der Umgebung achten, da müssen der DIY-Bastler oder der Systemintegrator bei einem xx.xxx-Euro-System eine Minute länger nachdenken als beim xxx-Euro-Office-Build. Aber gerade die Consumer-Like-Konstruktionen (Asus Sage & Co) haben ziemlich üppige Spannungswandlerkühler und brauchen kein speziell optimiertes Rack mit 80-dB(A)-Lüftern.
        CPU- und VRM-Kühlung ist tatsächlich weniger das Problem. Es geht eigentlich immer nur um den RAM, der selten direkten Luftstrom in Desktop-Gehäusen abbekommt, aber dringend benötigen würde. Es gibt bis dato dazu keine Lösung. Ein übergroßer Topblower-Kühler wäre eine. Den hat aber keiner im Programm. Die Mainboards selbst haben ihre ATX- und EPS-Kabel meistens wild irgendwo im Luftstrom verteilt. Also nicht einmal ein Rack wäre eine Lösung diese Workstation-Boards wie das Asus Sage.

        Zitat von PCGH_Torsten
        Ich kann mich nicht erinnern, dass jemals ein Registered-oder-Unbuffered-Speichercontroller veröffentlicht wurde. Entweder eine Plattform unterstützt das eine oder das andere. Da einer der Selling-Points dieser Systeme die riesige RAM-Ausstattung ist, setzt man hier zu Recht auf "das eine", also RDIMMs. 256 GB UDIMM dagegen kann man dagegen auch im Mainstream verbauen*; dafür braucht niemand eine große Plattform zu kaufen.
        Es gibt mehr als genug Anwender, die keinen Nutzen aus 1851/AM5 ziehen können, mangels Lanes und Steckplätzen. Aus 4677 bzw. WRX80/WRX90 sehr wohl. Aktueller Geheimtipp ist hier WRX80 mit einem 3945WX. Billigster DDR4-RAM bis 128 GB möglich, aber mal eben 7 Capture-Karten einbauen oder 4 Dual-Slot-Workstation-Grafikkkarten? Gar kein Problem! Mit DDR5-RDIMM darf man erst einmal tausende Euros investieren, ohne irgendeinen Nutzen davon zu haben.
      • Von PCGH_Torsten Kokü-Junkie (m/w)
        Nur weil das verlinkte Board oben sechs Slots hat und nicht einmal näher angeben muss, dass die 5.0 und elektrisch ×16 sind, weil sich das von selbst versteht.^^ (Wohlgemerkt auf einer Platine, die sich primär an die "kleinen" Quad-Channel-SKUs richtet.)
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