AMD Tech Day 2024: Zen-5-Gaming mit Asus-Laptops und Desktops-PC mit 9900X

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AMD Tech Day 2024: Zen-5-Gaming mit Asus-Laptops und Desktops-PC mit 9900X
Quelle: PCGH

AMDs neue Zen-5-CPUs wollen daheim und unterwegs für flüssigen Spielspaß sorgen. Wir nehmen im Rahmen des AMD Tech Day 2024 in Los Angeles zwei Asus-Laptops mit Ryzen AI 9 HX 370 und einen Desktop-PC mit Ryzen 9 9900X unter die Lupe.

Die besten CPUs nutzen wenig, wenn nicht genug Partner ins Boot steigen und sie in ihre Computer einbauen. Auf dem AMD Tech Day 2024 in Los Angeles freute sich Jack Huynh, Senior Vice President and GM, Computing and Graphics, deswegen wie ein Schnitzel, dass inzwischen über 300 Laptops von Acer, Asus, HP, Lenovo, MSI, Razer und ROG auf dem Markt sind. Allein die dritte Generation der mobilen KI-CPUs bietet dabei mit 150 Exemplaren doppelt so viele Varianten wie die Generationen eins und zwei zusammen. Bühne frei für Shawn Yen von Asus, der die neuesten Laptops seiner Firma im Gepäck hatte.

Asus Zenbook S16 mit Ryzen AI 9 HX 370 und Radeon 890M

Das Asus-Flaggschiff ist das Zenbook S16, das in den USA für rund 1.400 US-Dollar plus Mehrwertsteuer zunächst bei der Elektronikkette Best Buy zu haben sein soll. Zwar besteht es noch nicht aus transparentem Aluminium, doch mit "Ceraluminium" mischt der Hersteller angeblich Keramik und Aluminium. Ein 120-Hz-Display mit 3K-Auflösung wird in unserem Fall von einer CPU vom Typ Ryzen AI 9 HX 370 angetrieben, beziehungsweise der darin integrierten Radeon 890M. Die steuert bis zu vier Displays an - "zwei mehr als ein MacBook Air", so Shawn Yen. Ob die Grafikeinheit tatsächlich "15 Prozent schneller als ein M3 Pro im MacBook Pro" rechnet, sei dahingestellt. Eine Geforce RTX 2070 schlägt das Zenbook S16 laut den gezeigten Benchmarks Fps-technisch um bis zu 73 Prozent - jedenfalls bei den sieben leidlich aktuellen Titeln, die Asus intern getestet hat (siehe Bild). Wir konnten uns tags darauf überzeugen: Die PC-Fassung des PlayStation-Hits "Ghost of Tshushima" lief auf dem Zenbook S16 absolut flüssig - wenn auch nur in Full HD, also 1080p.

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Asus TUF Gaming A14 mit Ryzen AI 9 HX 370 und RTX 4060

Wer in höhere Auflösungen vorstoßen möchte, greift zum Asus TUF Gaming A14. Auch hier steckt ein Ryzen AI 9 HX 370 unter der Haube, für die Grafik setzt Asus jedoch auf die grüne Konkurrenz: Eine Geforce RTX 4060 ist für "optimales 1440p-Gaming" verantwortlich. Genauer: 14 Zoll, 2.560 mal 1.600 Bildpunkte, 165 Hz. Optisch kommt das Laptop weniger ätherisch als das Zenbook S16 rüber, man kann es trotz der großen Lüftungsschlitze - 110 Watt TDP im Turbo-Modus! - beherzt an einer Ecke anfassen, ohne befürchten zu müssen, dass es dabei verbiegen könnte. Dabei ist es mit 1,46 Kilogramm sogar etwas leichter als der Ceraluminium-Kollege, der 1,5 Kilogramm auf die Waage bringt. Der Preis ist hingegen identisch: 1.400 US-Dollar plus Mehrwertsteuer. Während das Zenbook S16 eindeutig eher für das mobile Arbeiten gedacht ist, soll das TUF Gaming A14 dank 32 GByte RAM und bis zu vier TByte SSD-Speicher aktuelle Spiele verspeisen. Bei unserem Test flutschte "Cyberpunk 2077" geschmeidiger als auf den meisten Systemen zum Release des Spiels. "Fallout 4" ebenfalls, wobei das bei einem neun Jahre alten Spiel keine große Kunst ist.

Ryzen-Desktop-PCs mit AMD Ryzen 9 9900X

Wer bis hierhin gelesen hat und nicht unbedingt auf dem Laptop zu Hause ist, darf sich freuen: Auf dem AMD Tech Day 2024 gab es auch zwei Desktop-Systeme zum Anfassen. Technisch waren die zwei PCs identisch: In einem Gehäuse von Cyberpower steckten ein MSI-Mainboard vom Typ X670E Gaming Plus WiFi, ein AMD Ryzen 9 9900X, eine AMD Radeon RX 7900 XTX, 32 GByte DDR5-Speicher sowie eine 1-TByte-NVMe-SSD. System Nummer eins stellte AMD als "High Refresh Gaming"-PC vor: "Counter-Strike 2" sauste in 1080p-Auflösung mit rund 450 (!) Fps über den Monitor. Das müssen wir AMD glauben, einen Frame-Counter gab's nirgendwo im Bild zu sehen.

System Nummer zwei war derweil mit Warhammer 40K: Space Marine 2 beschäftigt: In 4K-Auflösung durften wir auf einer großen Ebene toll beleuchtet allerlei Gesindel "zerbrezeln", während im Himmel geruhsam Vogelschwärme ihre Runden drehten. AMD pries das System mit den Worten: "Der Ryzen 9 9900X ist in 4K schneller als ein Ryzen 7 5800X3D bei geringem TDP-Wert." Das sollte er auch sein, denn der 5800X3D ist schon von 2022 und hat Zen-3-Technik an Bord, wenn auch mit Stapel-Cache. Spannender wäre hier ein Vergleich mit einer Zen-4-CPU wie der 7800X3D gewesen. Darum kümmern wir uns dann in der nahen Zukunft selbst, denn die Zen-5-CPUs sollen am 31. Juli dieses Jahres erscheinen.

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