[PLUS] RAM im Härtetest: Wovon profitieren Coffee Lake, Ryzen und Skylake X in der Praxis?
PCGH Plus: Prozessoren verfügen nur über wenige Megabyte Cache und sind auf schnellen Arbeitsspeicher angewiesen. Doch wovon profitieren Coffee Lake, Ryzen und Skylake X bei RAM in der Praxis eigentlich? Wir testen unter anderem mit vier Anwendungen und drei Spielen 2x 8 GiB RAM gegen 4x 8 GiB RAM, Dual Ranked gegen Single Ranked, DDR4-3200 gegen DDR4-2400 und zusätzliche Hintergrundfolter mit vier Instanzen des Speichertestprogramms HCI Memtest. Der Artikel stammt aus PC Games Hardware 01/2018.
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Zum Thema Arbeitsspeicher findet man etwa in Online-Foren oftmals pauschale Aussagen wie "Hoher RAM-Takt bringt bei Ryzen besonders viel" oder "Bei Skylake X muss man unbedingt Quad Channel nutzen". Aussagekräftige Benchmarks, welche solche Behauptungen bekräftigen, sieht man allerdings seltener. Daher möchten wir in diesem Artikel untersuchen, welche Speichereigenschaften bei aktuellen Prozessoren wirklich einen großen Unterschied machen und ob es bestimmte Aspekte gibt, die abhängig von der Plattform eine besondere Rolle spielen.
Drei CPUs, drei Plattformen
Für den Test haben wir uns den Sechskerner i7-8700K sowie die beiden Octacores Ryzen 7 1700X und i7-7820X ausgesucht. Letzterer unterstützt nicht nur Dual, sondern auch Quad Channel. Durch das Ansprechen von vier Speicherkanälen mit mindestens einem Modul lässt sich wie bei Dual statt Single Channel die Datentransferrate in der Theorie noch einmal verdoppeln. Als Untersätze greifen wir auf drei Asus-Mainboards zurück. Die Überlegung dahinter: Wenn alle Hauptplatinen von der gleichen Firma stammen, sind keine Abweichungen durch herstellerspezifische Optimierungen, etwa bei der Konfiguration von Subtimings, zu erwarten.
Für sämtliche Tests nutzen wir insgesamt acht RAM-Sticks: Vier Module entstammen dem Corsair-Kit CMU32GX4M4C3200C16R. Die Riegel mit je 8 GiByte Kapazität sind mit Samsung-Chips bestückt und sind dual-ranked organisiert. Bei den anderen vier Modulen handelt es sich um zwei Mal das G.Skill-Kit F4-3200C14D-16GTZR. Auch auf diesen 8-GiByte-Sticks sind Bausteine von Samsung verbaut, die interne Organisation ist allerdings single-ranked. Die Anzahl der Ranks hat vor allem zwei Effekte: Einerseits verspricht Rank-Interleaving ein Leistungsplus bei Vorhandensein mehrerer Ranks, andererseits reduzieren viele Ranks auch tendenziell den maximalen RAM-Takt. Gut zu sehen ist das bei der Spezifikation von Ryzen: Während beim Einsatz von vier Single-Rank-Modulen eine Taktfrequenz von DDR4-2133 garantiert wird, liegt die offizielle Obergrenze für die gleiche Anzahl von Dual-Rank-Riegel bei DDR4-1866.
Wir betreiben unsere Riegel bei zwei Taktraten, nämlich DDR4-3200 und DDR4-2400. Letzteres ist der stabile Maximaltakt, den wir dem AM4-Setup mit vier Dual-Rank-Sticks abtrotzen konnten. An die Herstellerspezifikation halten wir uns ganz bewusst nicht: Wie schnell die CPUs mit Standardtakt sind, können Sie schließlich dem CPU-Index entnehmen. Wir möchten hingegen herausfinden, wie sich die Prozessoren bei gleichen RAM-Einstellungen schlagen. Die Subtimings überlassen wir der automatischen Konfiguration; einerseits weil das die meisten Anwender so handhaben, andererseits aber auch, weil es kaum praktikabel ist, beim Einsatz unterschiedlicher Plattformen und RAM-Kits identische Einstellungen über Hunderte Optionen zu forcieren. Neben der auf 1T fixierten Command Rate justieren wir allerdings die vier Hauptlatenzen (CL, RCD, RP, RAS) auf 16-16-16-40 oder 12-12-12-30. So können wir vergleichen, welchen Effekt eine Verkürzung dieser Timings oder eine Anhebung des Speichertakts um jeweils ein Drittel hat.
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Folgende Inhalte finden Sie im Artikel:
- Theorie und Praxis: RAM-Skalierung
- Benchmarks mit AIDA, 7-Zip, Video-Transcoding via x264, 3D Mark
- Benchmarks mit Battlefield 1, Quake Champions und The Witcher 3
- RAM-Effekt bei i7-8700K (Coffee Lake), Ryzen 7 1700X und i7-7820X (Skylake X)
- 2x 8 GiB RAM gegen 4x 8 GiB RAM
- Dual Ranked gegen Single Ranked
- DDR4-3200 gegen DDR4-2400
- Zusätzliche Hintergrundfolter mit vier Instanzen des Speichertestprogramms HCI Memtest
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