Einsteiger-CPUs: Haswell-Celerons und -Pentiums mit Quick Sync, Desktop-Kabinis als "Bhavani"?
Sowohl AMD als auch Intel haben neue Support-Dokumente zur Verfügung gestellt, die neue Informationen zu den hauseigenen Low-End-Kombiprozessoren bereithalten. Demnach schaltet Intel die hauseigene "Quick Sync"-Funktion auch bei seinen Celerons sowie Pentiums auf Basis von Haswell frei. AMD scheint die gesockelten Kabini-APUs nunmehr "Bhavani" zu nennen, wobei weiterhin die Rede vom Sockel FS1b und nicht AM1 ist.
Wie wir bereits ausführlich berichtet haben, plant AMD aktuell die Markteinführung von gesockelten Kabini-APUs. Nachdem zuerst eine entsprechende Präsentation mitsamt den ersten Spezifikationen geleakt ist, zeigte MSI auf der Consumer Electronics Show im vergangenen Januar das erste, spartanisch ausgestattete Mainboard für die sparsamen Low-End-APUs. Zu diesem Zeitpunkt tauchte auch zum ersten Mal der Name "AM1" für den Sockel auf, MSI nannte seine Platine AM11. AMD selber äußerte sich bisher noch nicht zu den gesockelten Kabinis, lud allerdings zuletzt verschiedene Support-Dokumente (Sempron, Athlon) auf seine Server hoch.
Dort ist keine Rede mehr von "AM1", sondern ausschließlich "FS1b". Letzterer Codename war ebenfalls auf den ersten Folien zu sehen. Ob bei den Kaliforniern ein Umdenken stattgefunden hat oder "Desktop-Kabini" bei den Endkunden weiterhin auf Sockel AM1 firmieren soll, kann aktuell nur spekuliert werden. Interessant ist zuweilen auch das "Material Declaration Data Sheet" auf dem AMD die A- sowie E2-Serie als "Bhavani" angibt. Der Codename war bereits im vergangenen August im Changelog des Auslesetools HWinfo aufgetaucht, wobei dieser sowie zahlreiche weitere Codenamen gänzlich unbekannt verblieben. Zu guter Letzt hat AMD selbiges Dokument auch für die verlöteten Mobile-Kabinis aktualisiert, laut dem nunmehr die Plattform "FT3b" zum Einsatz kommen soll. Bisher werden die APUs auf "FT2"-Mainboards verlötet, bei dem Nachfolger gibt AMD auch die Unterstützung für Beema (hier "Bemma" genannt) sowie Mullins an. Warum die aktuellen Vertreter auch hier "Bhavani" genannt werden, können wir uns hingegen nicht erklären.
Zu guter Letzt gibt es auch Neuigkeiten auf Seiten von Intel. Mit dem letzten Grafikkartentreiber schaltet der Hersteller die "Quick Sync"-Funktion bei insgesamt 15 Haswell-Prozessoren im Low-End-Bereich frei. Das beinhaltet die Pentiums 3558U, 3561Y, G3220, G3220T, G3320TE, G3420, G3420T sowie G3430. Bei den Celerons nennt Intel den 2957U, 2961Y und 2981U für mobile Geräte sowie G1820, G1820T, G1820TE und G1830 für den Desktop. Bei Quick Sync handelt es sich um dedizierte Schaltkreise innerhalb der GPU, die das Video-De- und Encoding bei geringerer Leistungsaufnahme deutlich beschleunigen. Möglicherweise reagiert Intel hier auf den Konkurrenten, der ein ähnliches Verfahren ("Video Compression Engine 2.0") auch bei den zuvor genannten Low-End-Lösungen einsetzt. Immerhin ist Bay-Trail-D (Desktop) sowie Bay-Trail-M (Mobile) die Funktion weiterhin verwehrt, wohingegen Bay-Trail-T (Tablet) auf Quick Sync zurückgreifen kann. Möglicherweise bessert Intel auch hier zukünftig noch nach, die Hardware-Voraussetzungen sollten jedenfalls gegeben sein.
über quicksync solltet ihr öfter berichten, ich finde es ist die killer-app der igpus der Intel Prozessoren. Nicht die Grafikbeschleunigung an sich