AMD Epyc 8005: Zen 5 stellt Intel Xeon 6 mit maximaler Effizienz in den Schatten [Update]
AMD lässt auf Epyc 9005 ("Turin") für KI, Cloud und Compute und Epyc 4005 ("Grado") für Hosting im Low-Entry-Segment mit Epyc 8005 ("Sorano") die dritte Serie seiner aktuellen Server-Prozessoren von der Leine und adressiert damit vor allem die Bereiche Edge-Computing und Telekommunikation.
AMD Epyc 8005 im Detail
Originalmeldung vom 26. Februar 2026:
AMD hat die aktuell 5. Generation seiner Epyc-Prozessoren am heutigen Tag mit der neuen Modellreihe Epyc 8005 ("Sorano") abgerundet, welche mit ihrer speziell auf Leistung pro Watt optimierten Plattform und maximaler Effizienz insbesondere die Bereiche Edge-Computing und Telekommunikation adressieren soll. Hierfür kommen bis zu 84 der "verschlankten" Prozessorkerne vom Typ Zen 5c im deutlich kompakteren Sockel SP6 zum Einsatz.
Die technischen Spezifikationen
Anders als bei Epyc 9005 ("Turin") und Epyc 4005 ("Grado") verzichtet Epyc 8005 ("Sorano") gänzlich auf Zen 5 ("Nirvana") und setzt zugunsten einer ganz und gar auf Leistung pro Watt optimierten Plattform auf Zen 5c ("Prometheus"). Das kommt wenig überraschend, da bereits die Vorgänger aus der Serie Epyc 8004 ("Siena") auf Zen 4c ("Dionysus") basiert hatten. Auch den kompakteren Sockel SP6 ("LGA 4844") mit "nur" 4.096 Pins übernimmt Epyc 8005 vom Vorgänger, während Epyc 9004 im riesigen Sockel SP5 ("LGA 6096") zum Einsatz kommt.
Für eine bessere Effizienz wurde außerdem das Speicherinterface halbiert und bietet noch sechs Kanäle für DDR5-Speicher.
- Zen 5c ("Prometheus")
- 1-Sockel-Lösung ("1S")
- Sockel SP6 ("LGA 4096")
- Bis zu 84 Zen-5c-Prozessorkerne
- Bis zu 168 Threads insgesamt dank SMT
- Bis zu 1.152 GiByte DDR5-6400 ECC
- 96 PCIe-Lanes der 5. Generation
- 70 bis 225 Watt TDP
- AVX-512
Vom Featureset wird inklusive AVX-512 alles geboten, was auch die großen Epyc-Prozessoren basierend auf der Zen-5-Architektur zu bieten haben. Eine Besonderheit gibt es lediglich beim L3-Cache: Er entspricht "nur" 16 MiByte pro 8-Kern-CCD ("Core Complex Die"), statt bislang insgesamt 32 MiByte bei klassischen Turin-CPUs für jeweils acht Prozessorkerne.
Wie die technischen Spezifikationen bereits verraten, zielen alle Optimierungen auf einen möglichst effizienten Betrieb und die bestmögliche "Leistung pro Watt pro Dollar ab", so AMD in seiner offiziellen Pressemitteilung. Adressiert werden sollen insbesondere Unternehmen mit vRAN-Anwendungen aus dem Telekommunikationsbereich sowie Edge-Computing.
Für die Betreiber hat sich der Fokus mittlerweile verschoben. Die Frage ist nicht mehr länger, warum vRAN, sondern wie man vRAN nachhaltig und kostengünstig in großem Maßstab machen kann. — AMD
Hier soll AMD Epyc 8005 ("Sorano") ins Spiel kommen und Epyc 8004 ("Siena") ablösen, denn bei gleicher TDP von maximal 225 Watt geht es von maximal 64 Zen-4c-Prozessorkernen hinauf auf bis zu 84 Zen-5c-Prozessorkerne. Es bleibt bei der 1-Sockel-Lösung ("1S").
Leistung pro Watt für Telekommunikation und Edge
Die Epyc 8005 ("Sorano") sind,wie zuvor erwähnt, insbesondere für die Bereiche Edge, Compute und Telekommunikation zugeschnitten und werden gemeinsam mit Dell, Lenovo und Supermicro sowie zahlreichen weiteren Partnern in den Markt gebracht. Die Bandbreite an Modellen reicht dabei von 8 Prozessorkernen und 16 Threads bis hinauf zu 84C/168T. Die einzelnen Modelle und deren Spezifikationen selbst hat AMD bislang nicht offiziell bekannt gegeben, beim Arbeitsspeicher wird aber erneut ein 6-Kanal-Speicherinterface mit einer beschleunigten Geschwindigkeit von bis zu 6.400 MT/s und ECC-Support geboten.
Quelle: AMD
Auch im eigenen Server-CPU-Portfolio nimmt Epyc 8005 ("Sorano") eine gesonderte Position ein und soll vorerst die große günstige und effiziente Einstiegslösung darstellen, die speziell in den Bereichen TCO (Leistung/Watt/Preis) und Effizienz (Leistung/Watt) punkten soll, während Epyc 9005 ("Turin") die großen Datacenter bedient und Epyc 4005 ("Grado") das umkämpfte Low-Entry-Segment abdeckt. Im Rechenzentrum übernimmt Epyc 9006 ("Venice") dann voraussichtlich zum Jahresende und führt erstmals auch Zen 6 ("Morpheus") ein.
AMD hat im Server aktuell das Momentum
In den professionellen Bereichen Datacenter, Cloud-Computing, Edge-Computing und Telekommunikation sowie HPC ("High Performance Computing") für Supercomputer hat AMD das Momentum aktuell auf seiner Seite und baut den Vorsprung sukzessive weiter aus. Als Gegenspieler zu AMDs Epyc 8005 ist Intels Xeon 6 ("Granite Rapids-D") zu sehen, erste Benchmarks werden dann Aufschluss über den Sieger dieses Duells geben.
Mit der heutigen Vorstellung von Epyc 8005 ist das Server-Portfolio von AMD vollständig und bereits Ende des Jahres werden die ersten Modelle auf Basis von Zen 6 erwartet.
Nachdem schon erste Engineering Samples von Epyc 9006 ("Venice") die Runde gemacht haben, gilt es inzwischen weitestgehend als gesichert, dass AMD wohl voraussichtlich bis Ende 2026 erste Server-CPUs mit Zen 6 für Großkunden einführen wird. Im Desktop heißt es warten.
Zusätzliche Informationen [Update]
AMD hat mit dem heutigen Tag weitere Informationen zu Epyc 8005 ("Sorano") veröffentlicht und die von PCGH genannten technischen Spezifikationen noch einmal bestätigt. Mehr dazu im Enterprise-Blog des Herstellers.
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Quelle: AMD
