Winziger ARM-Prozessor: Weltweit kleinster Mikrocontroller belegt nur 1,38 mm²

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Winziger ARM-Prozessor: Weltweit kleinster Mikrocontroller belegt nur 1,38 mm²
Quelle: Texas Instruments

Auf der Embedded World hat Texas Instruments den weltweit kleinsten Mikrocontroller angekündigt: Ein kleiner ARM-Chip wird auf nur 1,38 mm² untergebracht. Der Neuzugang soll sich besonders für In-Ears und medizinische Geräte eignen.

Moderne x86-Prozessoren bieten zwar eine beeindruckende Rechenleistung, ebendiese ist aber nicht in allen Anwendungsgebieten entscheidend. Einen ganz anderen Markt adressieren Mikrocontroller - gewissermaßen minimalistische SoCs, die zur Steuerung in zahlreichen Geräten verbaut werden. In ebendiesem Bereich hat die US-Chipschmiede Texas Instruments nun eine Neuerung verkündet: Auf der Embedded World in Nürnberg wurde mit dem MSPM0C1104 der weltweit kleinste Mikrocontroller vorgestellt.

Klein und vielfältig

Ebendieser belegt laut Texas Instruments nur eine Fläche von 1,38 mm² und ist damit um 38 Prozent kleiner als das nächstgrößere, marktverfügbare Modell. Große Rechenleistung darf man dabei natürlich nicht erwarten: Verbaut ist ein einzelner ARM-Kern mit 32 Bit - ein Cortex-M0+ mit 24 MHz. Dazu gibt es 1 KB SRAM und 16 KB Flash-Speicher. In PC-Dimensionen sind entsprechende Werte natürlich lächerlich, bei effizienter Programmierung kann damit aber durchaus einiges an Funktionen abgedeckt werden. Als Anwendungsgebiete werden beispielsweise medizinische Geräte und In-Ear-Kopfhörer genannt. Bei diesen kommen die kompakten Abmessungen und der geringe Stromverbrauch - selbst mit vollem Takt nur rund 2 mA - besonders zum Tragen.

Theoretisch kann der weltweit kleinste Mikrocontroller natürlich auch in zahlreichen anderen Geräten zum Einsatz kommen - die meisten für entsprechende Produkte üblichen Funktionen sind mit dabei. Nach außen kommuniziert der MSPM0C1104 mit sechs GPIO-Pins. Intern können diese unter anderem mit einem 12-Bit-ADC zum Ausmessen von Spannungen, drei Timern zum Erzeugen von PWM-Signalen sowie Schnittstellentreibern für UART, I²C und SPI verbunden werden. Ebendiese Schnittstellen sind standardisiert und werden beispielsweise von Sensoren genutzt, die so ihre Daten übermitteln können.

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Geräte, die den neuen MSPM0C1104 nutzen werden, wurden bislang leider noch nicht angekündigt. Dafür hat Texas Instruments aber schon den Preis verraten: In größeren Mengen wird der Mikrocontroller für 18 Cent pro Stück angeboten, und das Entwicklerkit gibt es für rund 5,50 Euro. Damit könnte der Mikrocontroller womöglich auch für ausgefallene Bastelprojekte infrage kommen - Stichwort Wearables.

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Quelle: Texas Instruments (Ankündigung, Produktseite) via Tom's Hardware

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    • Kommentare (7)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Olstyle Trockeneisprofi (m/w)
        Zitat von Waupee
        Und wo bleibt die KI - Beschleunigung
        Die ist noch bei 36mm² für 7,51€
        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]
        Der TI Chip hier ist mit 5uA bei RAM Retention und 87uA/MHz übrigens ziemlich ineffizient. Best in class sind 0,5uA(ein Zehntel!) und 52uA/MHz
        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]
      • Von Hellhammer Volt-Modder(in)
        Mal so unter die Haut implantiert und ich kann meinen Massenprolaps selber steuern...
      • Von Waupee Software-Overclocker(in)
        Und wo bleibt die KI - Beschleunigung

        Wow wußte nicht mal das Texas Instruments noch auf dem Markt ist dachte die wurden

        wie viele andere Firmen mal aufgekauft oder sowas.
      • Von Incredible Alk Flüssigstickstoff-Guru (m/w)
        "Nach außen kommuniziert der MSPM0C1104 mit sechs GPIO-Pins."

        Auf dem Bild sind insgesamt 8 Kontakte zu erkennen. Wenn ich mal unterstelle dass der Chip mindestens zwei Pins für die Stromversorgung braucht (einer +Vcc, einer Masse), dann können die 6 verbliebenen nicht alle GPIO sein?

        Also entweder sind die 6 GPIO falsch oder das Bild mit den 8 Kontakten ist falsch oder die 6 GPIO sind nicht alle zeitgleich wirklich general purpose oder.... ist das Ding wirklich derart vollintegriert dass nichts notwendig ist als eine Spannung anzulegen?

        EDIT:
        Ok, Datenblatt sagt Taktgeber gibts intern, alles zwischen 1,6 und 3,6v ist als Betriebsspannung ok und das Package gibts mit 8 bis 20 Pins von denen maximal 18 GPIO sein können. Anscheinend reichts wirklich, zwischen 2 Pins (irgend- )eine Spannung anzulegen und das Ding funktioniert. Not bad.
      • Von binär-11110110111 Software-Overclocker(in)
        Für medizinische Implantate sicherlich interessant wie z.B. Rückenmark (Lähmungen), Hirnschrittmacher, u.s.w. Die derzeit verwendete Elektronik ist da noch recht "groß".
      Direkt zum Diskussionsende
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