Windows 8 künftig auch für ARM-Prozessoren?

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Windows 8 wird laut einem Bericht außer den x86-Prozessoren auch ARM-Kerne unterstützen. Damit und mit den verbesserten Touch-Funktionen will Microsoft einen Angriff auf Apples iPad starten.

Im Angesicht der raschen Verbreitung von Tablet-PCs wie dem Apple iPad will Microsoft mit dem kommenden Betriebssystem Windows 8 nicht nur die Touch-Fähigkeiten optimieren, sondern auch auf ARM-Prozessoren zum Laufen bringen. Auf der Consumer Elecronics Show im kommenden Januar wolle man einen ersten Prototypen öffentlich vorstellen. Allerdings, das habe man gegenüber Wall Street Journal so gesagt, könne man erst in zwei Jahren mit dem Release der neuen Windows-Version rechnen.

Die Aktie von ARM, die in der Londoner Börse gehandelt wird, konnte um knapp zehn Prozent zulegen. Offenbar freuen sich die Anleger, dass Microsoft künftig auch abseits der klassischen x86-Architektur sein Betriebssystem anbieten will.

Hintergrund:
Windows 8 befindet sich derzeit bei Microsoft in Entwicklung. Ein italienischer Windows-Blog will herausgefunden haben, dass in einem Treiber von Nvidia die Windows-Versionsnummer 6.2 genannt wird. Das aktuelle Windows 7 trägt die interne Versionsnummer 6.1, der Vorgänger Windows Vista trägt die interne Versionsnummer 6.0. Windows XP hat die Versionsnummer 5.1.

Laut einem Bericht der New York Times wird Microsoft auf der CES im Januar 2011 die nächste Generation der Windows-Tablets vorstellen. Die bisherigen Erfolge sind im Vergleich zum iPad mit iOS oder dem Samsung Galaxy Tab mit Android eher bescheiden. Kritiker geben vor allem der aufgesetzten Touch-Oberfläche von Windows 7 die Schuld an der geringen Marktakzeptanz. In den vergangenen Monaten sind einige Tablet-Partner abgesprungen oder haben die Projekte neu auf die Märkte ausgerichtet. Im Consumer-Umfeld spielen Tablets mit Windows 7 momentan keine Rolle.

Quelle: Wall Street Journal

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    • Kommentare (37)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Fragile Heart PC-Selbstbauer(in)
        AW: Windows 8 läuft auch auf ARM-Prozessoren

        Zitat von ruyven_macaran
        Wobei dieser Ansatz aber letztlich ganz verhindert, dass man Software auf eine Architektur optimiert. Automatisch angepasster Code in einem entsprechenden Framework dürfte, je nach dessen Ausgestaltung, irgendwo zwischen Java (Programm läuft komplett auf einer virtuellen Maschiene) und nichtoptimierten, automatisch kompilierten (z.B.) C++ Code liegen (nicht optimiert, aber passend zum System kompiliert)

        Solange wir von einem Konvertierungsschritt beim Entwickler ausgehen, entspricht die Qualität der automatischen Ansätze also dem, was bereits möglich ist.
        Klar, da stimme ich dir voll und ganz zu und das ganze wird auch durch meine Erfahrung mit diesen System bestätigt.
      • Von Fragile Heart PC-Selbstbauer(in)
        AW: Windows 8 läuft auch auf ARM-Prozessoren

        Zitat von ruyven_macaran
        Wobei dieser Ansatz aber letztlich ganz verhindert, dass man Software auf eine Architektur optimiert. Automatisch angepasster Code in einem entsprechenden Framework dürfte, je nach dessen Ausgestaltung, irgendwo zwischen Java (Programm läuft komplett auf einer virtuellen Maschiene) und nichtoptimierten, automatisch kompilierten (z.B.) C++ Code liegen (nicht optimiert, aber passend zum System kompiliert)

        Solange wir von einem Konvertierungsschritt beim Entwickler ausgehen, entspricht die Qualität der automatischen Ansätze also dem, was bereits möglich ist.
        Klar, da stimme ich dir voll und ganz zu und das ganze wird auch durch meine Erfahrung mit diesen System bestätigt.
      • Von ruyven_macaran Trockeneisprofi (m/w)
        AW: Windows 8 läuft auch auf ARM-Prozessoren

        Zitat von GR-Thunderstorm
        Dass das emuliert wurde, war mir schon klar. Die Frage ist halt, ob man es dann nicht einfach permanent in emulierter Form auf einem Speichermedium ablegen könnte, so dass es künftig sofort ausführbar wäre. Wenn jemand mit entsprechenden Fachkenntnissen die ganze Sache durchzieht, würde da sicherlich auch etwas durchaus brauchbares bei herauskommen.
        Es ist nicht (ohne sehr großen Aufwand) möglich, die Logik hinter einem kompilierten Programm zu erfassen. D.h. ganz basale Funktionen könntest du vermutlich permanent umsetzen - aber welcher Programmteil wann welche Daten von welchem andern Teil übernimmt und an spezielle Einheiten dieser Architektur weitergibt, das dürfte schwer zu erkennen zu sein. Man könnte also höchstens für Funktionen, die 100%iges Gegenstück in der anderen Architektur haben, den Befehlsaufruf ersetzen. Aber alles, was etwas komplexer wird oder eine Befehlskombination darstellt oder gar auf besimmte Einheiten zurückgreift (bei Portierung auf x86 z.B.: weitere Register, die x86 gar nicht hat), müsste nach Bedarf emuliert werden. Man spart sich also gerade das, was in einer Emulation leicht und schnell zu bewerkstelligen ist und behält den problematischen Rest.
        Unterm Strich würde ich von einem "preemulierten" Programm einen kleineren Vorsprung erwarten, als ihn z.B. die hardware-x86-Emulation der ersten Itanics brachte. Also einen unzureichend kleinen.

        Zitat von Fragile Heart
        Mein Fachwissen auf diesen Gebiet ist jetzt nicht so dolle, aber wie gesagt .net verfolgt soweit ich weiß genau so einen Ansatz. In diesen Fall wird ein Zwischencode auf der Zielmaschine in nativen Code umgewandelt, so dass dieser nicht jedesmal interpretiert werden muss.
        Wobei dieser Ansatz aber letztlich ganz verhindert, dass man Software auf eine Architektur optimiert. Automatisch angepasster Code in einem entsprechenden Framework dürfte, je nach dessen Ausgestaltung, irgendwo zwischen Java (Programm läuft komplett auf einer virtuellen Maschiene) und nichtoptimierten, automatisch kompilierten (z.B.) C++ Code liegen (nicht optimiert, aber passend zum System kompiliert)

        Solange wir von einem Konvertierungsschritt beim Entwickler ausgehen, entspricht die Qualität der automatischen Ansätze also dem, was bereits möglich ist.

        Zitat
        Von der ersten oberflächlichen Betrachtung her, würde ich dir Recht geben, die Frage die sich mir aber sofort stellt ist, wie ist das ganze Rechlich zu bewerten?
        Solange die emulierten Versionen nicht getrennt vom Original vertrieben werden, sollte das eigentlich egal sein. Afaik (butthatsnotmuch) sind AGBklauseln, die eine Veränderung von Code zum Eigenbedarf verbieten, ungültig und der Rechteinhaber darf vor Auslieferung sowieso machen, was er will.
      • Von Fragile Heart PC-Selbstbauer(in)
        AW: Windows 8 läuft auch auf ARM-Prozessoren

        Mein Fachwissen auf diesen Gebiet ist jetzt nicht so dolle, aber wie gesagt .net verfolgt soweit ich weiß genau so einen Ansatz. In diesen Fall wird ein Zwischencode auf der Zielmaschine in nativen Code umgewandelt, so dass dieser nicht jedesmal interpretiert werden muss.

        Von der ersten oberflächlichen Betrachtung her, würde ich dir Recht geben, die Frage die sich mir aber sofort stellt ist, wie ist das ganze Rechlich zu bewerten?
      • Von GR-Thunderstorm BIOS-Overclocker(in)
        AW: Windows 8 läuft auch auf ARM-Prozessoren

        Zitat von Fragile Heart
        Wenn ich das richtig verstanden habe, dann meinst du also das man ein Programm quasi einmal "emuliert" und dann in dieser Form abspeichert oder? So einen ähnlichen Ansatz gibt es zumindest schon im .net Framework wenn ich mich recht erinnere.
        Ja genau so meine ich das... Als würde man einen Text übersetzen und auf ein neues Blatt Papier schreiben. Und wie gesagt gibt es doch in allen Architekturen Befehle mit identischen Funktionen. Es sollte doch also fast schon von einem Laien möglich sein, die Befehle umzuschreiben?
      • Von Fragile Heart PC-Selbstbauer(in)
        AW: Windows 8 läuft auch auf ARM-Prozessoren

        Zitat von GR-Thunderstorm
        Dass das emuliert wurde, war mir schon klar. Die Frage ist halt, ob man es dann nicht einfach permanent in emulierter Form auf einem Speichermedium ablegen könnte, so dass es künftig sofort ausführbar wäre. Wenn jemand mit entsprechenden Fachkenntnissen die ganze Sache durchzieht, würde da sicherlich auch etwas durchaus brauchbares bei herauskommen.
        Wenn ich das richtig verstanden habe, dann meinst du also das man ein Programm quasi einmal "emuliert" und dann in dieser Form abspeichert oder? So einen ähnlichen Ansatz gibt es zumindest schon im .net Framework wenn ich mich recht erinnere.
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