Werden Prozessoren mit Grafikeinheit bei CPU-Tests ungerechtfertigterweise bevorzugt? Leserbrief der Woche
Tag für Tag erhält PC Games Hardware Anfragen, Vorschläge und Kritik von Lesern. In der Rubrik "Leserbrief der Woche" stellen wir Ihnen wöchentlich einen ausgewählten Leserbrief und bei Bedarf die Antwort eines Fachredakteurs vor. Beachten Sie, dass der Leserbrief der Woche nicht zwangsläufig in der Woche an die Redaktion geschickt wurde, in der er Ihnen an dieser Stelle präsentiert wird.
PCGH-Leser Wolfram L. stört sich daran, dass bei Prozessortests bisweilen von PC Games Hardware bemängelt wird, dass bestimmte Chips über keine integrierte Grafikeinheit verfügen.
Der Leserbrief von Wolfram L.:
"Etwas stört mich an eurem CPU-Test in Ausgabe 07/2013. Warum bewertet Ihr in der Testtabelle das Fehlen einer Grafikeinheit mit einem Minuszeichen? Vieleicht ist eine integrierte GPU temperaturtechnisch gesehen eher ein Nachteil? Das ist sehr unlogisch, ich selber ziehe eine CPU ohne Grafikeinheit vor und da werden mir viele wohl zustimmen im Desktop-Bereich. Ich bin sicher, dass es eigentlich ausser Frage steht, dass hierfür eine seperate Rubrik korrekt wäre."
Die Antwort von Marc Sauter (Fachbereich Prozessoren):
"Die Sache ist eigentlich ganz einfach: Eine CPU mit integrierter Grafik bietet schlicht mehr als eine CPU ohne integrierte Grafik, ob man die GPU nun nutzt oder nicht.
Im Desktop- oder im Enthusiast-Gaming-Segment mit dedizierter Grafikkarte mag die GPU zwar brach liegen (wird per Power Gating deaktiviert, benötigt also keinen Strom und erzeugt auch keine Wärme), für günstigere Multimedia-PCs oder HTPCs aber ist die Grafikeinheit definitiv von Relevanz und auch diese Lesergruppe möchten wir berücksichtigen. Die GPU ist somit technisch kein Nach-, sondern ein Vorteil und alle CPUs die nicht aus dem Server-Segment stammen (also alles außer AMDs FX sowie die Core i7 für LGA2011), bieten eine Grafikeinheit.
Wir tragen dem Rechnung, indem wir Prozessoren als Ganzes betrachten – bei zwei identischen Chips erhält der mit GPU daher die bessere Note."
Leserbriefe können Sie an redaktion@pcgameshardware.de senden. Der Leserbrief der Woche wird jeden Samstag um 15:30 Uhr vorgestellt. Der Leserbrief gibt nicht die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich außerdem vor, Leserbriefe zu kürzen.

Was ja nicht heisst das er schlechter in seiner performance ist.
Mir ist es eigentlich egal.. habe meine i7 3770k gekauft, weil er als CPU ne gute Leistung hat , die Grafikeinheit ist halt dabei.
Ich muss natürlich auch sagen, dass ich nichts gegen iGPUs habe, im Gegenteil. Ich finde die klasse, vor allem die von AMD. Trotzdem wollte ich nur einen Nachteil (auch wenn er jetzt nicht so gravierend ist) einbringen.
Auch wenn Intel sie deaktiviert ist die drin und du bezahlst sie mit -- und das Deaktivieren noch mal extra.
Sie stört doch nicht wenn sie deaktiviert ist. Und wenn du sie brauchst nutzt du sie.
Zudem... Wieso sollte die CPU ohne iGPU teurer sein? Für mich wird genau umgekehrt ein Schuh daraus. Die Entwicklung der iGPU macht den CPU-Part teuer.
nein, du gehst wieder zu stark von dir aus...
Tellerrand und so
Intel MUSS eh eine CPU mit iGPU für den Markt bringen. Eine extra Maske, die alles zusammen eine hohen zweistelligen Millionenbetrag kosten wird, lohnt sich einfach nicht. Das holst du einfach nicht mehr rein.
Du musst es eher so shen, das Intel so großzügig ist, und bei den k CPUs die iGPU überhaupt aktiviert lässt. Sie könnten die auch einfach deaktivieren, wie bei der Virtualisierung und trotzdem kein Cent weniger verlangen...
Natürlich muss man die iGPU aus einem gewissen Blickwinkel mitbezahlen auch wenn man sie nicht nutzt - wenn intel aber eine extra Linie einrichten müsste nur um solche CPUs auch ohne iGPU herstellen zu können würden die Kosten immens höher sein verglichen mit einer einfachen Deaktivierung - und alle CPUs wären teurer (da man die Kosten umlegen muss).
Dies sollte dir die antwort geben