Von Xeon E3-1231 v3 auf Ryzen 5 1600 wechseln? Der Leserbrief der Woche
Tag für Tag erhält PC Games Hardware Anfragen, Vorschläge und Kritik von Lesern. In der Rubrik "Leserbrief der Woche" stellen wir Ihnen wöchentlich einen ausgewählten Leserbrief und bei Bedarf die Antwort eines Fachredakteurs vor. Beachten Sie, dass der Leserbrief der Woche nicht zwangsläufig in der Woche an die Redaktion geschickt wurde, in der er Ihnen an dieser Stelle präsentiert wird.
PCGH-Leser Holger T. betreibt den Haswell-Prozessor Xeon E3-1231 v3, fragt sich aber, ob er zu einem Ryzen 5 1600 wechseln sollte. Rät PC Games Hardware zu dieser Aufrüstmaßnahme?
Der Leserbrief:
"Das ist zur Zeit mein System:
Xeon e3-1231 v3 mit Noctua NH-D14
Zotac GTX 1060 6 GiB Mini mit Arctic Accelero Mono Plus
16 GiByte Arbeitsspeicher
120 GB Samsung 840 Evo
1-TB- und 2-TB-Festplatte
Be Quiet Silent Base 800
Be Quiet 640-Watt-Netzteil
Windows 7 64 BitWürde ein Wechsel auf einen Ryzen 5 1600 Sinn machen ?."
Die Antwort von Stephan Wilke (Fachbereich Overclocking):
"Ob ein Wechsel zum Ryzen 5 1600 sinnvoll ist, hängt von Ihren finanziellen Möglichkeiten und Ihrem Nutzungsverhalten ab. Sie müssten nicht nur eine neue CPU finanzieren, sondern benötigen auch eine neue Hauptplatine und DDR4-Arbeitsspeicher. Der Leistungsunterschied zwischen Ihrem Xeon und dem Ryzen-Sechskerner ist sehr klein, in Spielen sind beide Modelle gemäß unseres Leistungs-Indexes sogar praktisch gleichauf. Der Ryzen 5 1600 punktet dank zweier zusätzlicher Kerne in Anwendungen, ob die etwa 25 Prozent höhere Leistung dort für Sie den gesamten Tausch der Plattform attraktiv macht, müssen Sie entscheiden. Falls Sie mehr CPU-Leistung in Anwendungen brauchen, dann würde ich Ihnen eher zu einem Ryzen mit acht Kernen wie dem Ryzen 7 1700(X) raten. Diese Modelle kosten zwar mehr als der Ryzen 5 1600, angesichts der gesamten Kosten für den Tausch von CPU, Mainboard und RAM fällt der Aufpreis angesichts der Mehrleistung aber fair aus."
Leserbriefe können Sie an leserpost@pcgameshardware.de senden. Der Leserbrief der Woche gibt nicht die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich außerdem vor, Leserbriefe zu kürzen.

Ab 68 setzte in großen Teilen der Linken ein Umdenken ein. Man merkte, dass man das System mit Gewalt nicht ändern können wird (Natürlich gab es noch die Extremisten wie RAF und co. aber die waren sowieso indiskutabel und auch für viele gemäßigte Linke schwer zu ertragen).
Deswegen wurde die Losung ausgegeben, das System von innen heraus zu verändern. "F*** the System" frohlockt man liebevoll. Man versteckt sich auch gar nicht sonderlich.
Das ist der sogenannte "Marsch durch die Institutionen".
Den historischen Hintergrund für diese Annahme bilden Entwicklungen seit den 1970ern einerseits innerhalb der intellektuellen Elite, andererseits in den Wertevorstellungen in der Bevölkerung:
Die Generation der 68er griff das von ihren neomarxistischen Professoren der Frankfurter Schule vertretene ideologisch geprägte Gedankengut auf. Ein kleiner Teil der damals beteiligten Studenten hat auch trotz der Berufsverbote und Radikalenerlasse in der Politik, im öffentlichen Dienst und in den Medien Karriere gemacht und versucht, dieses Gedankengut der Gesellschaftsveränderung durchzusetzen.
Parallel zu den genannten Bewegungen gab es einen breiten gesellschaftlichen und politischen Einstellungswandel, der weite Teile der Bevölkerung ergriffen hatte und dadurch tatsächlich zu veränderten gesellschaftlichen Diskursen geführt hatte. Dieser allgemeine Wertewandel kam teilweise bereits Ende der 1970er Jahre zum Erliegen („roll back“), während andere neu entstandene oder wesentlich durch die sogenannten Neuen sozialen Bewegungen der 1970er Jahre neu verbreitete Werte wie Umweltbewusstsein oder Gleichberechtigung bis heute in fast allen politischen Parteien eine Rolle spielen.
Man darf eben nicht geschichtsblind durch die Welt laufen. Natürlich nehmen diese Gruppen und politischen Strömungen massiven Einfluss auf unser aller Leben.
Prost, Lausbua!
auch die gründe, warum menschen patchworkfamilien "betreiben" oder möglichst schnell wieder zur arbeit gehen, sind dann doch etwas vielfältiger und sind nicht immer so einfach auf linke oder konservative ideale zurückzuführen.
aber du hast recht, über solche dinge kann man stundenlang fachsimpeln/diskutieren. ich denke aber das ist hier nicht der richtige ort dafür
und da ich bei münchen wohne, spiele ich jetzt mal den konservativen bayer und verlagere die diskussion in meinen stammbiergarten. in diesem sinne: Prost
Kommunen sind nun die extremste Form, Patchwork die "light"-Version.
Die Kommunen (besonders besagte Kommune 1) hatten ja zum Ziel, die Kleinfamilien abzuschaffen. Die Hypothesen der Linken waren/sind ja:
* Mann und Frau lebten in Abhängigkeit voneinander, sodass keiner von beiden sich frei zum Menschen entwickeln könne.
* Diese Zelle (also die Kleinfamilie) müsse zerschlagen werden.
Wenn ich mal eben zurückdenke... es ist keine 10-15 Jahre her, da wurden Mütter noch schief angesehen, wenn sie ihr Kind in einer Kita abgegeben haben. Das Kind bei Fremden, die ganze Entwicklung wird verpasst, die Kinder verlieren ihre Kindheit, etc. pp.
Man hat es tatsächlich geschafft, das komplett ins Gegenteil zu drehen. Heute ist eine Mutter eine Rabenmutter, wenn sie das Kind nicht asap in die staatliche Mittagsbetreuung abgibt und so schnell wie möglich wieder an den Arbeitsplatz zurückkehrt.
Mag jetzt mancher für einen kapitalistischen Auswuchs halten, ist es aber nicht. Schnellstmöglich wieder am Band steht die Mutter in sozialistischen Staaten. Die konservativen Kapitalismusanhänger streicheln stattdessen z.B. das Betreuungsgeld (vornehmlich von der CSU geprägt).
Darüber können wir jetzt stundenlang parlieren. Aber ich denke, das machen wir mal zu einer anderen Gelegenheit?
Denn sonst gibt es nachher hier Ärger. Wenn Dir das Thema sehr wichtig ist auch gerne per PM.
Jipp und das ist ja der linke Lebensstil. Patchwork ist da schon zum Ideal geworden. Die können sich gar nicht vorstellen, mit einem Partner alt zu werden, wie es noch Oma und Opa zuvor taten.
Das Linke braucht das Neue, den ständigen Wandel. Oft völlig unüberlegt geht man Risiken ein, die man gar nicht überschauen kann, ja nicht mal versucht.
Das Konservative repariert Dinge und ersetzt nur widerwillig, wenn es gar nicht anders geht. Das Vorgehen ist langsam, dafür aber auch bedacht.
Deswegen ist in Bayern z.B. auch mehr "Heile Welt" als in anderen Gegenden (Hamburg/Berlin).
Beides hat Vor- und Nachteile. Aber besonders beim Thema Beziehungen, Ehe, wenn vielleicht gar Kinder involviert werden sollen, sollte man doch meiner Meinung nach eher konservativ agieren und genau überlegen ob man überhaupt heiratet, Kinder in die Welt setzt und wenn man sich dann doch mal auseinanderlebt, nicht gleich hinwirft und schaut, ob man die Flamme nicht doch wieder zum Lodern bringen kann. Denn oft ist es nur der eingefahrene Alltag, der eine Beziehung auseinanderdividiert hat.
Wenn man da heute auf den linken Mainstream schaut: da wird nicht mehr geheiratet, die Beziehungen dauern (wenn überhaupt) wenige Monate, in denen dann Kinder entstehen (keiner weiß warum) und dann wird sich beschwert, dass es zu wenig staatliche Plätze gibt, wo man die Blagen für den ganzen Tag abliefern kann, damit man sein Leben leben kann.
Ich könnte das nicht. Das ist für mich keine gescheite Art der Lebensführung.
als ob alle linken so leben würden wie in der kommune 1.....
Und das obwohl hier mehrere der Meinung waren, das es sich nicht lohnen würde. Kann aber nun sagen, es hat sich durchaus gelohnt, es läuft einfach geschmeidiger
Gewechselt wurde von i5 3550 (4x3,3GHz) auf 1500X (4+4x3,5GHz)