Verzögerung von Ivy Bridge: Intel rüstet die Fab 24 vorerst nicht auf 22-Nanometer-Fertigung um
Laut aktuellen Roadmaps hat Intel den Start der nächsten CPU-Generation Ivy Bridge auf das erste bis zweite Quartal 2012 gelegt. Daher soll die Fab 24 in Irland vorerst nicht auf die dafür nötige 22-Nanometer-Fertigung umgestellt werden.
Schon im Mai brodelte die Gerüchteküche, dass die CPU-Generation Ivy Bridge, welche Sandy Bridge ablöst, im März oder April 2012 erscheinen soll - statt dem üblichen Rhythmus zu folgen, im Januar rund um die CES herum. Damit einher geht auch die Planung, wie viele Chips im 22-Nanometer-Verfahren wo gefertigt werden sollen - um die gewünschte Kapazität an Wafern mit dreidimensionalen Transistoren zu erzielen, war angedacht, die Fab 24 in Irland zu erweitern.
Das in der Grafschaft Kildare stehende Werk war Teil der Roadmap 1270 und soll nun doch nicht umgerüstet werden - die finale Entscheidung fällt Mitte September. Möglich wäre, dass Intel die Pläne vollständig auf Eis legt oder aber Kapazitäten etwa nach Israel transferiert. Derzeit laufen in der Fab 24 300-Millimeter-Wafer mit Prozessoren mit 90 und 65 Nanometern Strukturbreite vom Band, statt auf 22 Nanometer könnte Intel später auf 14 oder 10 Nanometer wechseln.
Quelle: Barron's

Intel muss auch aufpassen, dass sie den Markt nicht komplett abwürgen oder von IBMs Servern bzw. Konsolen überholt werden - von ARM-Tablets ganz zu schweigen.
Wie True es schon gesagt hat, wer ist so Blöd und macht sich selber konkurenz ... SB ist seit 9 Monaten Konkurenzlos, ehm der Platzhirsch ... und das wird er auch bis nächstes Jahr in diesen preissegment bleiben ...
Bei der Konkurrenz darf man auch die Konkurrenz aus dem Eigenen Haus nicht vergessen: wer 2012 noch nicht auf Sandy Bridge aufgerüstet hat wird es wahscheinlich auch nichtmehr tun sondern darauf warten, was dannach kommt
Die Situation ist dann ähnlich wie aktuell beim Gulftown: wer ihn nicht schon hat wartet eher auf SB-E oder greift zum billigeren SB
Es ist ziemlich egal, wie lauffähig sie sind: Wenn es an einem grundlegenden Problem mit der Fertigung liegt, dann hätte man innerhalb eines Jahres sehr bequem den Sprung von "läuft nicht immer 100%" zu "ist serienreif" geschafft - und nur daran hängt eine Umrüstung der Fabs. Was da nach erfolgter Umrüstung in ca. einem halben Jahr vom Band laufen würde, könnte bis dahin noch einmal vollkommen überarbeitet werden - für die Planung der Umrüstung muss man nur wissen, was für Anlagen man für den Prozess braucht (mal so zum Vergleich: Bei Nvidia liegen zwischen Tape-Out und Markteinführung oftmals weniger, als diese 6 Monate allein und Intel hätte jetzt schon einiges an Vorlauf und Produktionsstart ist immer noch nicht das gleiche, wie Verkaufsstart).
Zudem ist bislang nur von einer Fab die Rede. Intel hat laut Wiki derzeit 15 am laufen, eine 16te im Bau und der von Ivy Bridge U abzudeckende Bereich umfasst sämtliche Volumenmärkte und sicherlich 60-70% der verkauften CPUs, vermutlich >50% der benötigten Wafer (Atom verkauft sich zwar auch gut, ist aber winzig, die Chipsätze haben auch wesentlich weniger Transistoren). Wenn jetzt nur eine Fab nicht umgerüstet wird, dann ist das keine Verschiebung des Produktionsstarts von Ivy Bridge, sondern eine Verringerung der Produktionsmenge -> späterer Start und eine längere Übergangsphase, in der er ältere Produkte nur ergänzt. Aber keine Verlängerung der Entwicklungsphase.
Welche technischen Probleme könnten denn so gravierend sein, dass man ein Jahr später die 22nm Aufrüstung einer ganzen FAB verschiebt bzw. sogar streicht?
Lauffähig heißt nicht, dass sie perfekt sind, vielleicht waren die nicht so lauffähig wie man sich das vorgestellt hat.