Trinity für Desktop: Start erst im Oktober, Llano und Mainboard-Anpassungen verzögern die Auslieferung
Wie von PC Games Hardware schon mehrfach berichtet, dauert es zum offiziellen Release der Trinity-APUs für den Desktop-Markt noch einige Monate - nach aktuellem Stand der Gerüchteküche wird der Start erst im Oktober erfolgen.
Wenngleich AMD bereits große OEMs mit Trinity-Chips beliefert und wir uns daher auch einen Medion Akoya P4210D ins Testlabor geholt haben, schiebt der Hersteller den offiziellen Start im Endkunden-Markt immer weiter nach hinten. Die Gründe hierfür sind vielfältig, zum Teil auch spekulativ. Fakt ist, dass AMD die meisten (und besten) Trinity aufgrund des hohen ASPs (average selling price) im mobilen Segment platziert - wenngleich hier die Fertigung bei Global Foundries wie gehabt ein Problem zu sein scheint. Denn abseits der 35-Watt-Versionen in knapp zwei Dutzend, zum Großteil nicht lieferbaren Notebooks hat sich seit dem Launch Mitte Mai (AMD Trinity im Kurztest: Die zweite APU-Generation) wenig getan, die (U)LV-Versionen A10-4655M und A6-4455M finden sich in noch kaum einem Gerät - schicke 11,6er Ultrathins sind ohnehin Fehlanzeige.
Die (fertigungstechnisch) etwas schlechteren beziehungsweise leistungsschwächeren Chips mit 65 Watt TDP schickt AMD in den OEM-Handel, da hier hohe Stückzahlen für einen guten Umsatz sorgen. Laut Digitimes hat der Hersteller noch Änderungen am Design vorgenommen, was die Mainboard-Partner dazu zwingen soll, ihre Platinen ebenfalls zu überarbeiten - was den bereits im Handel erhältlichen Trinity-Desktop-Rechnern widerspricht. Ein wichtiger Punkt ist zudem die noch im Handel befindliche Llano-A-Serie vom letzten Jahr - auch diese verzögerte sich und nach wie vor ist viel FM1-Ware in den Lagern, die sich offenbar mehr schlecht als recht verkauft. Erst wenn diese Chips abverkauft sind, wird Trinity folgen - daher soll sich die neue Generation bis Oktober hinauszögern.
Quelle: Digitimes, Eigene
