Threadripper Pro: Workstation-Prozessoren mit Octa-Channel-Interface offiziell vorgestellt

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Threadripper Pro: Workstation-Prozessoren offiziell vorgestellt
Quelle: AMD

AMD hat die Threadripper-Pro-Serie, über die vergangene Woche bereits Gerüchte im Umlauf waren, offiziell vorgestellt. Wie bei den Threadripper-Prozessoren der HEDT-Serie hat das Spitzenmodell, in dem Fall der Threadripper Pro 3995WX, 64 Kerne. Allerdings weichen die kleineren Modelle in puncto Kernen von ihren "Geschwistern" ab. Octa-Channel und Support für 2 TiByte Speicher wurden bestätigt.

Die Gerüchte um eine Threadripper-Pro-Serie, die in den letzten Tagen in zunehmendem Detailfülle an die Öffentlichkeit kamen, haben sich bewahrheitet. Neben der Threadripper-Serie für HEDT gibt es nun also auch eine für Workstations. Diese unterscheidet sich von der Ryzen Threadripper-Serie unter anderem durch ihren Umgang mit Arbeitsspeicher. Bis zu 2 TiByte Kapazität und ein Octa-Channel-Interface stehen nun auf der Haben-Seite. Die HEDT-Prozessoren haben "lediglich" Quad-Channel und adressieren bis zu 256 GiByte Arbeitsspeicher. Außerdem kommen mit dem sWRX8 und dem dem WRX80-Chip erweiterte I/O-Funktionen. 128 PCIe-Gen4-Lanes entsprechen in ihrer Anzahl denen der Epyc 7002-Prozessoren.

AMD hat vier verschiedene Versionen des Threadripper Pro veröffentlicht. An der Spitze steht der Theadripper Pro 3995WX mit 64 Kernen, gefolgt vom Threadripper Pro 3975WX mit 32, dem Threadripper Pro 3955WX mit 16 und dem Threadripper Pro 3945WX mit 12 Kernen. AMD offeriert zwar auch im HEDT-Segment Threadripper-CPUs mit 64 und 32 Rechenherzen; 12- und 16- Kerner in Form des Ryzen 9 3900X(T) und Ryzen 9 3950X findet man jedoch auf der Mainstream-Plattform. Stattdessen gibt es mit dem Ryzen Threadripper 3960X noch einen 24 Kerner.

Laut AMD wird Intel geschlagen

Die TDP der CPUs gibt AMD mit 280 Watt an, was 80 Watt über den 1-Sockel-Chips aus der Epyc 7002-Linie liegt. Daher sind die Threadripper-Pro-CPUs - anders als der mit 64 Kernen bestückte Epyc 7702P - nicht auf 2,0 bis 3,35 GHz limitiert. So erreicht der Threadripper Pro 3995WX 2,7 bis 4,2 GHz. Beim Threadripper Pro 3975WX liegen die Frequenzen bei 3,5 bis 4,2 GHz, beim Threadripper Pro 3955WX bei 3,9 bis 4,3 GHz und beim Threadripper Pro 3945WX bei 4,0 bis 4,3 GHz.

AMD sieht sich der Konkurrenz mit seinem neuen Threadripper-Aufgebot voraus. In hauseigenen Benchmarks schlägt ein Threadrupper Pro 3995WX einen Intel Xeon W-3275 (56 Kerne) in Adobe After Effects mit 968 zu 805 Punken. In Adobe Premiere Pro sei man sogar zwei Intel Platinum 8289 (2x28 Kerne) mit 1.094 zu 874 Kernen voraus. Bessere Ergebnisse präsentiert AMD auch für Autodesk Revit RFO Model Creation und Chaos Group V-Ray.

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Einstweilen findet man die CPUs nur in einer neu vorgestellten Workstation von Lenovo. Die Thinkstation P620 der Chinesen unterstützt bis zu einen TiByte Arbeitsspeicher, mit zwei M.2-NVMe-SSDs und vier Festplatten bis zu 20 Terabyte Speicher, Wi-Fi 5 (802.11ac) und 10-Gigabit-Ethernet. Außerdem kann man sie mit bis zu zwei Quadro RTX 8000 oder bis zu vier Quadro RTX 4000 kombinieren. Die Veröffentlichung der Plattform ist für Oktober geplant.

Quelle: AMD, Lenovo

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    • Kommentare (4)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von PCGH_Torsten Kokü-Junkie (m/w)
        Erhebliche Preisunterschiede von 2-Wege- gegenüber 1-Wege-Systemen ist man von Intel gewöhnt, aber es hätte keinen irreführenden Namensbezug zu dem gebraucht, dass AMD weiterhin als HEDT bezeichnet. Der Einsatz eines I/O-Hubs ist außerdem bei allen Zen-CPUs optional. Man könnte genausogut SP3-Boards mit wie AM4-Boards ohne herausbringen, ohne die Prozessoren umzubennen. Da bei 128 PCI-E-Lanes inklusive meinem Wissen nach vier oder acht SATA-Ports aber sowieso nur noch zusätzliches USB interessant wäre und eine "Prosumer"-Platine dieser Klasse sicherlich Thunderbolt- und/oder USB-3.2-Zusatzcontroller tragen wird, stellt sich die Frage, ob ein I/O-Hub überhaupt noch Sinn ergibt. Ich finde schon den TRX40 praktisch überflüssig, allerdings erleichtert er es den Mainboard-Herstellern, vier Grafikkarten-Slots ohne Abstrich an anderer Stelle zu implementieren. Aber beim TRX8? Selbst wenn man sechsmal ×16 implementiert, was im ATX-Format das physische Limit darstellen wird, bleiben noch Lanes für vier M.2, Triple-LAN (W+10G+10G), 4 native SATA + 1 4× Controller und acht USB-3.2-Ports zusätzlich zu den nativen 3.1ern. Streicht man ein paar ×16, weil Single-Slot-32-GB/s-Karten sowieso eher selten sind, kann man auch noch einen Haufen TB3-, U.2-, SAS12- oder sonstige gewünsche Ports realisieren.
      • Von PCGH_Torsten Kokü-Junkie (m/w)
        Erhebliche Preisunterschiede von 2-Wege- gegenüber 1-Wege-Systemen ist man von Intel gewöhnt, aber es hätte keinen irreführenden Namensbezug zu dem gebraucht, dass AMD weiterhin als HEDT bezeichnet. Der Einsatz eines I/O-Hubs ist außerdem bei allen Zen-CPUs optional. Man könnte genausogut SP3-Boards mit wie AM4-Boards ohne herausbringen, ohne die Prozessoren umzubennen. Da bei 128 PCI-E-Lanes inklusive meinem Wissen nach vier oder acht SATA-Ports aber sowieso nur noch zusätzliches USB interessant wäre und eine "Prosumer"-Platine dieser Klasse sicherlich Thunderbolt- und/oder USB-3.2-Zusatzcontroller tragen wird, stellt sich die Frage, ob ein I/O-Hub überhaupt noch Sinn ergibt. Ich finde schon den TRX40 praktisch überflüssig, allerdings erleichtert er es den Mainboard-Herstellern, vier Grafikkarten-Slots ohne Abstrich an anderer Stelle zu implementieren. Aber beim TRX8? Selbst wenn man sechsmal ×16 implementiert, was im ATX-Format das physische Limit darstellen wird, bleiben noch Lanes für vier M.2, Triple-LAN (W+10G+10G), 4 native SATA + 1 4× Controller und acht USB-3.2-Ports zusätzlich zu den nativen 3.1ern. Streicht man ein paar ×16, weil Single-Slot-32-GB/s-Karten sowieso eher selten sind, kann man auch noch einen Haufen TB3-, U.2-, SAS12- oder sonstige gewünsche Ports realisieren.
      • Von gerX7a BIOS-Overclocker(in)
        Einerseits gibt es ja noch zusätzliches I/O durch ein X570-Die(?) auf dem Board, ich könnte mir jedoch vorstellen, dass es im Wesentlichen um die Produktdifferenzierung ging. Wie sollte man sonst erklären, warum die 64 Kern-Epycs 7000 - 8000 US$ kosten (7H12?), aber ein nochmals schnellerer Epyc W 64-Kerner "nur" 5000 US$? (Lenovo's Exklusivität wird wohl zeitlich beschränkt sein. Abseits dessen wird der mit dem hohen Takt offensichtlich auch nicht für 24/7, wie die Epyc's vorgesehen sein. Und ich könnte mir vorstellen, dass man bspw. bei TR Pro auch den Support für bspw. die Speicherverschlüsselung u. ä. deaktiviert haben wird. - Habe es noch nicht im Detail nachgelesen.)
      • Von PCGH_Torsten Kokü-Junkie (m/w)
        Man hätte einen Workstation-Single-CPU-Epyc auch einfach Epyc-W nennen können, wenn man ihn sowieso als Konkurrent zu Workstation-Single-CPUs-Xeons alias Xeon-W und nicht zu (hoffnungslos unterlegenen) HEDT-CPUs alias Core i9 X platzieren möchte...
      • Von CD LABS: Radon Project Lötkolbengott/-göttin
        Jetzt (als Workstation-OEM-Produkt) ergibt das auch alles mehr Sinn als bei den ersten Leaks!
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