1.200 Transistoren: Student fertigt eigenen Chip in seiner Garage

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1200 Transistoren: Student fertigt eigenen Chip in seiner Garage (1)
Quelle: Sam Zeloof

Sam Zeloof, ein 22-jähriger Student aus den USA, hat in seiner Garage einen funktionsfähigen Chip gebaut.

Gerade einmal knapp 50 Kilometer von den Bell Laboratories entfernt, in denen 1947 der erste Transistor der Welt gefertigt wurde, hat der 22-jährige Student Sam Zeloof in der Garage seiner Eltern seinen bisher zweiten, eigenen Chip mit 1200 Transistoren selbst entwickelt und belichtet. Der erste Chip, den Zeloof Z1 nannte, verfügte über sechs Transistoren und wurde in 1751 μm gefertigt und war eine Art Testlauf. Die zweite Generation, der Z2, ist dagegen weitaus komplexer, mit 100 Transistoren in einem 300-nm-Verfahren (0,3 μm).

Do-it-yourself Labor in der Garage der Eltern

Für die Anfertigung der Chips hat Zeloof einiges an Equipment und Programmen zweckentfremdet. So entwarf er das Design für den Z1 und den Z2 mit Adobe Photoshop. Auch werden die einzelnen Teile mit Fotolack beschichtet und mittels einer Camping-Herdplatte getrocknet. Die Vorrichtung zur Rotationsbeschichtung ist von Sam Zeloof ebenfalls selbst entwickelt und gebaut worden. Um den Chip zu belichten, hat der Student einfach einen DLP-Projektor zu einem Lithografie-Stepper umfunktioniert.

1200 Transistoren: Student fertigt eigenen Chip in seiner Garage (2) Quelle: Sam Zeloof 1200 Transistoren: Student fertigt eigenen Chip in seiner Garage (2)

Schneller als Moore's Law

Die Faustregel, nach der sich die Komplexität integrierter Schaltkreise ungefähr alle zwei Jahre verdoppelt, gilt scheinbar nicht für Sam Zeloof. In einem Interview mit wired.com sagt der 22-Jährige scherzhaft, dass seine Chips zwar meilenweit hinter denen von Intel hinterherhängen, er aber immerhin deutlich schnelleren Progress macht als es damals üblich war. Sein nächstes Projekt soll in etwa der Größenordnung des Intel 4004 Chips entsprechen, der 1971 dem ersten kommerziellen Mikroprozessor entsprach und zum Beispiel in Taschenrechnern eingesetzt wurde. Um das zu schaffen, arbeitet Sam Zeloof seit Dezember an einem Schaltungsdesign, welches einfache Addition durchführen kann.

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    • Kommentare (34)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von TheGermanEngineer BIOS-Overclocker(in)
        Zitat von HardwareNoob41
        Ich kann mir nicht helfen, aber es scheint so als wärst du Elektrotechnik-Ingenieur mit Tätigkeitsfeld Chipentwicklung!
        Sowas machst du auch in Ansätzen, wenn du Informatik studierst, und zwar in technischer Informatik. Das ist bei mir auch schon etwas her, wenn auch keine 42 Jahre. Bei mir allerdings nur im ersten Semester und nicht ganze sechs Semester lang, aber ich erinnere mich sowas mal auch gelernt zu haben.
      • Von TheGermanEngineer BIOS-Overclocker(in)
        Zitat von HardwareNoob41
        Ich kann mir nicht helfen, aber es scheint so als wärst du Elektrotechnik-Ingenieur mit Tätigkeitsfeld Chipentwicklung!
        Sowas machst du auch in Ansätzen, wenn du Informatik studierst, und zwar in technischer Informatik. Das ist bei mir auch schon etwas her, wenn auch keine 42 Jahre. Bei mir allerdings nur im ersten Semester und nicht ganze sechs Semester lang, aber ich erinnere mich sowas mal auch gelernt zu haben.
      • Von wuselsurfer Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von HardwareNoob41
        Aber Register Transfer Layer geht schon Richtung Philosphie,
        Elektronik ist ohne Philosophie nicht denkbar, erklärbar schon gar nicht.

        Zitat von HardwareNoob41
        Und spätestens bei 20 A sind wir auf Atomebene mit den Schaltungen!
        Aengström?
        Ja , da wird es eng.

        Zitat von HardwareNoob41
        Mathe wird da auch eher exotisch nehme ich an mit Heisenberg & Co. !
        Die Schrödingergleichung konnte ich zwar damals lösen, aber was das mit der Balmer- , Paschen und Lyman-Serie im Hyperfeinspektrum des Wasserstoffs zu tun hatte, ist mir erst Jahre später aufgegangen.

        Zitat von HardwareNoob41
        Bauelemente-Chemie = NPN-Transistor usw.?
        Ja, die Donatoren und Akzeptoren sollte man schon herbeten können, wenigstens ob ein 3-wertiges Element Donator oder Akzeptor ist.
        Leiter, Nichtleiter und Halbleiter (besonders) sollte man wissen, was ein Eigen- oder Verbindungshalbleiter ist (Si, GaAs dot., InP, ZnSe, ...).

        Zitat von HardwareNoob41
        Nur die Geschichte der Arbeiterbewegung versteh ich in dem Kontext nicht ganz! Und was ist M/ L?
        M/L= Marxismus / Leninismus mit den Teilfächern Philosophie, Ökonomie und Geschichte der Arbeiterbewegung.
      • Von HardwareNoob41 Freizeitschrauber(in)
        Zitat von wuselsurfer
        Nein, das ging wegen einem Fach daneben.
        Aber in Halbleiterphysik gab es keinen expliziten Abschluß, das war soweit fertig.
        Ein abgeschlossenes Studium hab ich in Industrieelektronik.

        Ja.

        Ein bißchen Atomphysik, Mathe, Bauelemente-Chemie, Verfahrenstechnik und Materialwissenschaft braucht man auch noch.
        Philosophie, Ökonomie und Geschichte der Arbeiterbewegung war auch noch dabei in M/L.
        Aber Register Transfer Layer geht schon Richtung Philosphie, zumindest sagt das ein E-Techniker den ich " Corona sei Dank" nur online kenne! Und spätestens bei 20 A sind wir auf Atomebene mit den Schaltungen! Mathe wird da auch eher exotisch nehme ich an mit Heisenberg & Co. ! Bauelemente-Chemie = NPN-Transistor usw.? Und das mit einem Fach war dann suboptimal! Nur die Geschichte der Arbeiterbewegung versteh ich in dem Kontext nicht ganz! Und was ist M/ L?
      • Von wuselsurfer Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von Richu006
        Die Frage lautet:
        "Wann baut ein Student im DIY verfahren den ersten Chip ,welcher Crisis mit 60FPS spielen kann?"
        Der frühere Hardwarefresser heißt immer noch Crysis.

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      • Von Richu006 BIOS-Overclocker(in)
        Die Frage lautet:
        "Wann baut ein Student im DIY verfahren den ersten Chip ,welcher Crisis mit 60FPS spielen kann?"
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