Sandy Bridge-E: Core i7-3910K mit 6 Kernen aufgetaucht

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Die chinesische Seite Expreview hat in einem Intel-Dokument den auf Sandy Bridge-E basierenden Core i7-3910K ausfindig gemacht, welcher sich unter dem 500 Euro teuren i7-3930K positioniert und somit ein attraktives Preis-Leistungs-Verhältnis bieten dürfte. Mit am Bord des 3 GHz schnellen Prozessors ist SMT und ein freier Multiplikator. Ein genauer Veröffentlichungstermin sowie -preis ist noch nicht bekannt.

Hauptaugenmerk liegt bei der Sockel-2011-Plattform eigentlich auf Ivy Bridge-E, der für den kommenden September erwartet wird. Für den Endkunden dürfte dieser aber weniger interessant sein, da er neben einem geringen Leistungsplus vor allem eine höhere Effizienz mit sich bringt, welche im Server-Bereich äußerst wichtig ist. Potenzielle Neu-Aufrüster, die sich noch nicht entschieden haben, sollten daher jetzt beim aufgetauchten Core i7-3910K, welcher noch auf Sandy Bridge-E basiert, aufhorchen.

Dieser bietet sechs Kerne, die jeweils mit 3 GHz takten sollen. Zusätzlich verwaltet jeder Kern je zwei Threads, bietet also das bekannte SMT. Der Turbo Boost 2.0 soll auch vorhanden sein, jedoch taucht in den Intel-Dokumenten dafür kein genauer Takt auf. Beim L3-Cache wird im Forum momentan spekuliert, dass er 6 MByte groß sein könnte. Dies würde auch am meisten Sinn ergeben, da er somit halb so groß wie beim i7-3930K wäre und sich neben dem leicht geringeren Takt nur damit vom größeren Bruder unterscheidet.

Wenn der Core i7-3910K sich bei einem Preis von 300 bis 350 Euro einpendelt, würde er nur unwesentlich mehr kosten als ein Core i7-4770K und wäre damit vor allem für Übertakter interessant. Durch den hier noch verlöteten Heatspreader und dem freien Multiplikator sollte ein gutes Taktplus möglich sein, wodurch man auch ohne Probleme die Leistung eines aktuellen Haswells erreichen sollte. Wenn man mit den x79-PCHs für Intels 2011-Sockel leben kann, der nativ nur zwei SATA-6GB/s-Ports besitzt und kein USB 3.0 unterstützt, hat man hier eine sehr interessante Alternative - zumal bei den meisten Mainboards Zusatzchips verbaut sind, welche die genannten Probleme lösen.

Quelle: PCGHX

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    • Kommentare (18)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Superwip Lötkolbengott/-göttin
        Aufgrund der extrem schnellen (Quadchannel-) Speicheranbindung sollte der beschnittene L3 Cache auch weniger ins Gewicht fallen als auf anderen Plattformen.
      • Von Superwip Lötkolbengott/-göttin
        Aufgrund der extrem schnellen (Quadchannel-) Speicheranbindung sollte der beschnittene L3 Cache auch weniger ins Gewicht fallen als auf anderen Plattformen.
      • Von Lios Nudin BIOS-Overclocker(in)
        Das Geschrei nach einem bezahlbaren 6 Kerner war groß und für 300 bis 350€ hat Intel jetzt was im Angebot. Wenn ich mir die CPU mit Bewertungskriterien aus einer Testtabelle anschaue, sind die 6 MByte L3-Cache anstatt 12 MByte natürlich Käse, genauso wird die fehlende iGPU negativ bewertet (siehe Marcs Antwort auf einen Leserbrief in der aktuellen Ausgabe) oder die fehlende native Unterstützung von USB 3.0. In der Praxis bekomme ich CPU-Leistung satt, keine beschnittenen OC-Möglichkeiten und bis 170€ auch eine handvoll brauchbare Mainboards, die USB 3.0 mitliefern.
        Dass die Plattform bereits eineinhalb Jahre als ist finde ich auch schnuppe. Es reden doch alle wegen den neuen Konsolen von einer besseren Unterstützung von mehr Kernen und da immer noch gilt, dass vier Kerne inklusive SMT langsamer sind als fiktive sechs Kerne, erst recht wenn zu den sechs Kernen noch SMT dazukommt, finde ich die Kombi ganz gut.
      • Von quantenslipstream Flüssigstickstoff-Guru (m/w)
        Zitat von Superwip
        Mich wundert grundsätzlich das ~3Monate vor Ivy Bridge-E noch ein Sandy Bridge-E erscheint. Gleich zwei wären noch verwunderlicher. Allerdings ist natürlich nicht klar ob diese "Low-End" CPUs unmittelbar einen Ivy Bridge Nachfolger bekommen.

        Das hört sich eben sehr stark nach Resteverwertung an.
        Bevor Intel die CPUs wegschmeißt, verkaufen sie sie noch irgendwie.
      • Von Superwip Lötkolbengott/-göttin
        Zitat
        Ich könnte mir auch vorstellen das da dann auch noch ein 3920K mit 9MB L3 Cache und 3,1GHz Takt kommt.

        Mich wundert grundsätzlich das ~3Monate vor Ivy Bridge-E noch ein Sandy Bridge-E erscheint. Gleich zwei wären noch verwunderlicher. Allerdings ist natürlich nicht klar ob diese "Low-End" CPUs unmittelbar einen Ivy Bridge Nachfolger bekommen.
      • Von Kondar Volt-Modder(in)
        Zitat von Longinos
        Also ich hab Sand und Ivy Bridge ausgelassen und wollte eigentlich auf Haswell umrüsten da dieser aber nur marginal schneller ist ist es mir ums Geld zu schade jetzt noch Geld für ein neues System auszugeben, ein Sandy-E oder Ivy-E dürften daran auch nichts ändern!
        Vor allem weil mit 2015 Mainboards(eher 2016 da hier sicher wieder Kinder Krankheiten ausgemerzt werden müssen) mit PCI-Express 4, DDR4 und SATA-Express wichtige Neuerungen anstehen und ich mir vor allem von Skylake(Standard 6 Kerne???) einen ordentlichen Leistungssprung erhoffe!
        Leistung für Ultra HD 4k-8k mit Skylake und SATA-Express zu genüge!?
        Dank PCI-Express 4 zum umrüsten auf aktuellere Grafikkarten zukunftssicher für mindestens 5jahre wenn man in Spielen alles auf Ultra High stellen möchte(es sei den die leisttung der CPU macht das dann nicht mehr mit)!?

        Skylake: Intels 14-Nanometer-CPUs kommen mit PCI-Express 4, DDR4 und SATA-Express
        Sorry aber
        Zukunftssicher heist beim PC => ~6 Monate.
        Alles andere ist wunschdenken.
      Direkt zum Diskussionsende
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