Sabine-Plattform auf Llano-Basis in der Technik-Vorschau: AMD stellt mobile A-Serie vor - Video-Update
Heute fällt der Startschuss für AMDs mobile Sabine-Plattform auf Basis der Llano-APUs. Diese werden als A8-, A6- und A4-Serie verkauft und kombinieren zwei bis vier CPU-Kerne mit einer integrierten Grafikeinheit, welche über 240 bis 400 Shader-Einheiten verfügt.
Nachdem AMD im Januar die Fusion-Ära mit den APUs "Ontario" und "Zacate" einläutet, erfolgt heute der Start der mobilen "Sabine"-Plattform mit den größeren APU-Modellen aus der "Llano"-Serie. Im Preisbereich von 400 bis 700 US-Dollar tritt AMD gegen Intels Pentium bis Core i3/i5/i7-Riege an und wirft vor allem die flottere sowie mit mehr Features ausgestattete Grafikeinheit und eine bessere Akkulaufzeit in die Waagschale.
"Sabine"-Plattform: Die Modelle
Die "Sabine"-Plattform besteht aus der A8-, A6- und A4-Serie und wird mit einer TDP von 35 oder 45 Watt ausgeliefert, die Grafikeinheit bietet 240 bis 400 Shader-Einheiten. Die Modelle in der Übersicht:
Quelle: AMD
Sabine-Plattform auf Llano-Basis: AMD stellt mobile A-Serie vor (16)
"Sabine"-Plattform: Die Technik
Die "Llano"-APUs werden bei Globalfoundries im 32-Nanometer-Prozess gefertigt und kombinieren zwei bis vier "Husky"-CPU-Kerne auf Basis einer verbesserten "Stars"-Architektur ohne L3-Cache mit einer integrierten DirectX-11-fähigen Grafikeinheit mit 48 über 64 bis hin zu 80 VLIW5-Shader-Einheiten. Die Grafikeinheit basiert auf dem "Redwood"-Design (Radeon HD 5760) und verfügt über den UVD3 für (1080p-)Video-Beschleunigung der Formate H.264, VC-1, MPEG-2 und MPEG-4 ASP/Divx und beschleunigt in Hardware überdies Flash sowie HTML5; OpenCL 1.1 und OpenGL 4.1 werden ebenfalls unterstützt. Zur Leistungssteigerung kann via "Dual Graphics" eine dedizierte Mobile-Grafikkarte wie die Radeon HD 6750M der IGP auf die Sprünge helfen (nur unter DX10/DX11!) - hierfür hat sich AMD neue Namen ausgedacht, was aber mehr verwirrt denn hilft. Die Grafikeinheit beherrscht aufgrund ihrer Architektur-Herkunft MLAA, MSAA und SSAA. Das Grafiksignal wird per DVI, HDMI 1.4a, Displayport 1.1 oder Wireless-Display übertragen.
Die Taktraten der CPUs bewegen sich von im Bereich von 1,4 bis 2,5 GHz - inklusive "Turbocore 2.0"-Technik. Im Leerlauf können einzelne Rechenherzen, die Grafikeinheit und der UVD3 via C6-Modus abgeschaltet werden, dies kommt der Akkulaufzeit im Leerlauf sehr zugute. Die Kommunikation zwischen CPU-Kernen und Grafikeinheit erfolgt mittels einer schnellen Verbindung namens "High Speed Block Transfer Engines", welche im lokalen RAM Speicherbereiche verwaltet und gemeinsame Zugriffe erlaubt. So wird die Speicherbandbreite drastisch geschont, welche CPU und Grafikeinheit gleichermaßen nutzen - letztere hat aber einen direkten Zugang. AMD unterstützt hier DDR3(L)-1333 oder DDR3-1600 im Dualchannel-Betrieb, dies macht 21,3 respektive 25,6 GB/s.
Die "Sabine"-Chipsätze nennen sich A70M sowie A60M und bieten neben sechs SATA-6GB/s-Anschlüssen auch USB 3.0 (vier Ports, nur beim A70M). Je nach Modell kommt eine APU auf 35 oder 45 Watt TDP, der Chipsatz laut AMD auf 2,7 bis 4,7 Watt. Die Die-Size einer A-Series-APU beläuft sich auf 228 mm² und ist damit kleiner als der "Barts"-Chip einer Radeon HD 6870, die vierkernige APU kommt auf 1,45 Milliarden Transistoren und die zweikernige auf 758 Millionen.
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"Sabine"-Plattform: Die Leistung
AMD selbst sieht für die A8-Modelle einen angepeilten Systempreis von 700 US-Dollar aufwärts an, für die A6-Versionen 600 US-Dollar aufwärts und für die A4-Derivate 500 US-Dollar aufwärts. Die E-Serie und die E2-APUs bewegen sich im Bereich von über 400 US-Dollar. Als Gegner zieht AMD die Intel-Modelle Core i7 über i5 bis i3 heran, die E-Serie soll den mobilen "Sandy Bridge"-Pentiums das Leben schwer machen. Nicht nur im passenden Video, sondern auch in den Folien preist AMD die längere Akkulaufzeit an: So soll der A8-3500M im Leerlauf rund eineinhalb Stunden länger ohne externe Stromzufuhr auskommen als Intels Core i3-2310M auf "Sandy Bridge"-Basis.
Allem "Supercomputer in a Notebook" zum Trotz: Die Leistung der CPU-Kerne liegt etwas oberhalb eines Athlon II mit gleichem Takt sowie gleicher Kernanzahl (AMD spricht von +6 % dank doppeltem L2-Cache, Hardware-Divider etc.) und damit grob auf dem Level eines Core i3/i5 mit SMT; die flotteste Grafikeinheit HD 6620G dürfte sich etwas unterhalb einer dedizierten Radeon HD 5570 bewegen. Die kleineren Modelle wie die HD 6520G dagegen sind klar langsamer als eine Radeon HD 5550. In Kombination reichen die A8- und A6-APUs somit für Titel wie Call of Duty Blacks Ops, Dirt 3 oder Resident Evil 5 bei maximaler Qualität in 1.280 x 720 oder in höheren Auflösungen mit geringeren Details - forderndere Titel aber laufen nicht flüssig. Gegen Intels HD 3000 steht AMD nichtsdestotrotz sehr gut dar, zumal der Hersteller die GPU-Beschleunigung voran treibt. So ist beispielsweise HTML5 auf der Grafikeinheit um Welten flotter als mit der CPU, Flash läuft seit Monaten auf der GPU und auch Microsofts Office 10 profitiert. Nebenbei stellte AMD noch die "Steady Video"-Technologie vor, welche verwackeltes Bildmaterial etwa bei Youtube korrigiert.
Quelle: AMD
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"Sabine"-Plattform: Ein erstes Fazit
Was AMD hier auf die Beine gestellt hat, ist beeindruckend. Die Leistung der zwei bis vier "Stars"-CPU-Kerne ist für das mobile Segment völlig ausreichend und bietet zumindest als Quadcore auch den teuren Core-i5-Modellen (zwei Kerne plus SMT) Paroli. Der GPU-Part ist Intels HD-3000-Graphics völlig überlegen: Auf der einen Seite fährt AMD weitaus mehr Features auf - angefangen von DirectX 11 über OpenCL bis hin zu zur besseren Bildqualität -, auf der anderen Seite kann sich selbst die HD 6520G (320 ALUs @ 400 MHz) deutlich vor die Intel-IGP setzen. Das alles packt AMD in 35 oder 45 Watt TDP. Benchmarks gibt es derzeit nur seitens AMD, ein passendes Testsystem wurde uns nicht zur Verfügung gestellt - zumal die Plattform ohnehin erst im zweiten Halbjahr im Handel aufschlagen soll. Zwar sind einige "Llano"-basierte Geräte bereits als lieferbar gelistet, aber wie schon bei "Ontario" und "Zacate" wird es nach dem heutigen Start der "Sabine"-Plattform noch einige Wochen dauern, bis der Markt wirklich mit passenden Notebooks aufwarten kann. Potenzial ist auf jeden Fall mehr als genug vorhanden.

Werde mir erstmal den Computerbase Test noch zu Gemüte führen.
Schade das AMD kein "Test it!" wie Intel macht.
Es gab aber mit 4,x GHz auch noch einen Bench, von einem anderen, und da war auch im Overdrive entsprechend die Anzeige/Multi gewählt.
Doch das ist ein Auslesefehler gewesen. Der wahre Takt lag bei 3,x Ghz.
@Schaffe89
Wo hast du das denn her mit dem A-3950 und 3,2GHz....das glaube ich so nicht.
Der erzählt viel wenn der Tag lang ist. Er denkt sich das nur aus. Refresh Modell sind auf älteren Roadmaps für Q4 angedacht gewesen, aber mit wie viel Takt und welches Nummernschema, das ist noch gar nicht klar.