Rocket Lake-S: Angeblich mit über 5 GHz, 10 Prozent mehr IPC - aber hoher TDP
Intels Rocket Lake-S kommt aller Voraussicht nach nur noch mit acht statt zehn Kernen in der erneut aufgebohrten 14-nm-Fertigung. Der bekannte Leaker _rogame bringt nun zusätzlich eine IPC-Steigerung von 10 Prozent ins Spiel sowie einen Takt von 5 GHz und mehr. Er prognostiziert aber auch eine hohe TDP.
Auch wenn sich mancher fragen wird, ob Intels Rocket Lake-S noch zeitig auf den Markt kommt - erwähnt wird ja meistens Nachfolger Alder Lake: An Lebenszeichen mangelt es aktuell nicht. So wurde der Comet Lake-S-Erbe erst kürzlich in einer Datenbank mit einem Boost von 5 GHz gesichtet. Jetzt haut Leaker _rogame in dieselbe Kerbe. Er sagt, dass die finalen Taktraten der CPUs bei "5 GHz+" liegen.
Doch er hat noch ein paar andere interessante Details in petto. Angeblich soll die IPC gegenüber der Skylake-Technik rund zehn Prozent zugelegt haben. Außerdem sollen die Rechenherzen auf Cypress Cove-Kernen basieren. Das ist insofern spannend, als dass sich die Gerüchteküche uneins darüber ist, wessen Kernstruktur Rocket Lake-S nun übernimmt. Orientiert man sich eher an Sunny Cove - den Kernen der mobilen Ice Lake-CPUs - oder an Willow Cove von Nachfolger Tiger Lake?
Neue Kerne, aber alter Prozess und hohe TDP
Beide werden in 10 Nanometern gefertigt, Rocket Lake-S jedoch soll weiterhin in Intels altgedienten 14-nm-Prozess vom Band laufen. Gut möglich, dass durch diesen Backport einige Anpassungen nötig wurden. Dabei bliebe einstweilen offen, welche aus Willow und Sunny Cove bekannten Änderungen Intel bei Cypress Cove noch einfließen lassen konnte.
Die mutmaßlich hohen Taktraten lassen tendenziell darauf schließen, dass man nicht allzu viel in den 14-nm-Prozess retten konnte. Willow Cove und Sunny Cove sind schließlich beide nicht als Taktwunder bekannt. Allerdings kann das auch vornehmlich dem 10-nm-Prozess geschuldet sein.
Der für gewöhnlich treffsichere _rogame sagt auch, dass die TDP hoch ausfallen wird. Wie hoch genau, lässt der Leaker allerdings offen. Der 14-nm-Prozess dürfte Intel da nicht allzu viel Spielraum lassen. In puncto Effizienz wird man es vermutlich schon gegen AMDs Ryzen-3000-Serie schwer haben - und Ryzen 4000 aka Vermeer befindet sich bereits im Anmarsch.
Mehr zum Thema: Intel Core i9-10850K: Abgespeckter Zehnkerner erscheint angeblich heute
Wo sich Rocket Lake-S positioniert, bleibt natürlich abzuwarten. Mit nur noch acht statt zehn Kernen macht Intel zwar einerseits eine Rolle rückwärts, könnte andererseits aber auch sehr leistungsfähige Gaming-CPUs auf den Markt bringen. Mit viel Takt bei einem noch erträglichen TDP-Budget wären die Prozessoren für 144-Hz-Gamer sicherlich einen Blick wert. Mit PCI-Express-4.0 wäre man auch Feature-seitig auf der Höhe der Zeit.
Quelle: Twitter

[Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]
Dachte Intel macht Backports, weil die 10nm Architektur, mit 14nm hergestellt werde muss... Das kann man ja bekanntlich nicht 1:1 hin und her schieben.
Daß Backports Taktpotenzial steigern wäre mir neu. Warum macht man das nicht schon ewig so?