Raptor Lake: Die eher seltenen 35-Watt-T-CPUs sind verfügbar

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Core i5-13500
Quelle: PCGH

Intels Raptor-Lake-Modelle als T-Version sind offiziell in den Handel gestartet. Die Prozessoren zeichnen sich durch niedrigen Basistakt, eine TDP von lediglich 35 Watt und eine hohe Effizienz aus. Bisher kosten sie allerdings mehr als ihre regulären Versionen ohne T-Suffix, sodass sie nur für Nischenanwendungen empfohlen werden können. Lesen Sie dazu im Folgenden mehr.

AMD und Intel geben sich große Mühe, ihre bestehenden Prozessoren am Markt so zu platzieren, dass für jeden Anwendungsfall entsprechende Modelle bereitstehen. Dazu wird oftmals das gleiche Silizium mit einer anderen Abstimmung ausgeliefert, was man bei beiden Herstellern an den Suffixen hinter der CPU-Bezeichnung erkennt. Intel nutzt dabei K für übertaktbare Modelle, F für solche, die keine Onboard-Grafikeinheit beinhalten und T für diejenigen, die eine besonders geringe TDP aufweisen. Einige der Suffixe sind auch kombinierbar, sodass die KF-Modelle für Spieler mit dedizierter Grafikkarte immer eine Option sind.

Für Raptor Lake hat Intel seine K-Modelle als erstes veröffentlicht und zog dann mit den normalen Modellen ohne K nach. Mittlerweile sind auch die hocheffizienten T-Modelle in Deutschland lieferbar. Diese gibt es in allen Versionen, die auch für die schnelleren normalen und K-Modelle erhältlich sind, ihre TDP sinkt aber auf lediglich 35 Watt. Je nach Modell sorgt das für einen lächerlich niedrigen Basistakt, wenngleich der mögliche Turbo-Takt nach wie vor hoch ist.

Der Core i9-13900K, den es ab ca. 619 Euro im PCGH-Preisvergleich gibt, bietet einen Basistakt von 3 GHz, bei einem Turbotakt von 5,8 GHz. Sein T-Pendant hat einen Basistakt von 1,1 GHz und einen Turbo-Takt von 5,3 GHz. Dabei bietet es die gleichen 24 Kerne und 32 Threads zum Preis von 627 Euro. Eine Stufe tiefer kostet der Core i7-13700T ab 438 Euro, während der Core i7-13700K ab 430 Euro zu haben ist.

Der Core i5-13600T und 13500T kosten mit 289 und 263 Euro ziemlich genau das gleiche wie der reguläre Core i5-13600 und 13500, während der Core i5-13400T für 254 Euro preislich vom Core i5-13400 für 238 Euro unterboten wird. Erst der Core i3-13100T kostet mit 145 Euro etwas weniger als das reguläre Modell für 148 Euro, sodass die T-Prozessoren nur für Nutzer mit speziellen Anwendungsgebieten, die die höchste Effizienz benötigen, empfohlen werden können.

Quelle: PCGH-Preisvergleich

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    • Kommentare (13)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Manner1a Software-Overclocker(in)
        Ich habe gerade nochmal den PCGH-Test zum i7-12700 gelesen. Die 1,0 GHz Taktabfall beziehen sich auf die P-Kerne bei langer Last in Handbrake oder Blender, während die E-Kerne weiter mit 3,4GHz takten. Hmmm...4 Threads mit 3,4 GHz, 8+8 Threads mit jeweils 1,0 GHz...ergibt bei Alder Lake also 65 Watt bei 12MB L2 Cache und 25MB L3 Cache.
      • Von Manner1a Software-Overclocker(in)
        Ich habe gerade nochmal den PCGH-Test zum i7-12700 gelesen. Die 1,0 GHz Taktabfall beziehen sich auf die P-Kerne bei langer Last in Handbrake oder Blender, während die E-Kerne weiter mit 3,4GHz takten. Hmmm...4 Threads mit 3,4 GHz, 8+8 Threads mit jeweils 1,0 GHz...ergibt bei Alder Lake also 65 Watt bei 12MB L2 Cache und 25MB L3 Cache.
      • Von PCGH_Torsten Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von PCGH_Dave
        Wenn ein 12700 mit nur 12 Kernen bei 65 Watt schon auf fast 1,1 GHz abfällt, dann will ich einen 24-Kerner nicht bei 35 Watt sehen. Ihr vergesst allerdings, dass etwa ein 13900T eine "PL2" von 106 Watt besitzt. Die Frage ist nur, für wie lange.
        Wenn der gleitende Mittelwert über Tau nicht höher als 35 W ausfallen darf, würde ich mal raten: Überhaupt nicht lange.
        Sinn einer 35-W-TDP-CPUs ist es, in Umgebungen zu arbeiten, die nicht dauerhaft mit mehr als 35 W klar kommen. Selbst Arctics Alpine 12, ein simpler 500 g Alublock, ist bereits für 47 W freigegeben. Selbst bei Vollpassivsystemen reden wir in der 35-W-Klasse von unter 400 g Material, bei aktiven Lösungen von zum Teil klar unter 100 g. Da gibt es keine Wärmekapazität, die 106 W auch nur für eine halbe Minute wegpuffern könnten.

        Das ist wirklich nur der ganz klassische "Responsive"-Turbo, der unmittelbar nach Nutzeraktionen eine schnelle Reaktion und somit eine flüssige Wahrnehmung liefert. Kein wir-trauen-uns-keine-große-TDP-draufzuschreiben-sondern-bescheißen-lieber-Turbo, der die halbe oder ganze Lastzeit (Gruß auch an AMD) anliegt. Anders sähe das natürlich aus, wenn man einen dicken Tower-Kühler draufschnallt, der PL2 für deutlich über zwei Minuten verkraftet. Aber wieso sollte man dann keine deutlich günstigere 65-W-SKU wählen?
      • Von Manner1a Software-Overclocker(in)
        Zitat von PCGH_Dave
        Wenn ein 12700 mit nur 12 Kernen bei 65 Watt schon auf fast 1,1 GHz abfällt, dann will ich einen 24-Kerner nicht bei 35 Watt sehen. Ihr vergesst allerdings, dass etwa ein 13900T eine "PL2" von 106 Watt besitzt. Die Frage ist nur, für wie lange.
        Grüß Gott,

        ich bin mir sicher wir alle hatten die 106 Watt PL2 im Hinterkopf, haben nur noch nicht genug herum gefragt was bei z. B. 35 Watt passieren würde. Genauso offensichtlich ist ja die Idee, für Näherungswerte Leute mit i9-13900(K, KS, KF) zu fragen, wenn sie PL1 und PL2 auf entsprechende Werte stellen. Mein mobiles UEFI sieht aus wie eine Platte Holz, selbst die Taktraten per Multi lässt sich der 14 Kerner hier nicht diktieren, nur Wattzahl und Lüfterkurve. Beim i7-12700 würde ich eher 1,6 GHz erwarten mit 1,6GHz als Basistakt für die E-Kerne und 2,1GHz für die P-Kerne...1,1 GHz klingt nach AVX-512 Last, weil 2 P-Kerne weniger und 4 E-Kerne mehr bei einem Antivirencheck (100% Load) ergeben hier schon 1,0 bzw. 1,1 GHz mit 15 Watt.
      • Von PCGH_Dave Lötkolbengott/-göttin
        Wenn ein 12700 mit nur 12 Kernen bei 65 Watt schon auf fast 1,1 GHz abfällt, dann will ich einen 24-Kerner nicht bei 35 Watt sehen. Ihr vergesst allerdings, dass etwa ein 13900T eine "PL2" von 106 Watt besitzt. Die Frage ist nur, für wie lange.
      • Von PCGH_Torsten Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von Pu244
        Da wirrst du vermutlich falsch liegen. Da stehen doppelt soviel P Kerne und nochmal 16 E Kerne, die etwa die gleiche Leistung bringen, gegen lediglich 4 P Kerne, die auch noch eine Generation älter sind. Da wird man wahrscheinlich nichtmal drankommen, wenn der 13900T die IGP voll auslastet ist. Wie gesagt: bei einem Laptop wäre das eine recht starke CPU (auch wenn die 45W Modelle wesentlich besser sind), die man problemlos mit einer stärkeren RTX 40M kombinieren könnte.
        Viermal mehr Kerne versus (bezogen auf den Basistakt des T) mehr als viermal so hohe Taktraten geht praktisch immer zugunsten letzterer aus. Aber ich schrieb nicht ohne Grund, dass "ich mich nicht wundern würde" an Stelle von "ich erwarte", denn es hängt viel von den real erreichten Taktraten des T-Modells ab. Ab 2 GHz würde ich ihn gut parallelisierbaren Anwendungen eindeutig vorne erwarten, aber das ist eben schon beinahe das doppelte seines Basistakts und bei beispielsweise 1,5 GHz oder bei schlechter Parallelisierung traue ich mir auf dem Papier kein Ranking zu.

        Zitat von Stryke7
        Ich fürchte, Intel versucht hier einfach nur Marktsegmente abzugreifen auf denen sie mit ihren aktuellen Modellen eigentlich überhaupt nichts anbieten können. Die Kombination aus 1,1Ghz Basistakt und 5,3Ghz Boost ist natürlich auch vollkommen grotesk.
        Aber was sollen sie machen, ihre wirtschaftliche Lage ist nunmal echt schlecht, ich sehe das hier eher als Verzweiflungstat.
        T-/Low-Power-Ausführungen bietet Intel seit dem Sockel 1156 an. Das hat nichts mit der aktuellen wirtschaftlichen Lage zu tun, sondern mit offensichtlich vorhandener Nachfrage. Obwohl sie nicht beworben werden und oft die teuersten Versionen einer Ausbaustufe sind, verkaufen sich die Teile offenbar, weil es eine Nachfrage nach so etwas gibt.
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