Prozessoren: Kaum Veränderungen bei den Marktanteilen von AMD und Intel, Durchschnittspreise steigen
Laut Marktforschern haben sich die Marktanteile bei Prozessoren im dritten Quartal des Jahres nur gering verändert.
Laut den Zahlen von Mercury Research kam AMD im dritten Quartal 2011 bei Prozessoren auf einen Marktanteil von 18,8 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahresquartal mit 18,3 Prozent konnte AMD damit leicht zulegen, allerdings lag der AMD-Marktanteil im zweiten Quartal noch höher bei 19,4 Prozent.
Marktführer Intel hat demnach aktuell einen Marktanteil von 80,3 Prozent, ein minimaler Verlust im Vergleich zum dritten Quartal 2010 mit damals 80,6 Prozent. Dafür ist der aktuelle Marktanteil eine geringe Steigerung verglichen mit den 79,9 Prozent im zweiten Quartal 2011.
Während sich also die Marktanteile von AMD und Intel nur wenig bewegen, steigt der Durchschnittspreis für Prozessoren an und liegt nun bei 107 US-Dollar. Das ist der höchste Wert seit mehr als vier Jahren.
Quelle: Computerworld

Das ließt sich doch mal schön, auch wenn der Bulldozer keine Brücke aus dem Weg räumen konnte.
Noch ist AMD nicht verloren, Solange wir leben, Was uns fremde Übermacht nahm, werden wir uns mit dem Säbel zurückholen. Quelle
Die Zahlen sind für gewöhnlich nicht inflationsbereinigt und beziehen sich auf alle von einem Hersteller verkauften CPUs. Das Protofolio würde sonst ja extrem von den teuren (aber kaum gekauften) Spitzenmodellen dominiert werden. Praktisch waren die niedrigen Durchschnittspreise bei Intel in den letzten Jahren aber Atom bedingt.
Was ist denn der "Durschnittspreis für Prozessoren"?
Bezieht sich diese Größe auf das Portfolio der Anbieter, oder auf die tatsächlichen Verkäufe? Sind die Zahlen inflationsbereinigt?
Im ersteren Fall wäre es gut zu wissen, ob denn im Vergleich zu dem ermittelten Wert vor fünf Jahren auch die Verteilung der Prozessoren auf die Segmente gleich geblieben ist. Wenn nicht könnte man daraus ja interpretieren, dass die Hersteller den Fokus auf teurere Produkte legen.
Für den zweiten Fall könnte man die Aussage so interpretieren, dass der Konsument eher hochwertigere Produkte kauft, als er das noch vor fünf Jahren tat.
So komplett ohne weitere Infos könnte man aber auch zu dem (falschen?) Schluß kommen, dass die Hersteller die Preise (unegrechtfertigt?) anheben.
Ich dachte bisher eigentlich, dass es die Aufgabe der (Print-)Magazine sei, die Informationshäppchen zusammenzufügen und in einen Kontext zu stellen, und nicht diese ungefiltert einfach nachzuplappern.