CPU für 10.000 US-Dollar: Handelt es sich um die CPU aus dem Kernkraftwerk Fukushima Daiichi?
Overclocking- und Hardwareexperte der8auer hat ein ungewöhnliches Fundstück auf seinem Youtube-Kanal präsentiert: Handelt es sich bei der 10.000 US-Dollar teuren CPU um einen Prozessor aus dem Kernkraftwerk Fukushima Daiichi?
Kurz vor Jahresende hat Hardware-Spezialist Roman "der8auer" Hartung auf seinem YouTube-Kanal ein besonders exotisches CPU-Fundstück präsentiert. Bei der vor einigen Monaten auf der Auktionsplattform Ebay für rund 10.000 US-Dollar gekauften Hitachi Mainframe soll es sich nämlich um eine CPU aus dem Kernkraftwerk Fukushima Daiichi in Japan handeln; also dem Kraftwerk, welches im Jahr 2011 infolge eines Tsunamis schwer beschädigt wurde und so die Nuklearkatastrophe von Fukushima auslöste.
Komplett verifizieren ließ sich diese Aussage allerdings nicht, wie der8auer anmerkt, da auch der Verkäufer - wohl aus (rechtlich verbindlichen) Geheimhaltungsgründen - keine Bestätigung geben konnte. Allerdings finden sich einige Hinweise darauf, dass es sich mit der HDM-Nummer XSH31 tatsächlich um eine in Fukushima genutzte CPU handelt.
Über die virtuelle Begehung des noch laufenden Rückbaus des Kraftwerks ließ sich etwa nachvollziehen, dass das Unternehmen Hitachi für den Bau des Kontrollraums von Reaktor 4 verantwortlich war - der einzige Reaktor, der während dem Unglück außer Betrieb war. Zwar ist der Prozessor "technologisch zu neu", um schon zur ersten Inbetriebnahme von Reaktor 4 im Jahr 1978 aktiv gewesen zu sein, doch die Recherchearbeit zeigt auch, dass die Einheit im Zuge von Modernisierungsmaßnahmen ihren Weg ins Kernkraftwerk gefunden haben könnte.
Plausibel wäre demzufolge, dass es sich hierbei um eine Hitachi MP 5800 handelt, welche im Jahr für rund 28,8 Millionen Yen pro Monat (umgerechnet 200.000 Euro) vermietet wurde; mit der Inflation über den Zeitraum seitdem eingerechnet wäre man nur für die Miete bei 330.000 Euro monatlich angekommen.
Der Prozessor selbst ist ein 15 x 15 Zentimeter großes MCM-Ungetüm (Multi Chip Module), bei der es allerdings selbst nach dem Delidding schwer festzustellen ist, wie viele Kerne der Prozessor tatsächlich hat. Sicher ist wohl nur, dass die unterschiedlichen Kerne auf verschiedene Einsatzzwecke spezialisiert waren und zusätzliche Ausfallsicherheit und Zuverlässigkeit des MCMs bieten sollen. Sowohl diese Indizien als auch der Preis aus der sehenswerten Analyse im oben verlinkten Video legen zumindest die Vermutung nahe, dass es sich hierbei wirklich um eine CPU aus Fukushima Daiichi handelt.

Ganz spannend dazu sind die Kommentare unter seinem Video bei Youtube. Diese Art Mainframe-Compurer wurde ewig benutzt. Es kann durchaus sein, dass der M-200H sowas wie ein Sockel ist, in den mit den Jahren immer leistungsfähigere CPUs gesteckt wurden. Und dann ist es durchaus die Frage, wann gefertigt wurde, ob 1978 oder 1994, wie der 8auer auf Basis einer Seriennummer vermutet. Wie gesagt, als Simulationsrechner, um z.B. die Brennstäbe länger nutzen zu können und Prozessparameter auch für arg abgebrannte Stäbe zu bekommen, kann ich mir vorstellen, dass sowas genutzt wurde.
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Ich hätte hier noch einen PIII-500Mhz, aus einem Alienraumschiff für 20000€ abzugeben. "Details darf ich aus vertraglichen Gründen nicht nennen."
Das war doch ein joke