Smart Access Memory: Screenshots belegen Support für ältere Ryzen-CPUs
Bei der Vorstellung von AMDs neuen Radeon-RX-6000-Grafikkarten ging es auch um das neue Smart Access Memory-Feature. Dadurch sollen CPUs der aktuellen Ryzen-5000-Reihe gänzlich auf den VRAM der Grafikkarte zugreifen können, um so im Idealfall Overhead-reduzierte Optimierungen wie auf den Konsolen zu ermöglichen. Neue Screenshots legen nun nahe, dass das Feature sehr wohl auch von Ryzen 1000 und Ryzen 3000-CPUs unterstützt wird, wenn sie auf einem aktuellen Mainboard mit 500er-Chipsatz betrieben werden.
Bei der Vorstellung der neuen Radeon-RX-6000-Grafikkarten wurden nicht nur allerlei Benchmarks mit vielen langen Balken gezeigt. Eines der interessantesten neuen Features dürfte - das zukünftige Interesse der Spieleentwickler vorausgesetzt - das Feature "Smart Access Memory" sein, oder auch kurz "SAM". Die Technik dahinter auf das simpelste Heruntergebrochen: Die kompatible CPU erhält durch den kompatiblen Chipsatz vollen Zugriff auf den flinken Videospeicher der RX 6000-Grafikkarte und eröffnet durch diese direkte Verbindung der beiden Komponenten die Möglichkeit, gezielte Optimierungen im Stile der Konsolen zu ermöglichen, die mit ihren Exklusivtiteln wie etwa "God of War" (2018) immer wieder zeigen, was man selbst aus alter Hardware noch rauskitzeln kann.
Kein Kontaktverbot für ältere Ryzen-CPUs
Derlei Performancesprünge nur durch SAM sollte man jedoch nicht erwarten, AMD selbst nennt im PR-Sprech "Real World Performance Gains" von bis zu 11 Prozent. Und wie man oben bereits klar herauslesen kann: Das Wort "kompatibel" ist Gegenstand vieler Unklarheiten. Denn offiziell wurde bislang das Triumvirat aus Ryzen 5000-CPU, 500er-I/O-Hub auf dem Mainboard und RX-6000-Grafikkarte genannt, wenn es um das SAM-Feature ging. Deshalb wurde vermutet, dass ältere Ryzen-Prozessoren eine spezifische PDEP-Instruktion nicht unterstützen und dadurch keinen Nutzen aus dem neuen Feature ziehen könnten.
Diese Vermutung wurde rasch von AMD selbst widerlegt. Auch Ryzen-CPUs der ersten und zweiten Generation sollten also theoretisch in der Lage sein, SAM zu nutzen. Neue Screenshots von Wccftech zeigen nun genau das: ein aktuelles MSI-Mainboard mit älterem Ryzen-Prozessor und eine aktive Nutzung des Smart Access Memory-Features. Videocardz zeigt einen weiteren Screenshot, der besagtes Szenario mit einem Asus-Mainboard wiederholt, auch hier dürften ältere Ryzens also zum Zug kommen.
Bringt Nvidia eine eigene Lösung?
Natürlich dürfte das clevere Feature auch der Konkurrenz von Nvidia nicht entgangen sein, und in deren Konzernzentrale dürften bereits einige Diskussionen darüber geführt werden, ob man eine eigene Lösung auf den Markt bringt, um das SAM-Feature kontern zu können. Dazu hat Igor's LAB einen lesenswerten Artikel veröffentlicht, den man sich in voller Länge hier durchlesen kann. Man kann also gespannt sein, wie groß die Performanceverbesserungen durch solche Features in Zukunft ausfallen werden.


naja wenn (fast) jede neue CPU-Generation auch ein neues MoBo braucht ist das auch ne Art Chaos zu vermeiden.
In wie weit man bereit ist sich zu informieren wie lange und oder ob die gewünschte künftige CPU auch auf dem MoBo läuft muss eben jeder User mit sich selbst ausmachen.
Kein Support heist eben nicht unbedingt das die inkompatibel sind.
Mein alter 1700X lief wunderbar auf X570 I AORUS PRO WIFI (rev. 1.0) bis er rausgepatcht wurde.
(meine bis Bios F11)
Seit dem bugbereinigte UEFIs auch als final verfügbar sind, also seit AGESA 1.0.0.4 geht es wieder bei allen Herstellern außer Asrock. Die sind zugleich auch die einzigen, die die damals releasten Zen-1-basierten Athlon-APUs nicht in ihrer Kompatibilitätsliste führen und in der Praxis auch nicht unterstützen, obwohl diese laut AMD auf allen AM4-Plattformen laufen sollen.
Beim B550 wiederum sollten sowohl Zen als auch Zen+ laut AMD nirgendwo laufen können, praktisch habe ich Asus-, Biostar- und MSI-Mainboards damit gebootet. Asrock geht weiterhin nicht, Gigabyte ging vor einigen Monaten nicht – aktuelle Tests stehen gerade aus. Ich würde mich aber nicht wundern, wenn die nachgebessert haben, schließlich gibt es 4000er APUs weiterhin nur als OEM-Pro-Version und was soll man auf einem Retail-A520-Board sonst betreiben? Einen 5950X?
#aberbeiIntelherrschtSockelchaos
(Allerdings erwarte ich da von Intel auch nicht viel...)
Wie einige Quellen ja bereits berichtet haben scheint das Feature bei älteren AMD Modellen nicht in Hardware vorzuliegen, wobei es bei Intel wohl bereits mit Haswell in implementiert wurde.
Ist auch nicht weiter verwunderlich, meines Wissens nach ist dieses Feature im Server- und Workstationbereich
schon länger gängig und wurde ja bereits mit der PCIe 3.0 Spezifikation eingeführt. Da sind auch massive Speichertransfers zu Karten mit Entsprechendem Speicherausbau an der Tagesordnung.
Gamingkarten hatten bis dato wohl einfach keine Speichermengen bei denen dieses Feature sinnvoll wäre.
Hinzu kommt noch der entsprechende Aufwand bei Implementierung in Fw und Treibern inklusive Validierung,
was natürlich alles zu zusätzlichen Kosten führt...
sehr wohl auch von Ryzen 1000 .........auf einem aktuellen Mainboard mit 500er-Chipsatz betrieben werden.