Gesockelter Meteor Lake PS und mehr: Über 20 neue CPUs für Intels Edge-Plattform
Zahlreiche neue Prozessoren aus den Reihen Meteor Lakes PS, Raptor Lake PS und Atom sowie Arc-Grafikkarten hat Intel für den Edge-Bereich vorgestellt.
Nachdem Meteor Lake PS als gesockelte Variante von Intels aktuellen Mobilprozessoren für den LGA 1851 bereits erwartet worden war, wurden die neuen Prozessoren aus der Core-Ultra-Reihe nun offiziell im Rahmen der Messe Embedded World 2024 angekündigt. Zusammen mit Raptor Lake PS für den LGA 1700 aus dem Core-Namenschema (ohne Ultra) stellen die neuen Prozessoren das aktuelle Edge-Portfolio von Intel dar. Die PS-Chipreihe ist laut Ankündigung für KI-Workloads gedacht, von "generativen KI-Erweiterungen im Einzelhandel und Gastgewerbe bis hin zu KI-gestützten Arbeitsabläufen im Gesundheitswesen und in der Biowissenschaft".
Dafür verfügen sie auch über Intels Arc iGPUs sowie AI-NPUs und sollen mit mindestens 10 Jahren Support die Vielseitigkeit und Upgrade-Fähigkeit der LGA-Sockel-Plattform nutzen. Bei der PS Core Ultra-Familie handelt es sich im Wesentlichen um dieselben Meteor-Lake-CPUs, die Ende letzten Jahres für mobile Geräte vorgestellt wurden, allerdings mit LGA-Sockel. Dabei werden sie wohl auch die einzigen gesockelten Meteor Lake-CPUs sein, da das Desktop-Segment im Laufe des Jahres mit Arrow Lake-S für Endkunden bedient werden soll.
Intel Meteor Lake PS und Raptor Lake PS
Hinsichtlich der Spezifikationen von Meteor Lake PS werden mindestens 9 Modelle erwähnt, darunter viermal Meteor Lake PS mit 45 Watt und fünf 15-W-Chips. Das Topmodell ist Intels Core Ultra 7 (Series 1) 165HL mit insgesamt 16 Kernen und 22 Threads in einer 6+8+2-Kernkofiguration (P/E/LP-E). Der Chip verfügt über 24 MB L3-Cache, eine Taktrate von bis zu 5,0 GHz und kann sich mit konfigurierbarer TDP bis zu 65 Watt genehmigen. Die Alchemist Arc iGPU ist mit 8 Xe-Kernen mit 128 Ausführungseinheiten ausgestattet, welche mit 2,3 GHz laufen, und es werden bis zu 20 PCI-E 4.0-Lanes unterstützt.
Bestätigt werden auch einige Eckdaten zum neuen Sockel LGA 1851, der demnach Support für DDR5-5600-RAM und Thunderbolt 4 bietet. PCI-E 5.0 ist nicht mit an Bord, während der Sockel wie auch der LGA 1700 auf Abmessungen von 45 × 37,5 mm kommt, aber nicht kompatibel ist. Laut Intel bietet Meteor Lake PS eine bis zu 5,02-fach schnellere GPU-Leistung, eine 3,13-fach schnellere KI-Leistung und einen 3,85-fach geringeren Stromverbrauch für KI- und Grafik-Workloads im Vergleich zur vorherigen Generation. Bei Raptor Lake PS mit 10 Modellen für den LGA 1700 handelt es sich derweil nicht um die bisherigen LGA-Sockelvarianten, sondern um die Raptor-Lake-H-Serie, die aber mit einer höheren Anzahl von GPU-Kernen ausgeliefert wird. Intel wirbt mit seiner Raptor Lake PS-Reihe mit einer bis zu 2,57-fach schnelleren Grafikleistung im Vergleich zur 13. Generation.
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Neue Atom-CPUs und Intel Arcs für Edge
Außerdem hat Intel auch vier neue Atom-Prozessoren der x7000RE-Serie für Edge-Computing-Plattformen im Embedded-Bereich vorgestellt, die im Vergleich zu den älteren Atom-Prozessoren der x6000RE-Serie eine bis zu 1,49-fach schnellere Single-Thread-Leistung, eine 1,61-fach schnellere Multi-Thread-Leistung und eine 9,83-fach höhere Leistung bei der Bildklassifizierung bieten sollen. Zusätzlich zu den ganzen CPUs hat Intel auch seine Arc-GPUs für Edge mit um 6 Modelle erweitert, die im Wesentlichen überarbeitete Varianten der gleichen Chips sind, die bereits auf dem Markt sind, jedoch teils noch mit in Planung befindlichen Speichergrößen.
