Internes Intel-Memo aufgetaucht: Man nimmt AMD und Ryzen 3000 in 7 nm wohl recht ernst
Ein für Intel-Mitarbeiter gedachtes Memo ist auf Reddit veröffentlicht worden und das sorgt nun für einiges an Aufmerksamkeit, denn in Santa Clara nimmt man AMD und die Bemühungen mit Zen 2 und 7 nm offenbar sehr ernst und sah sich genötigt, die Mitarbeiter auf den jüngsten Stand zu bringen, wie man diesem Wettbewerb entgegentreten will.
Im Internet ist ein internes Memo von Intel aufgetaucht, das nahelegt, dass der Chip-Riese aus Santa Clara die Entwicklung in der CPU-Sparte von AMD durchaus ernst nimmt. Das interne Memo wurde über das Reddit geteilt und richtet sich eigentlich nur an Angestellte von Intel. Die "Circuit News" erklären den Mitarbeitern, warum AMD jüngst wieder wirklich ernst zu nehmen ist, wo man Gefahren sieht und wo man sich bessergestellt glaubt.
Wirtschaftlich gesehen ist natürlich das Wachstum von AMD für Mitbewerber ernst zu nehmen, was Intel auf die Ryzen-Prozessoren zurückführt, aber auch auf Epyc. Intel sieht bei der Leistungsfähigkeit des aktuellen Portfolios von AMD durchaus ernstzunehmende Konkurrenz und möchte den Wettbewerb selbst zu AMD und Intel tragen, wenn die dedizierten Grafikkarten marktreif sein.
Auch im High-Performance-Computing erkennt man AMDs Zugewinne an, wo man sich durchaus unter Druck gesetzt fühlt. Hier geht es vor allem um Großaufträge im Cloud-Computing. Intel erwartet eine deutliche Zuspitzung des Wettbewerbs mit Zen 2 in Form von Rome (Epyc) und Matisse (Ryzen). Bei Notebooks glaubt sich Intel derweil weiter in halbwegs trockenen Tüchern, solange AMD nicht nachlegt.
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Intel macht im Memo keinen Hehl daraus, dass Ryzen 3000 wohl die aktuelle Core-Reihe in stark parallelisierten Szenarien überholen wird. Für gewöhnlich fällt da der Begriff "Content Creation", also beispielsweise Spielen und Streamen. Je weniger eine Anwendung von parallelen Berechnungen profitiert, desto eher sieht sich Intel im Vorteil - darunter auch in Spielen. Intel will daher weiter eng mit der Presse zusammenarbeiten, um echte Szenarien vor synthetische Benchmarks zu stellen.
Für die Server-Prozessoren erwartet Intel indes zwar viel Gegenwind von AMD, glaubt aber, bei Cache- und Speicherlatenzen weiter im Vorteil zu sein. Xeons sollen daher weiter die erste Wahl bleiben, wenn es um schnelle Reaktionszeiten geht - Datenbanken, Webservices, Analyse-Werkzeuge und dergleichen.
Derweil schwört Intel seine Mitarbeiter auf die "Secret Sauce" ein, die Gewürzmischung, die in Santa Clara dafür sorgen soll, dass man vor AMD bleibt. Die sechs Säulen sind laut Intel Prozess, Architektur, Speicher, Interconnect, Sicherheit und Software, wobei man sich gerade bei Software nach wie vor besonders stark glaubt. Dabei geht's vor allem darum, wie Software von Intel-Besonderheiten profitieren kann - beispielsweise dem Einsatz von AVX512.
Und außerdem macht man noch einmal darauf aufmerksam, dass Intel eben kein reiner CPU-Hersteller ist. Neben dem gerade vorangetriebenen GPU-Geschäft ist Intel mit diversen Technologien breit aufgestellt - beispielsweise WLAN-Chips, NAND-Speicher, Mobile-Modems und dergleichen.
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Im anschließenden Q&A wird auch deutlich, dass AMD mit dem Wechsel zu TSMC bei Intel ein bisschen Unruhe stiftet, weil man schnell und flexibel Zugriff auf deren 7-nm-Prozess hat, während Intel sich müht, "nächstes Jahr" den 10-nm-Prozess einzuführen. Die Prozesse lassen sich heute nicht mehr eins zu eins vergleichen, aber der Weg war und ist für Intel steinig. Das erlaubt AMD, die Kernzahlen zu leistungsfähigen Preisen zu erhöhen. Die Wette muss natürlich aufgehen, indem Software das auch nutzt.
Auch ganz lesenswert sind Kommentare von Intel-Mitarbeitern, die ebenfalls zum Memo veröffentlicht wurden. Da schreibt einer, dass Intel ziemlich schlecht aussehe, wenn man nun auch den langjährigen Vorteil im Gaming-Segment verliert. Der Kommentator glaubt an einen Image-Schaden, sollte das eintreten. Intel selbst bedankt sich für die zahlreichen Kommentare, weil sie auch immer ein kleiner Finger im großen Teich sind, um die Temperatur zu fühlen.
Quelle: Reddit, Techpowerup
Quelle: https://www.reddit.com/r/Amd/comments/c5nb01/amd_competitive_profile_where_we_go_toetotoe_why/
Internes Intel Memo aufgetaucht: Man nimmt AMD und Ryzen 3000 in 7nm wohl recht ernst (1)



Reife Leistung von Amd , schon damals
Und auch die vielen Kerne im Mainstream-Segment wurden erst durch AMD ermöglicht (Bulldozer ignoriere ich da mal
Ice Lake wird kommen und wohlmöglich sehr gut. Aber AMD entwickelt Zen 2 ja auch weiter.
Das wird wohl ein spannendes Kopf an Kopf Rennen zukünftig.
Wenn der chinesische CPU Hersteller (wessen Namen ich nicht aussprechen kann
Da vergessen viele, dass auch hier, bei 12 Kernen eine Wassergekühlte Lösung Pflicht werden könnte und wie auch auf Intel-Niveau ein paar hundert Euro mit eingeplant werden sollten.
Ryzen3000 scheint effizient zu sein, aber hexen können die Jungs und Mädels bei AMD wohl auch nicht.
Wer den 12-Kerner übertakten will wird sich eine potente Kühllösung organisieren müssen und kann nicht mit einem Wraith Prism kommen.
Das kann man bei einem 9700K/9900K aber auch nicht, bzw nur wenn man das Power-Limit nicht anrührt.
Schlimmer als mit dem 9900K @oc wird's schon nicht werden.
Reife Leistung von Amd , schon damals
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