Kompatibilität, OC-Potenzial und Fertigung des Phenom II X6: Nachgefragt bei AMD
Die ersten CPUs mit Phenom II X6 sind seit Ende April im Handel. Grund genug, bei AMD nachzufragen und einige offene Punkte zu klären. PC Games Hardware bekam Antworten auf spannende Fragen wie Kompatibilität, Overclocking-Potenzial und Fertigungsvorteile.
Seit Ende April sind die ersten Sechskerner für Desktop-PCs von AMD nun im Handel verfügbar. Und das mit Erfolg, wie die Suchanfragen bei unserem Preisvergleichspartner Geizhals zeigen. Noch immer stehen die beiden bisher veröffentlichten Modelle Phenom II X6 1090T und Phenom II X6 1055T auf Platz 1 und 2 der CPU-Charts, vor dem Core i5-750.
Beim Test der beiden X6-CPU-Modelle blieben noch einige Fragen offen, die auch vom folgenden Praxisartikel mit Ausrichtung auf Mehrkern-optimierte Spiele nicht restlos beantwortet wurden. Daher haben wir AMD zu einem Interview gebeten, die Erkenntnisse wollen wir Ihnen im Folgenden mitteilen.
Phenom II X6: Technische Daten
Offen waren bisher noch einige technische Daten, die AMD nun bestätigt hat. So wird der Thuban aktuell in der Revision E0 gefertigt, außerdem hat er derzeit 904 Millionen Transistoren. Die maximal erlaubte Temperatur liegt bei 62 Grad Celsius.
Auf die Frage, warum das Topmodell 1090T "nur" um 400 MHz schneller ist als der 1055T, wo dieser doch 500 MHz über dem 1035T liegt, antwortete AMD Folgendermaßen:
Der Grundtakt des 1090T ist bereits 400 MHz höher, daher ist das verbleibende Potenzial geringer als bei 2,8 GHz.
Uns interessierte darüber hinaus, ob der Thuban in irgendeiner Form Performance-optimiert wurde. Wäre ein 960T ohne Turbocore bei gleichem Takt schneller als ein X4 965 BE? AMDs Antwort lautete:
Die Core-Technologie wurde nicht signifikant verändert, daher wäre ein 960T ohne automatische Taktsteigerung nicht schneller. Da aber wenig Software für mehr als zwei Kerne optimiert wurde, bringt genau diese Turbo Core Technologie in der Praxis einen deutlichen Vorteil.
Phenom II X6: Übertaktung
Eine unserer Fragen beschäftigte sich damit, wie gut sich der Thuban übertakten lässt. Wir wollten wissen, ob es einzig dem Low-k-Dielektrikum zu verdanken sei, dass sich der Thuban einen Tick besser als ein Deneb übertakten lässt und dennoch sehr kühl bleibt?
AMD antwortete, dass die Fertigungstechnologien während des Produktionsprozesses stetig optimiert werden und nicht nur hinsichtlich der verwendeten Materialien. Das diene primär der Steigerung der Yields, ein gewollter Nebeneffekt seien aber auch höhere Taktraten bei vergleichbarem Stromverbrauch. Daraus ergebe sich auch ein steigendes Übertaktungspotenzial, was im Falle von Thuban-CPUs durchaus als signifikant zu bezeichnen sei. Ein "Tick" sei nach Meinung von AMD sogar untertrieben, schließlich würden einige Partner wie Overclockers UK oder Ultraforce Phenom II X6-Systeme mit deutlich höheren Taktraten (bis zu 4 GHz, unter anderem mit Luftkühlung) anbieten. Das hätten sich die AMD-Partner bei den C3-Revisionen des Deneb nicht getraut.
Phenom II X6: Kompatibilität
Wir wollten wissen, was passiert, wenn ein Thuban nicht vom BIOS erkannt wird. Anders gefragt: Was ist, wenn der Mainboard-Hersteller kein passendes Update anbietet? Wird dann "nur" der Turbo-Core-Modus nicht funktionieren oder gibt es weitere Einschränkungen? AMDs Antwort fällt etwas länger aus. Es sei schwierig zu beantworten, was alles passieren könnte. Ein BIOS "sollte den Prozessor schon eingepflegt haben, damit ein vernünftiges Zusammenwirken garantiert ist". Man muss laut AMD unterscheiden, ob ein Prozessor eine sogenannte Black Edition ist oder einen festen Multiplikator besitzt.
Letzterer übermittle die Kenndaten dem BIOS und abgesehen von einer nicht korrekten Einschaltmeldung ("unknown CPU o.ä.") sollte alles bis auf Turbo-Core funktionieren. Bei "BE" Prozessoren finde jedoch eine flexiblere Anpassung der Kenndaten statt, was darin resultieren würde, dass CPUs auf die Grundfrequenz zurückfallen (also 800 MHz), wenn sie nicht vom BIOS erkannt werden. Dadurch würde kein Schaden entstehen, aber befriedigend sei dies nicht. Ein BIOS, das Turbo-Core unterstützt, und das gelte für 790FX-Chipsätze wie auch die 800er Serie, "kenne" auch die Prozessoren. In einigen Fällen könne der Bildschirm aber auch einfach nur schwarz bleiben.
Danke an AMD für die Beantwortung der Fragen. Mehr Infos zu AMD erhalten Sie beispielsweise auf der Themenwebseite von PC Games Hardware.



So in etwa habe ich mir das vorgestellt. Selbst versuche ich mir den X6 ja noch ne weile zu verkneifen, aber ich weis nicht wie lange das noch klappt.
also ich schaff mit Auto-Spannung von CPU 3,5GHz und mit Anpassung von NB/HT/RAM-Spannung um ca. 0,05Volt mehr auch noch 3,6GHz (leicht instabil).. Mehr is auch möglich aber da müsst ich dann die CPU-Spannung drastisch erhöhen denk ich mir! ---> hier nachzuschauen sysProfile: ID: 35978 - Ch3ck3rM0n
Danke für die Infos Ch3ck3rM0n!
So in etwa habe ich mir das vorgestellt. Selbst versuche ich mir den X6 ja noch ne weile zu verkneifen, aber ich weis nicht wie lange das noch klappt.
Ich kann mir ja fast nicht vorstellen, dass AMD überhaupt nicht selektiert, nur weil die Chips quasi aus der selben Maschine kommen. Ich hätte beim 1055T mal auf 3,6 GHz getippt. 3,3 GHz müssten durch TC eigentlich schon garantiert sein und wenn man noch einen kleinen Sicherheitsabstand draufpackt 3,4 GHz. Vielleicht.
also ich schaff mit Auto-Spannung von CPU 3,5GHz und mit Anpassung von NB/HT/RAM-Spannung um ca. 0,05Volt mehr auch noch 3,6GHz (leicht instabil).. Mehr is auch möglich aber da müsst ich dann die CPU-Spannung drastisch erhöhen denk ich mir! ---> hier nachzuschauen sysProfile: ID: 35978 - Ch3ck3rM0n
Ja, manche Board gehen nach der Kerntemperatur und nicht nach TCase. Bei meinem altem DFI konnte die Abschaltkerntemperatur eingestellt werden, bei welcher er dann tatsächlich die Stromzufuhr stoppt (85°C waren der Standardwert).
hat sich mein X4 940 bei 62°C abgeschaltet.
wie es mit meinem aktuellen 1.81 beta bios (turbocore-unterstützung für 6kerner und aktivierbare kernabschaltung verschiedener kerne) aussieht, hab ich noch nicht probiert.