Coffee Lake: Jetzt doch erst Ende des Jahres?
Bisher war man sich einig darüber, dass Intel Coffee Lake so schnell wie möglich auf den Markt bringen will - am besten noch im August. Aus Kreisen der Mainboard-Hersteller soll es nun aber geheißen haben, dass daraus nichts wird und man sich bis Ende des Jahres gedulden muss.
Nachdem es Intel bei Skylake-X und Kaby Lake-X ziemlich eilig hatte und die Veröffentlichung vorgezogen hat, könnte es bei Coffee Lake nun doch länger dauern als zunächst angenommen. Medienberichten zufolge soll sich die Einführung der neuen Mainstream-Prozessoren nämlich ins vierte Quartal 2017 ziehen - das hätten zumindest Stimmen aus dem Kreisen der Mainboard-Hersteller verlauten lassen.
Die Mainboard-Hersteller sprechen dabei von einer Verzögerung von Produkten auf Basis des Z370-PCH. Dabei bleibt unklar, ob die Verzögerung tatsächlich durch den IO-Chip verursacht wird oder von anderer Stelle kommt. Zuletzt hieß es noch, Coffee Lake wurde von September auf August vorgezogen. Dazu hieß es aber auch, dass - entgegen der bis dahin verbreiteten Meinung, der Z370 wird USB 3.1 und WiFi an Bord haben - diese beiden Features wieder gestrichen wurden. Damit war die Verwirrung perfekt.
Coffee Lake basiert in Bezug auf die Architektur auf Kaby Lake, bietet aber auch Sechskerner für den Sockel 1151 an. Zudem wird ein neues, leistungsgesteigertes 14-nm-Fertigungsverfahren verwendet, welches Intel als 14++ bezeichnet. Es soll sogar leistungsfähiger sein als die ersten hauseigenen 10-nm-Verfahren.
Die Meldung von PCGamesN, so valide sie auch sein mag, sorgt jetzt jedenfalls für einige Verwirrung, nachdem man sich eigentlich schon einig darüber war, dass Intel Coffee Lake möglichst schnell auf den Markt bringen will. Möglicherweise hat man sich von den Mainboard-Herstellern überzeugen lassen, dass überstürzte Produkt-Launches wie der von Skylake X zu Problemen führen, wie man zuletzt immer wieder gesehen hat. Immerhin wird weiter davon ausgegangen, dass Coffee Lake in zwei Paketen erscheint - zunächst die Desktop-Spitzenmodelle, später auch der Rest des Line-ups. Eine ähnliche Strategie hatte AMD schon bei Ryzen gefahren.
