Intel bietet per Upgrade-Kit mehr Leistung für Prozessoren - Dienst startet später in Deutschland
Bereits Ende Juli gab es Gerüchte darüber, dass Intel das Upgrade-Kit-Programm für Prozessoren ausweiten wird. Nun ist es offiziell und das Unternehmen aus Kalifornien verspricht bis zu 23 Prozent Mehrleistung, abhängig von CPU und Anwendung. Der Dienst startet in Deutschland aber erst im Laufe des Jahres.
Update: Wie die Kollegen von Golem berichten, wird der Intel Upgrade Service im Gegensatz zu früheren Aussagen von Intel erst im weiteren Verlauf des Jahres starten. Die nötigen Freischaltcodes werden noch nicht angeboten, unklar sei auch noch der Preis. In den USA sollen die Codes 50 US-Dollar kosten, angesichts der bisher unbekannten Takterhöhungen sollte man abwarten, ob sich das Angebot lohnt.
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Vergangenen Herbst startete Intel einen Versuch: Der Pentium G6951 konnte mithilfe einer zusätzlich zu erwerbenden "Upgrade Card" zu einen Pentium G6952 freigeschaltet werden - neben dem vollen L3-Cache verfügt die CPU dann zusätzlich über aktives SMT und entspricht somit einem leicht untertakteten Core i3. Offenbar war der Testballon ein voller Erfolg, denn Intel bringt weitere CPUs, welche sich freischalten lassen.
Im Detail sind das der Core i3-2312M, der Core i3-2102 und der Pentium G622. Diese heißen nach dem Erwerb des Upgrade-Kits Core i3-2393M, Core i3-2153 und Pentium G693. Für die Mobile-CPU gibt es mehr Takt und mehr Cache, für die beiden anderen Prozessoren nur mehr Takt. Intel verspricht durch den Erwerb bis zu 23 Prozent mehr Leistung - abhängig von CPU und Anwendung. Details entnehmen Sie den Grafiken in der Bildergalerie. All dies, mit Ausnahme der Mehrleistung, hatten wir bereits Ende Juni berichtet.
Aus Intels Perspektive ein lukratives Unterfangen: Die verkauften Chips entsprechen bereits dem freischaltbaren Modell, der Kunde aber muss zuzahlen um das volle Potenzial abrufen zu können - da es die Upgrade-CPUs so aber nicht zu kaufen gibt, kostet dies den Käufer am Ende vermutlich mehr, als gleich den flotteren Chip zu erhalten. Außerdem handel es sich um relativ langsame Prozessoren, die von mäßig schnell auf einigermaßen schnell aufgewertet werden. Für den Enthusiasten ist das Angebot uninteressant.
Quelle: Intel

Wie immer sie das Technisch auch lösen. Intel hat damit den CPU Hack erfunden. Und Betrügern und Fälschern ein neues Tätigkeitsfeld eröffnet.
Gibt so ein Sprichwort (naja - ist von mir) Was der Eine gut gebrauchen kann, kann der Andere gut mißbrauchen.
Für mich sieht das ganze nur nach "den Leuten das Geld aus der Tasche ziehen" aus.
50€ für vielleicht 20% mehr CPU leistung einer kleinen(!!) CPU ist wirklich viel. Zumal die CPUs an sich ja schon sehr günstig sind. Da wären 10€ mehr bei der Anschaffung wesentlich besser investiert gewesen. Aber gut der Supermarktkäufer ohne nennenswerte IT Kenntnisse wird da natürlich zuschlagen.
Naja, bin nur mal gespannt ob es dazu dann auch alsbald Methoden zur Freischaltung gibt die nicht von Intel stammen.
Wobei ich mich gerade Frage wie es rechtlich da aussehen würde, schlussendlich bekommt man Mehrleistung ja auch durch übertakten. Beim takten verliert man ja lediglich die Garantie. Zumindest wird das ja immer behauptet.
Für gewisse Preisregionen und bestimmten Modellreihen kann es doch eine gute Alternative sein. Ungefähre Preisgleichheit der vergleichbaren CPUs und günstiger wie ein entsprechend getakteter Prozessor nach dem Upgrade.
Naja, diese Prozessoren sind für uns so wie so uninteressant, aber hoffentlich kommen nicht andere Hersteller auf die gleiche Idee... ich kann mir vorstellen: Mehr Auflösung 50 Euro, Mehr Speicherplatz (SSDs), 50 Euro usw...
Bei den bisherigen Modellen hatte Intel da einen relativ aufwendigen Online-Check. Da die CPUs für Technikfreaks komplett uninteressant sind und die Hauptzielgruppe bei "Crack" an Lücken oder bestenfalls noch eine Droge denkt, sollte es keine großen Probleme geben.
Was anderes wäre eine 2400->2600K Freischaltung, da gäbs vermutlich morgen ein detailliertes HowTo
(aber in den seit den ersten Multiplikatorsperren vergangenen ~13 Jahren hat es iirc noch niemand geschafft, irgendeine Sperre bei irgend einer Intel-CPU zu knacken)