Intel wieder mit 2-Jahres-Zyklus: 10, 7, 5, 3, 2 und 1,4 nm bis 2029
Intel-Partner ASML hat eine Folie präsentiert, laut der Intel wieder im Zwei-Jahres-Takt auf neue Fertigungsstufen wechselt. CPUs in 7, 5, 3, 2 und 1,4 Nanometern würden demzufolge bis 2029 realisiert. Backporting könnte Probleme bei der Massenfertigung abmildern.
Vor dem Hintergrund des problembehafteten 10-nm-Verfahrens klingen die Pläne, die der Belichtungsmaschinenhersteller AMSL unlängst präsentiert hat, durchaus ambitioniert. Intel schwenkt demnach wieder auf einen Zwei-Jahres-Zyklus um. Das würde bedeuten, dass alle 24 Monate ein neuer Sprung in der Fertigung ansteht. Planmäßig also 7 nm für 2021, 5 nm für 2023, 3 nm für 2025, 2 nm für 2027 und 1,4 für das Jahr 2029.
Intel sieht dabei jeweils zwei Verbesserungen pro Fertigungsstufe vor, im Falle von 7 Nanometern beispielsweise 7 nm+ und 7 nm++. Der aktuell laufende, aber bisher nur Teilbereiche bedienende 10-nm-Prozess bildet diesbezüglich noch eine Ausnahme, da Ice Lake wohl auch mit 10 nm+ noch nicht die in den maximalen Takt gesetzten Hoffnungen erfüllt. Dieser Prozess soll daher noch bis 10+++ reichen.
Backporting soll Intel flexibler machen
Intel will die Chipdesigns dahingehend verändern, dass sie sich auf das ältere Verfahren zurückportieren lassen. Auf 7 nm ausgelegte Chips kann man demnach auf den 10-nm+++-Prozess portieren, 5-nm-Chips auf 7++ und 3-nm-Prozessoren auf 5++. Diese "Rückführung" war bisher nicht ohne Weiteres möglich. Die jeweiligen Architekturen sind derzeit eng mit dem Fertigungsverfahren verwoben, weshalb man auch nicht einfach auf Auftragsfertiger wie Samsung ausweichen kann, wenn sich Produktionsengpässe abzeichnen.
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Backporting könnte Intel bei der Veröffentlichung neuer CPU-Generationen nun deutlich mehr Spielraum ermöglichen. So könnten beispielsweise die Spitzenmodelle neuer Chips schon im neuen Fertigungsverfahren vom Band laufen, die darunter ansiedelnden Prozessoren aber noch auf Basis eingespielter Verfahren.

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