Intel Xeon Platinum 8592+ mit 64 Kernen, 448 MiByte Cache und bis zu 922 Watt

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Intel Xeon
Quelle: Intel

Nachdem Intels aktuelle Profi-CPUs der 4. Xeon-Generation ("Sapphire Rapids") zuvor von zahlreichen Problemen, einer massiven Verspätung sowie unzähligen neuen Steppings begleitet wurden, sollen die Refresh-Prozessoren der 5. Xeon-Generation ("Emerald Rapids") wieder in Konkurrenz zu AMD Epyc 9004 ("Genoa") und 9005 ("Turin") treten können.

Nachdem Intels aktuelle Profi-CPUs der 4. Xeon-Generation ("Sapphire Rapids") von zahlreichen Problemen, einer massiven Verspätung und unzähligen neuen Steppings begleitet wurden, sollen die Refresh-CPUs der 5. Xeon-Generation ("Emerald Rapids") wieder in Konkurrenz zu AMD Epyc 9004 ("Genoa") und Epyc 9005 ("Turin") sowie deren Ableger mit 3D V-Cache ("Genoa-X und Turin-X") treten können. Zuletzt verprügelten AMDs HPC-Prozessoren ihre Gegenüber von Intel förmlich.

Intel 7 in 10 nm++ soll es noch einmal richten

Das möchte Intel verständlicherweise nicht länger auf sich sitzen lassen und holt mit seinen sogenannten "5th Generation Xeon Scalable Processors", die den Codenamen "Emerald Rapids" tragen und nach wie vor im gut abgehangenen Fertigungsprozess 10 nm++ (alias Intel 7) produziert werden, zum Gegenschlag aus. Von den bisher insgesamt 60 Prozessorkernen ("Golden Cove") geht es in Zukunft auf bis zu insgesamt 64 Prozessorkerne ("Raptor Cove") empor. Eines der nächsten Spitzenmodelle, den Xeon Platinum 8592+ hat YuuKi_AnS entdeckt.

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Mehr Prozessorkerne und viel mehr Cache

Der Erprobungsprozessor ("Engineering Sample") läuft mit seinen 64 Prozessorkernen und insgesamt 128 Threads auf einer Taktfrequenz von 1,9 GHz, diese soll im finalen Stepping aber voraussichtlich 2,0 GHz ("Base") bis 3,9 GHz ("Boost") betragen.

Intel Xeon Platinum 8592+ (ES) in CPU-Z Quelle: YuuKi_AnS Intel Xeon Platinum 8592+ (ES) in CPU-Z Der Screenshot auf CPU-Z bestätigt auch noch einmal den massiven Speicherausbau des Caches, welcher auf insgesamt 448 MiByte kommt. Der direkte Vergleich mit dem aktuellen Spitzenmodell, dem Intel Xeon 8490H, macht deutlich, dass Intel hier klotzt und nicht kleckert, um endlich wieder mit AMD Epyc mithalten zu können.

  • Xeon 8400 ("Sapphire Rapids") Xeon 8500 ("Emerald Rapids")
    • 60 Prozessorkerne ("Golden Cove") ➜ 64 Prozessorkerne ("Raptor Cove")
    • 112,5 MiByte L3-Cache ➜ 320 MiByte L3-Cache
    • 120 MiByte L2-Cache ➜ 128 MiByte L2-Cache
    • 232,5 MiByte Cache ➜ 448 MiByte Cache
    • 3,5 GHz ("Boost") ➜ 3,9 GHz ("Boost")
    • 350W ("PL1") ➜ 350W ("PL1")
    • DDR5-4800 ➜ DDR5-5600

Um mit AMD Epyc konkurrieren zu können, wird Intel aber auch bedingt durch die mittlerweile doch ziemlich veraltete Node voraussichtlich wieder vergleichsweise viel Energie aufbringen müssen. Die Powerlimits des Xeon Platinum 8592+ lesen sich fast schon angsteinflößend, wenngleich diese selbstverständlich nicht mit denen von bekannten Desktop-Prozessoren vergleichbar sind.

  • Xeon Platinum 8592+ ("Emerald Rapids")
    • Base TDP ("PL1") = 350 Watt
    • MTP TDP ("PL2") = 420 Watt
    • Peak TDP ("PL4") = 500 Watt
    • Power Limit ("Stock") = 764 Watt
    • Adjustable Peak Power = 922 Watt

Alles in allem dürfte die kommende Xeon-Generation im Vergleich mit dem direkten Vorgänger aber das deutlich rundere Produkt werden und AMD Epyc insbesondere dank seiner größeren Caches und der zahlreichen Optimierungen wieder deutlich mehr Gegenwehr liefern. Doch auch AMDs Zen 5, Zen 5c und Zen 5 3D stehen ebenfalls bereits in den Startlöchern und als Engineering Sample unterwegs.

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Quelle: YuuKi_AnS via X

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    • Kommentare (23)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von PCGH_Torsten Kokü-Junkie (m/w)
        Intel hat irgendwann die Bezeichnung "Xeon Scalable" eingeführt. Müsste zusammen mit der Bronze/Silver/...-Aufteilung bei Skylake gekommen sein. Seitdem ist Sapphire Rapids die vierte Generation mit Cascade Lake und Ice Lake dazwischen.

        Emerald Rapids sollte die letzte Runde für den 4677 sein; Sierra Forest und Granite Rapids wechseln zumindest im Server-Segment auf die Birch-Stream-Plattform mit u.a. mehr Speicherkanälen. Ich glaube, eine Pin-Anzahl ist noch nicht bestätigt, aber der gleiche Unterbau wird dann auch für Clearwater Forest (bestätigt) und Diamond Rapids (nicht bestätigt aber offensichtlich) in der 18A-Generation verwendet werden.
      • Von PCGH_Torsten Kokü-Junkie (m/w)
        Intel hat irgendwann die Bezeichnung "Xeon Scalable" eingeführt. Müsste zusammen mit der Bronze/Silver/...-Aufteilung bei Skylake gekommen sein. Seitdem ist Sapphire Rapids die vierte Generation mit Cascade Lake und Ice Lake dazwischen.

        Emerald Rapids sollte die letzte Runde für den 4677 sein; Sierra Forest und Granite Rapids wechseln zumindest im Server-Segment auf die Birch-Stream-Plattform mit u.a. mehr Speicherkanälen. Ich glaube, eine Pin-Anzahl ist noch nicht bestätigt, aber der gleiche Unterbau wird dann auch für Clearwater Forest (bestätigt) und Diamond Rapids (nicht bestätigt aber offensichtlich) in der 18A-Generation verwendet werden.
      • Von Rollora Kokü-Junkie (m/w)
        Warum nennt sich das Ganze übrigens 4. Gen?
        Und: hoffentlich sind nun die Probleme der Plattform behoben. Wird die eigentlich weiterverwendet für die im "Intel 3" hegstellten Nachfolger?
      • Von BxBender Volt-Modder(in)
        Also bei dem halbierten Strombedarf von AMD ist ja sicherlich klar, welche CPU zu 10000% gekauft werden sollte, um wirtschaftlich sinnvoll agieren zu können, ohne bei einer Serverfarm gleich ein eigenes Atomkraftwerk betreiben zu müssen.
      • Von Pu244 Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von enno2010
        Ich finde das schon peinlich als Moderator solche stromhungrige CPU anzu Preisen. Ein Armutszeugnis von Intel bei soviel Verbrauch
        Wo wurden sie denn den angepriesen? Die haben recht neutral die Fakten runtergebetet. Einzig das "verprügeln" sticht hier noch etwas heraus.

        PCGH ist zum Glück nicht die Bildzeitung, in der man unterschwellig immerzu daran erinnert wird, was man denn zu denken hat (ironischer weise lautet der Werbeslogan "Bild dir deine Meinung"). Da bekommen die Leute allesamt erklärende Spitznamen. Etwas der "Horrorscheich", damit man gleich weiß, dass Mohammed bin Salman ein übler Mensch ist. Mir hätte sich das selbst, durch die Tatsache, dass er einen Journalisten ermorden und zerstückeln ließ, erschlossen. Aber wenn man es nicht so mit der Auffassungsgabe hat, dann liefert einem die Bildzeitung die Information, was ein anständiger Mensch zu denken hat subtil mit.

        Wobei die AMD Fans garantier herummeckern würden, wenn AMDs Grakas konsequent durchgängig als "Raytracingkrüppel" bezeichnet werden würden.

        Wobei ein klein wenig Clickbait auch hier dabei ist. Die "bis zu 922 Watt" hören sich einfach viel dramatischer an, als die 350W TDP, die es in Wirklichkeit sind. Die 922W interessieren eigentlich nur die Entwickler des Boards und der entsprechenden Netzteile.

        Aber gut, ich bin eben in der Lage selbst zu denken, ohne dass mir jemand vorkaut, was ich zu denken habe. Ich schätze einen neutralen Stil.

        Zitat von binär-11110110111
        Wie kühlt man das Teil ? Selbst ne WaKü würde hier überhitzen. Kompressor ? Eiswasser ?
        Die 922W sieht man nur ein paar hunderttausend Taktzyklen lang, das ganze ist in unter 0,1ms auch schon wieder vorbei. In dieser extrem kurzen Zeit erhitzt sich die CPU nicht wirklich. Die eigentliche TDP, die zählt, sind die 350W. Dieser extreme Verbrauch wird abgerufen, wenn in der CPU etwas ansteht, dass sie normalerweise stark verlangsamen würde. Bei den Desktop CPUs ist es z.B. das Umtopfen einer Aufgabe von einem E Kern zu einem P Kern und umgekehrt oder generell das Verlagern von Threads. Das würde normalerweise mit einem extrem kurzem Leistungseinbruch einhergehen, normalerweise nicht zu merken, wie gesagt, normalerweise. Um das zu umgehen schöpfen die Intel CPUs extrem kurz aus dem Vollen.

        Als Normalo braucht einen das nicht zu interessieren. Interessant wird es für die Boardhersteller, denn die müssen gewährleisten, dass genug Strom vorhanden ist. Die Netzteilhersteller müssen dafür sorgen, dass ihre Produkte nicht abschalten, wenn das mal für 0,1ms etwas mehr verlangt wird.

        Aber gut, eventuell habe ich mich vorhin geirrt und PCGH sollte sich einen Spitznamen für die Intel CPUs einfallen lassen, der zeigt, dass das nicht so schlimm ist. Dann versteht es auch jeder.
      • Von PCGH_Torsten Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von binär-11110110111
        Wie kühlt man das Teil ? Selbst ne WaKü würde hier überhitzen. Kompressor ? Eiswasser ?
        Extrem-Übertakter nehmen für gewöhnlich Flüssigstickstoff, für "normales" OC sollte eine gute Wasserkühlung reichen. Wir haben den Vorgänger in der Redaktion bis 900 W bekommen und stehen da nicht vor Temperaturproblemen, sondern vor irgendwelchen internen Hürden. Bei der großen Chipfläche des Vorgängers würden Übertakter erst bei circa 1.400 W die Wärmedichte eines Stock-Sockel-1700-Topmodells erreichen.

        Nicht-Übertakter kühlen so etwas entweder mit einer wesentlich simpleren Wasserkühlung, um Platz zu sparen, oder einfach mit Luft. Es mag in Anbetracht der Überschrift untergehen, aber die normale TDP liegt bei 350 W und die MTP bei 420 W. Das sind ganz normale Werte für diese Leistungsklasse, übernommen vom Vorgänger und auf Augenhöhe mit AMD. Die "500 W"-Angabe ist bereits "never reach": PL4 definiert die Grenze, bei der die Plattform alles nur erdenklich möglich präventiv unternimmt, um ein Erreichen zu verhindern. Das System sollte sich eher abschalten, als diesen Wert zu überschreiten. In sofern stellt sich die Frage, was der Xer da getrieben hat, um eine 764er oder eine 922er Angabe zu posten? Mit Intel-Specs hatte es jedenfalls nichts zu tun.
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