Sapphire Rapids: Verzögerung durch schlechte Yields?

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Intel Sapphire Rapids hat nach Jahren der Verspätungen endlich einen Launch-Termin verpasst bekommen.
Quelle: Intel

Intels kommende Xeon-CPUs der Sapphire Rapids Generation haben endlich ihren Launch-Termin. Am 10. Januar 2023 sollen die neuen Prozessoren vorgestellt werden, hinken damit aber dem ursprünglichen Zeitplan weit hinterher. Als Grund für die weitere Verzögerung sollen schlechte Yield-Raten verantwortlich sein.

Sapphire-Rapids hat sein Launch-Event: Die ursprünglich für 2021 vorgesehenen Intel Xeon CPUs, die im Juni 2022 erneut verzögert wurden, werden am 10. Januar offiziell vorgestellt, wie Intel in einer Pressemitteilung verlauten lässt. Damit bestätigt sich auch der Bericht der Marktforscher von Trendforce, die den Start der Massenproduktion auf das erste Halbjahr 2023 geschätzt haben.

Als Grund für die weitere Verzögerung wird der unterdurchschnittlich schlechte Yield der Intel-7-Prozesstechnologie genannt, die zum Zeitpunkt des Berichts bei gerade einmal 50 bis 60 Prozent liegen soll. Ein solcher Yield-Prozentsatz sei für Intel wirtschaftlich nicht tragbar, da zu viele der Dies schlicht defekt seien - die Probleme scheinen aber aufgrund des angekündigten Launch-Events mittlerweile im Griff zu sein. Die laut Trendforce ursprüngliche Roadmap habe einen sukzessiven Release der neuen Xeon-Generation vorgesehen, bei der primär der High-End-Markt zum Zuge gekommen wäre, ehe der Massenmarkt-Start erfolgt.

Wie wichtig ein zeitnaher Release der Sapphire Rapids Prozessoren für Intel ist, zeigt der Blick auf die kürzlich veröffentlichten Quartalszahlen: So ist neben einem Umsatzrückgang von 27 Prozent im Vergleich zum 3. Quartal 2021 das Betriebsergebnis auf eine Nullrunde abgestürzt, die zugehörige Marge liegt ebenfalls bei ernüchternden null Prozent. Alle Hoffnungen liegen so bei Intel auf den Sapphire Rapids Prozessoren, die nach Jahren der Verschiebungen endlich einen offiziellen Termin erhalten haben, um den Marktvorsprung gegenüber AMD nicht noch weiter einbüßen zu müssen - laut Trendforce rechne man mit einer Steigerung des AMD-Marktanteils von 15 auf 23 Prozent im Jahr 2023.

Allgemein scheint es bei AMD im Server-Bereich immer besser zu laufen: Aktuellen Leaks zufolge plant AMD bei der auf Zen 4 basierenden Genoa-Generation insgesamt 18 verschiedene CPU-Modelle, die wohl noch in diesem Jahr in Server eingesetzt werden können. Intel hingegen muss sich sputen: Der Release des Sapphire-Rapids-Nachfolgers, der auf den Namen Emerald Rapids hört, war bereits für das zweite Halbjahr 2023 vorgesehen - eine Verzögerung ist hier allerdings bis jetzt noch nicht verkündet worden.

Quelle: Trendforce

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    • Kommentare (2)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Bärenmarke BIOS-Overclocker(in)
        Zitat von Rollora
        Unwahrscheinlich, warum sollte die Yieldrate bei anderen Produkten gut sein und bei diesen hier schlecht? Angenommen man hätte generell eine schlechte Yieldrate, würde das Intel bei den teuren Chips im Server weniger weh tun als bei den Desktopchips, da dann die Gewinnspanne massiv schlechter wäre
        Wieso sollte das unwahrscheinlich sein? Vielleicht ist in diesem Kontext nicht die Anzahl der defekten Chips gemeint, sondern, dass sie nicht genügend Chips haben, die zwar funktionieren, aber den gewünschten Takt nicht erreichen.
        Aufjedenfall muss es ja irgendwo ein größeres Problem geben/gegeben haben bei dieser massiven Verspätung.
        Aber vermutlich wird man nie erfahren, wo im Detail der Schuh drückte.
      • Von Bärenmarke BIOS-Overclocker(in)
        Zitat von Rollora
        Unwahrscheinlich, warum sollte die Yieldrate bei anderen Produkten gut sein und bei diesen hier schlecht? Angenommen man hätte generell eine schlechte Yieldrate, würde das Intel bei den teuren Chips im Server weniger weh tun als bei den Desktopchips, da dann die Gewinnspanne massiv schlechter wäre
        Wieso sollte das unwahrscheinlich sein? Vielleicht ist in diesem Kontext nicht die Anzahl der defekten Chips gemeint, sondern, dass sie nicht genügend Chips haben, die zwar funktionieren, aber den gewünschten Takt nicht erreichen.
        Aufjedenfall muss es ja irgendwo ein größeres Problem geben/gegeben haben bei dieser massiven Verspätung.
        Aber vermutlich wird man nie erfahren, wo im Detail der Schuh drückte.
      • Von Rollora Kokü-Junkie (m/w)
        Unwahrscheinlich, warum sollte die Yieldrate bei anderen Produkten gut sein und bei diesen hier schlecht? Angenommen man hätte generell eine schlechte Yieldrate, würde das Intel bei den teuren Chips im Server weniger weh tun als bei den Desktopchips, da dann die Gewinnspanne massiv schlechter wäre
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