Intel spart angeblich bei Gehältern, um die Dividende zu halten

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Intel: Am Personal sparen, um Dividende zu halten (1)
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Der amerikanische Chiphersteller Intel hat nach schwachen Geschäftszahlen Maßnahmen ergriffen. Selbst, wer seinen Arbeitsplatz behalten darf, muss mit Gehaltskürzungen zurechtkommen, denn über allem steht die Dividende.

Zu Hochzeiten der Coronapandemie kämpften Firmen rund um den Globus mit den daraus resultierenden Folgen wie dem Halbleitermangel. Laut Chiphersteller Intel soll die Chipkrise bis zum Jahr 2024 anhalten, da keine Entspannung der Lage in Sicht ist. Neben der schwierigen Versorgungslage bricht jedoch auch seit Ausbruch des Ukrainekriegs am 24.02.2022 die Nachfrage ein. Schließlich sorgt die hohe Inflation für steigende Kosten. Intel reagierte auf die wirtschaftlichen Entwicklungen und hatte bereits im letzten Jahr Entlassungen verkündet. Wer seinen Job behalten darf, muss jedoch laut einem Bericht ebenfalls mit Einschränkungen leben.

Weniger Geld für Mitarbeiter, dafür gute Laune bei den Aktionären

Wie Semianalysis von mehreren Angestellten erfahren haben will, kommt es derzeit zu Gehaltskürzungen bei Intel. So bekommt der CEO Pat Gelsinger 25 Prozent weniger Gehalt, das Leitungsteam erhält 15 Prozent weniger und die Vice Presidents haben 10 Prozent weniger auf ihrem monatlichen Gehaltszettel stehen. 5 Prozent weniger Entlohnung bekommen die Gehaltsstufen 7 bis 11, vom Senior Engineer bis zum Senior Principal Engineer. Lediglich die unteren Gehaltsstufen haben keine Kürzung erhalten. Mit dieser Maßnahme soll die Dividende für die Aktionäre gehalten werden.

So möchte Intel weiterhin, wie vorgesehen, eine Dividende von 0,365 US-Dollar pro Aktie zahlen, obwohl es Verluste pro Aktie gegeben hat. Im gesamten Jahr 2022 wurden knapp 16 Milliarden US-Dollar weniger Umsatz als 2021 erwirtschaftet. Der Gewinn brach um 60 Prozent auf nur noch 8,0 Mrd. USD ein. Neben einem Rückgang um 36 Prozent bei den Prozessoren, musste auch die Sparte Datacenter und AI mit 33 Prozent weniger Umsatz leben, die Grafikkartensparte sammelte 1,7 Milliarden US-Dollar Verlust an. Offenbar haben selbst die im vergangenen Jahr vorgenommenen Mitarbeiterentlassungen nicht geholfen, den Gewinneinbruch aufzuhalten.

Bei den verbliebenen Angestellten dürften die Gehaltskürzungen auf wenig Begeisterung stoßen, da vor allem erfahrene Mitarbeiter nun die aktuelle Krise ausbaden müssen. Laut Dylan Patel von Semianalysis enttäuscht der Führungsstil von Pat Gelsinger, der zwar gelernter Ingenieur ist, aber doch nicht anders führt als der Vorgänger Brian Krzanich, ein Finanzfachmann. Noch nie hat Intel in zwei aufeinanderfolgenden Quartalen Geld verloren, bis jetzt. Inzwischen möchte Intel mit einer Preissenkung reagieren, wie Digitimes berichtet. Konkret soll es sich dabei um die Alder-Lake-CPUs handeln, um die Lager leer zu bekommen.

Ebenfalls lesenswert: Intel macht Verlust: Desktop-Markt stürzt ab, Grafiksparte immer noch tiefrot

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Sammlung zu angeblichen Gehaltskürzungen bei Intel:

  • Um die versprochene Dividende von 0,365 US-Dollar pro Aktie zahlen zu können, hat Intel angeblich Gehaltskürzungen durchgeführt.
  • Mit 25 Prozent weniger Gehalt muss CEO Pat Gelsinger zurechtkommen, 15 Prozent Einbußen gibt es beim Leitungsteam und 10 Prozent weniger für die Vice Presidents.
  • Zudem bekommen Mitarbeiter der Bereiche Senior Engineer bis zum Senior Principal Engineer jeweils 5 Prozent weniger Gehalt ausbezahlt. Lediglich darunter liegende Gehaltsgruppen bekommen keine Kürzung.

Quellen: Semianalyses, Digitimes

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    • Kommentare (24)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von wuselsurfer Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von facehugger
        ABER, wenigstens die "Big Player" trifft es am härtesten...
        Nur merkt der nix davon, im Gegensatz zum Fußvolk, das auf die Straße fliegt.

        Wie sich so eine, sorry, Scheißgesellschaft (hier Punkte eintragen: , dafür stehe ich gerade), als Nabel der Welt betrachten kann und alle anderen als minderwertig betrachtet, werde ich nie verstehen.

        Na ja, was will man von einer Strafkolonie auch anders erwarten.

        Zitat von Manner1a
        Wenn das so ist, dann braucht es eine Auseinandersetzung, um dieses Problem zu beseitigen.
        Nö, man müßte die Gesellschaftsordnung verändern, um das zu beseitigen.
        Der Sozialismus war auch nicht der große Hit, aber es waren wenigstens alle fast gleich arm bis auf Handwerker und Politiker.

        Zitat von Manner1a
        Sobald das Reich wieder handlungsfähig ist...
        Schickt ihr uns einen Gefreiten - nein Danke.
      • Von wuselsurfer Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von facehugger
        ABER, wenigstens die "Big Player" trifft es am härtesten...
        Nur merkt der nix davon, im Gegensatz zum Fußvolk, das auf die Straße fliegt.

        Wie sich so eine, sorry, Scheißgesellschaft (hier Punkte eintragen: , dafür stehe ich gerade), als Nabel der Welt betrachten kann und alle anderen als minderwertig betrachtet, werde ich nie verstehen.

        Na ja, was will man von einer Strafkolonie auch anders erwarten.

        Zitat von Manner1a
        Wenn das so ist, dann braucht es eine Auseinandersetzung, um dieses Problem zu beseitigen.
        Nö, man müßte die Gesellschaftsordnung verändern, um das zu beseitigen.
        Der Sozialismus war auch nicht der große Hit, aber es waren wenigstens alle fast gleich arm bis auf Handwerker und Politiker.

        Zitat von Manner1a
        Sobald das Reich wieder handlungsfähig ist...
        Schickt ihr uns einen Gefreiten - nein Danke.
      • Von ΔΣΛ Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von "Artikel"
        Mit 25 Prozent weniger Gehalt muss CEO Pat Gelsinger zurechtkommen, 15 Prozent Einbußen gibt es beim Leitungsteam und 10 Prozent weniger für die Vice Presidents.
        Zudem bekommen Mitarbeiter der Bereiche Senior Engineer bis zum Senior Principal Engineer jeweils 5 Prozent weniger Gehalt ausbezahlt. Lediglich darunter liegende Gehaltsgruppen bekommen keine Kürzung.
        Ohoho, Gehaltskürzungen wegen der Börse und kein hart arbeitender Mitarbeiter muss es büßen, schon fast obszön in einer derart extrem Kapitalistischen Firma, Überraschung Überraschung ...

        Aber daran sieht man mal wieder, zumindest indirekt, wie viel Kohle diese wenigen Leute beziehen, einige wenige können viele Arbeitsplätze halten wenn sie selbst etwas zurücktreten, aber dennoch noch immer extrem viel verdienen, wenn es ums Geld geht schmeißen die meisten Bosse eher Mitarbeiter hinaus als selbst nur einen Cent weniger zu verdienen.
      • Von RyzA Flüssigstickstoff-Guru (m/w)
        Zitat von PCGH_Torsten
        Zusätzliche direkte Gehaltskürzungen nur bei denen vorzunehmen, die es sich eher leisten können und große Einschnitte nur bei denjenigen, die für den Ärger verantwortlich sind, könnten sich einige andere Konzerne zum Vorbild nehmen.
        Finde ich auch. Nur leider läuft es oft anders. Dann denken die Manager gar nicht daran auf ihre Boni zu verzichten. Oder ihre Gehälter zu kürzen. Dann lieber bei den kleinen Angestellten kürzen oder wegrationalisieren.
      • Von cx19 Freizeitschrauber(in)
        Du hast ja Recht. Dennoch finde ich die Größenordnung heftigst. Schau dir deutsche CEOs an. Die verdienen auch gut, aber nicht so viel wie in den USA. Ich finde irgendwo muss auch ein bisschen Bodenhaftung gewährt sein. Ganz ehrlich, ich verdiene auch nicht schlecht und es gibt viele die weniger verdienen. Aber ab einer gewissen Grenze finde ich es einfach zu krass. Klar leistet Lisa Su viel. Auch Gelsinger hat bei Intel keinen schelchten Job gemacht. Aber muss ein Individuum dermaßen viel Geld dafür besitzen? Wäre er mit 10 oder 20 Mio. weniger motiviert gewesen? Das ist immer noch ein riesiger Haufen Kohle, den man ohne extreme Luxusimmobilienoder Sportwagen oder anderen überzogenen Luxuskram nicht mehr loswird.
      • Von Shinna Lötkolbengott/-göttin
        Gehälter werden nun mal auf Basis des Wettbewerbes gezahlt. Und dann eben durch die Beteiligung in Form von Aktien ein zusätzlicher Anreiz geschaffen. Ist Lisa Su ihr "Geld wert"? Ohne sie wäre AMD ggf. nicht dort wo das Unternehmen jetzt steht. In der Branche gilt ihr Gehalt als " verdient", bei dem was sie geleistet hat. Und btw. in 2020 war sie der bestbezahlte Manager in den USA. Ihr Zuwachs gegenüber dem Vorjahr betrug da satte ~340%(!). Da hat sie nicht ganz 60 Million Dollar OHNE Aktienbonus bekommen.

        Als CEO bist "Du" nicht derjenige der das Tagesgeschäft und das damit verbundene drum herum "betreut". Dein Job ist die strategische Ausrichtung und das "bespaßen" der großen Kapitalanleger. Die musst Du bei der Stange halten. Du gehst eben mit Präsidenten, Gouverneuren und sonstigen Politkern und Lobbyisten zum Diner. Holst Subventionen und Steueranreize raus. Da geht es um Milliarden. Wenn sich Intel entschliesst eine neue Fab in den USA zu bauen stehen die Staaten Schlange um den Zuschlag zu bekommen.
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