Intel-CPUs: Lieferprobleme wegen AMD, Core-Prozessoren mussten größer werden
Intels Lieferschwierigkeiten sollen angeblich nicht nur durch die anhaltenden Probleme beim 10-nm-Prozess kommen, sondern auch durch den erstarkten Konkurrenten AMD. Dessen Produkte zwingen Intel, CPUs mit mehr Kernen zu produzieren, wodurch weniger Chips auf einen Wafer passen.
Intels Lieferschwierigkeiten bei 14-nm-Prozessoren dauern inzwischen schon gefühlte Ewigkeiten an. Wir berichteten bereits im September 2018 über Lieferengpässe bei entsprechenden Prozessoren, und nach kurzzeitiger Besserung gibt es inzwischen schon wieder Probleme. Mögliche Gründe wurden dabei viele genannt: Eine hohe Nachfrage und natürlich der problematische 10-nm-Prozess werden immer wieder in den Raum geworfen.
Größere Chips reduzieren die Produktion um ein Drittel
Ein weiterer, simpler Grund wurde dabei inzwischen nur wenig beachtet: Intel gab auf einer Konferenz zu, dass die Lieferschwierigkeiten durch die inzwischen größeren Core-Prozessoren ausgelöst oder zumindest verstärkt wurden. Diese sind wiederum notwendig, um AMDs Ryzen-CPUs zumindest einigermaßen in Schach zu halten.
| CPU-Familie | Nehalem - Kaby Lake | Coffee Lake | Coffee Lake Refresh | Comet Lake |
|---|---|---|---|---|
| Jahr | 2009 - 2017 | 2017 | 2018 | 2020 |
| Maximale Kernzahl | 4 | 6 | 8 | 10 ? |
Jahrelang verkaufte Intel im Desktop ausschließlich Vierkerner als High-End-Modelle, dadurch waren Intel-Prozessoren im 14-nm-Prozess durchschnittlich 80-90 mm² groß. Als AMD mit Ryzen wieder eine konkurrenzfähige Architektur auf den Markt brachte, erhöhte das Unternehmen aber zugleich auch die Mainstream-Kernzahl auf Acht und brachte Intel somit stark in Bedrängnis. Inzwischen wird in Form des Ryzen 9 3950X sogar ein 16-Kerner für einen Mainstream-Sockel angeboten.
| Skylake (14 nm) | Coffee Lake Refresh (14 nm) | |
|---|---|---|
| Core i7, Core i9 | Vierkern-Die = 126 mm² | Achtkern-Die = 174 mm² (+38%) |
| Core i5 | Vierkern-Die = 126 mm² | Sechskern-Die = 150 mm² (+19%) |
| Core i3 | Zweikern-Die = 102 mm² | Vierkern-Die = 126 mm² (+24%) |
| Celeron, Pentium | Zweikern-Die = 102 mm² | Zweikern-Die = 102 mm² (+0%) |
Intel musste auf die erstarkte Konkurrenz reagieren und dementsprechend auch mehr Kerne bieten. Diese benötigen allerdings mehr Platz, sodass aktuelle Intel-Prozessoren durchschnittlich 125 mm² benötigen. Das bedeutet, dass Intel aus jedem Wafer ein Drittel weniger Chips erhält und dadurch die maximale Produktionskapazität deutlich absackt. Laut einer Rechnung von 3D Center können auf einem 300-mm-Waafer 688 Chips mit 85 mm² oder 460 Chips mit 125 mm² untergebracht werden.
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Mit den kommenden Comet-Lake-Prozessoren dürfte dieses Problem noch größer werden, denn dann möchte Intel bis zu zehn Kerne anbieten um AMDs Zen-2-Prozessoren angreifen zu können. Intels lange kritisiertes Festhalten an immer kleiner und somit günstiger werdenden Vierkernern scheint sich somit nun zu rächen, denn von Intels Lieferschwierigkeiten profitiert insbesondere der Auslöser: Der Hauptkonkurrent AMD.
Quelle: 3D Center

Intel bekommt wegen "zu vielen" CPU-Kernen nicht mehr so viele Chips vom Wafer?
Oh,..das macht mich aber jetzt traurig...da kann Intel doch tatsächlich seinen Kunden nicht mehr soviel Geld, mit einem Minimum an (Entwicklungs-)Aufwand, aus der Tasche ziehen kann, wie in den 10 Jahren zuvor...
"Spass" beiseite...aber das hört sich nach der berühmt, berüchtigten "beleidigten Leberwurst" an, die immer die Schuld bei den "Anderen" sucht...
mfg
Was machst denn wenn einer der CPU Herstller DDR5 einsetzt.. nach deiner Logik kann mann ja CPUS nur vergleichen wenn die per OC angeglichen werden
Intel hatte erst vor kurzer Zeit einen Core i5 9600k mit 6 Kernen herausgebracht, der auf einem 8-Kern Die basierte und nicht mal SMT nutzte. Also genug defekte Transistoren zum Deaktivieren und somit zum Ausbessern der Yield-Rate gab es ja wohl.
Das hat mit Intel, AMD usw. null zu tun.
Was machst denn wenn einer der CPU Herstller DDR5 einsetzt.. nach deiner Logik kann mann ja CPUS nur vergleichen wenn die per OC angeglichen werden